Programm "Gründungskultur in Studium und Lehre"

Nur wer wagt, gewinnt

Programm "Gründungskultur in Studium und Lehre"

  • Markus Wagner

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  • Foto: MWK

    Erster Termin Start Up Stories mit der Universität und der Hochschule Mannheim

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  • Foto: MWK

    Erster Termin Start Up Stories mit der Universität und der Hochschule Mannheim

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Die starren Grenzen zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung verschwimmen immer mehr, die Wissenschaft hat ihre Rolle als "Brutstätte für Innovation in Wirtschaft und Gesellschaft" mit großer Verantwortung angenommen. Sie übernimmt die Aufgabe, die immer komplexeren Räderwerke moderner Innovationsprozesse zu befördern und sicherzustellen. An den Hochschulen etabliert sich ein neues Denken, das Ideen, die in die Gründung von Unternehmen münden, größtmögliche Freiräume zusichert. 

Deshalb ist es notwendig das große Potential der baden-württembergischen Start Up Kultur, den Mut zum Risiko oder die Bereitschaft zum letzten Gründungsschritt zu unterstützen. Oftmals geht es um persönliche Einstellungsfragen, wie etwa eine Gründermentalität - denn nur wer wagt, gewinnt.

»Junge Menschen sollen unsere Hochschulen als Persönlichkeiten verlassen, die mutig genug sind, etwas Eigenes zu machen und klug genug, damit Erfolg zu haben.«

Ministerin Theresia Bauer

Landesprogramm

Mit 8 Mio. Euro fördert das Wissenschaftsministerium im Zeitraum von 2016 - 2019 Projekte, die helfen, eine lebendige Gründungskultur zu etablieren - an Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Kunsthochschulen und der Dualen Hochschule. Zum einen soll die Haltung vermittelt werden, die mit den Begriffen "Gründerkultur", "Gründergeist" oder "unternehmerisches Denken" umschrieben wird - also die Lust auf das Gründen. Im zweiten Punkt geht es um die Expertise und die nötigen Kompetenzen, die junge Menschen benötigen, um ein Unternehmen gründen zu können - und die sie in ihrer Fachdisziplin üblicherweise nicht bekommen.

Gefördert werden innovative Projekte zur Verbesserung der Gründungskultur sowie die Entwicklung neuer Studien- und Lehrkonzepte, die Studierenden in der Frühphase ihres Studiums die Möglichkeit bietet, reale Innovations- und Gründungsprojekte erleben zu können. Auch sollen Studierende über die zahlreichen Beratungs- und Fördermöglichkeiten in diesem Bereich informiert werden. Bislang steht bei den meisten Förderprogrammen die Ausgründung von Unternehmen (Start Ups) im Vordergrund. Beim Programm "Gründungskultur" hingegen soll auch die Persönlichkeit der/des Entrepreneur im Mittelpunkt stehen.

Veranstaltungsreihe Start Up Stories

Wie kann unternehmerisches Denken schon während des Studiums gefördert werden, welche Rolle spielen Hochschulen und Wissenschaft und welche Erfahrungen haben erfolgreiche Gründer gemacht? Diesen und vielen Fragen mehr stellt sich Wissenschaftsministerin Theresia Bauer gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Start Up Stories – Studierst Du noch oder gründest Du schon?“ besucht sie zehn verschiedene Hochschulstandorte, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Gründer kommen ebenso zu Wort wie die Projektbetreuer der Hochschulen. In der anschließenden Poster Session stellen sich erfolgreiche Gründer vor und es besteht für alle Teilnehmer die Möglichkeit zum Networking.

Gerne sind zu den Abendveranstaltungen neben Studierenden oder Wissenschaftlern der jeweiligen Hochschulen, die sich bereits mit einer Unternehmensgründung beschäftigt haben oder dieses Unterfangen gerade verfolgen bzw. erwägen, auch interessierte "Externe" eingeladen.

Projekte Projekte

  • Universität Mannheim

    Förderung der Gründungskultur an der Universität Mannheim 

    Die Gründungskultur soll durch drei neue Module gestärkt werden: (1) durch neue innovative Kursformate mit handlungsorientiertem Lernansatz (Action-Learning): Studierende und Startups arbeiten in konkreten Gründungsprojekten im Rahmen von neu einzurichtenden Entrepreneurship-Kursen zusammen, (2) durch Umsetzung eines neuen Startup-Mentoring-Konzeptes und (3) durch regelmäßigen extracurricularen Entrepreneurship-Events.

    Hochschule Mannheim

    StartDurch - Förderung der Start-up Kultur durch Design Thinking

    In diesem Projekt soll das Selbstverständnis der Studierenden bestärkt werden, dass die Umsetzung eigener Ideen sowie die Unternehmensgründung als erstrebenswerte Zukunftsperspektive am Ende des Studiums in Betracht gezogen wird. Dies soll insbesondere im Rahmen eines Design Thinking Projektes erfolgen - die Lernerfahrung in Form von gemeinsamen Arbeiten/Gruppenarbeit in einem interdisziplinären Team. 

    Hochschule Karlsruhe

    Action Learning and Founding (ActiF) - Gründungslust wecken an realen Problemstellungen

    Das Vorhaben soll nachhaltig das unternehmerische Denken und die Gründungsbereitschaft aller Studierenden an der Hochschule fördern. Das unternehmerische Denken und Handeln der Studierenden wird dabei an realen Problemstellungen und im Kontakt vor allem mit mittelständischen Unternehmen praktiziert. Durch neue Ideen und digitalisierte Geschäftsmodelle soll Innovationsfähigkeit sichergestellt werden.

    Universität Tübingen

    GIK@UT

    Das Projekt zielt auf den Ausbau einer "Gründungskultur" durch gezieltes "Community-Building" sowie das Erleben unternehmerischen Denkens und Handelns durch studienfachübergreifende innovative Lernangebote. Die Studierenden erhalten die Gelegenheit, exemplarisch an den Themenfeldern "Gesundheit" und "Gesellschaft" unternehmerische Handlungskompetenzen für ihre berufliche Zukunft zu erwerben und in realen Projekten einzusetzen.

    Hochschule Pforzheim

    HELIX - Das interdisziplinäre Lernkonzept zur Gründerkultur

    Das Projekt HELIX stellt den Erwerb personaler und sozialer Kompetenzen für die Entwicklung von Gründerpersönlichkeiten in den Mittelpunkt. Dabei verbindet es Methoden aus drei Fakultäten und begleitet die Studierenden von der Vorbereitungsphase bis zur Abschlussthesis. Das zentrale HELIX Lab bietet einen offenen Raum für begleitetes Erproben von Geschäfts- und Produktideen.

    Duale Hochschule Baden-Württemberg

    Dhpreneur

    „Dhpreneur“ entwickelt eine Gründer-Community aus Studierenden, Alumni, Professoren und externen Gründern bzw. Unternehmen an allen Standorten der DHBW. Zusätzlich werden Veranstaltungen von und für (potenzielle) Gründer auf verschiedenen Ebenen - als Entrepreneure, Intrapreneure und Familypreneure - durchgeführt.

    Universität Konstanz & Hochschule Konstanz

    Sensibilisieren, Stärken, Experimentieren (SSE)

    Projektziel ist es, dass mehr Studierende Lust aufs Gründen bekommen. Schon in der Frühphase des Studiums erfolgt eine breite Sensibilisierung durch einen Wettbewerb mit dem Preis einer Studienreise ins Silicon Valley, gefolgt von einer Vernetzungs- und Ideenfindungsphase sowie einem umfassenden Kompetenzaufbau. Zum Abschluss kann in einem Entrepreneurship-Semester ein tragfähiges Geschäftsmodell erarbeitet werden.

    Universität Freiburg

    ZuG: Zugänge zum Gründen - Gründungskultur erlernen. Erleben. Entwickeln

    Die Universität Freiburg will mit "ZuG" ihren Studierenden folgendes ermöglichen: (1) gründungsrelevante Kompetenzen zu erlernen, (2) Unternehmertum im direkten Kontakt und über eigenes Handeln zu erleben und (3) eine unternehmerische Haltung, eigene Idee bzw. eine konkrete Vorstellung von einer unternehmerischen Selbstständigkeit als Berufsoption zu entwickeln.

    Hochschule Reutlingen, Hochschule der Medien Stuttgart & Hochschule Aalen

    Spinnovation

    Durch die Umgestaltung der Curricula und Entwicklung neuer Angebote bewirkt das Projekt eine Änderung des Mindsets in Richtung Entrepreneurship und Innovation. Zielgruppe sind alle Studierenden, die in der ersten Hälfte ihres Studiums mit dem Thema "Gründung" in Kontakt kommen. Sie machen positive Erfahrungen, entwickeln dazu eine positive Einstellung und werden zum Gründen ermutigt.

    Universität Hohenheim

    HOMA! - Hohenheim macht!

    HOMA! stärkt die Gründungskultur an der Universität und setzt einen Schwerpunkt auf Unternehmensgründungen aus der Bioökonomie. Alle Fakultäten wirken an der Umsetzung von drei Arbeitspakten mit. Diese zielen darauf, die bestehende Gründungskultur nachhaltig zu stärken (AP1), forschungsorientierte Gründungsprojekte in der Lehre zu forcieren (AP2) sowie Gründungskultur breitenwirksam zu kommunizieren (AP3).

    Hochschule Ravensburg-Weingarten, Hochschule Albstadt-Sigmaringen & Hochschule Biberach

    GROW - Go Your Own Way

    Das Projekt soll Studierende motivieren, ihre Ideen in ein Unternehmen auszugründen und diese in allen Phasen der Gründung - von der Ideenfindung bis hin zur Realisierung - unterstützen. Die spezifische Ausrichtung jeder HaW erfordert die Fokussierung auf die jeweiligen Bedingungen und Voraussetzungen in der fachlich-inhaltlichen Ausrichtung, der regionalen Zielsetzung, aber auch im Hinblick auf die Zusammensetzung der Studierendenschaft. Hochschulübergreifend wurden hieraus für GROW folgende Dimensionen zur Förderung einer lebendigen Gründerkultur definiert:

    • Digitalisierung
    • Interkulturalität
    • Regionalität
    • Gender

Termine

  • 15. März 2017 Hochschule Karlsruhe
    19 Uhr, Aula Gebäude A

    25. April 2017 Universität Tübingen

    30. Mai 2017 DHBW Karlsruhe

    29. Juni 2017 Universität Konstanz und HTWG Konstanz

    27. Juli 2017 Universität Freiburg

    Weitere Termine folgen


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