Flexibles Studium

Neue Studienmodelle

Flexibles Studium

  • Foto: HfG Schwäbisch Gmünd

Immer mehr junge Menschen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, Interessen und Begabungen studieren an den Hochschulen im Land. Um allen beste Aussichten auf individuellen Bildungserfolg zu verschaffen, gibt es in Baden-Württemberg neue Ansätze, den Bologna-Prozess weiterzuentwickeln. Das Studium der Zukunft soll flexibler gestaltet werden können. Neue Lehrkonzepte ermöglichen einen stärkeren Bezug zur Praxis, zum Beruf und zur Forschung.

Das Land hat deshalb mit den bundesweit einmaligen Förderprogrammen "Studienmodelle individueller Geschwindigkeit" und "Willkommen in der Wissenschaft" passgenaue Angebote entwickelt. Sie ermöglichen einen Start ins Studium, der den unterschiedlichen Bedürfnissen der Studierenden entspricht und mit innovativen Lernformaten zum Lernerfolg führt.

Willkommen in der Wissenschaft

Die Studienanfängerinnen und -anfänger sollen bei Aufnahme ihres Studiums an der Hochschule für das gewählte Fach motiviert werden. Im Zentrum steht dabei projekt- und problemorientiertes, aktivierendes und nachhaltiges Lernen. Die Lehre setzt nahe an Fragestellungen aus Beruf, Praxis und Forschung an - auf Vorlesungen wird oftmals verzichtet. Dieser neue Ansatz sollen Neugier und Interesse gerade in der schwierigen Anfangs- und Umbruchsphase stärken, die der Studienstart für jeden Einzelnen bedeutet. Gefördert werden 23 Hochschulen im Land mit insgesamt sechs Millionen Euro für eine Laufzeit von drei Jahren. 

Studienmodelle individueller Geschwindigkeit

Manche Studierende benötigen mehr Unterstützung als andere, beispielweise durch Brücken- oder Stützkurse, damit der Studienstart erfolgreich verläuft. Nur rund die Hälfte der Studierenden verfügt über ein klassisches Abitur, daneben gibt es zahlreiche andere Zugangswege an die Hochschulen. Entsprechend vielfältig sind die Bildungsbiografien.

Das bundesweit vielbeachtete Landesprogramm „Studienmodelle individueller Geschwindigkeiten“ ermöglicht ein flexibles Studium. Acht Millionen Euro stehen für fünf Jahre zur Verfügung. Derzeit erproben zwölf Hochschulen in Baden-Württemberg die neuen Modelle.

In einem Feld von 30 Anträgen haben sich in dem im Dezember 2009 ausgeschriebenen Programm Anträge der Universitäten Heidelberg, Hohenheim, Ulm und - mit einem gemeinsamen Projekt - Karlsruhe (KIT) und Stuttgart, der Hochschulen für angewandte Wissenschaften Esslingen, Heilbronn, Karlsruhe, Nürtingen/Geislingen, Offenburg und Stuttgart (HfT) sowie der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen durchgesetzt. Der Gutachtergruppe gehörten vier von verschiedenen Rektorenkonferenzen benannte externe und unabhängige Sachverständige an.

Um die Studienmodelle in ihrer Wirkung noch besser einschätzen zu können, beauftragte das Wissenschaftsministerium die HIS GmbH (jetzt: Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung DZHW) mit einer modellübergreifenden Wirkungsforschung zum Förderprogramm. Es geht darum mögliche Erfolgsfaktoren für gute Studienstrukturen zu identifizieren. Diese sollen später in der Breite übertragen werden können.


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