Landesinitiative Kleine Fächer

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Landesinitiative Kleine Fächer

  • Universität Tübingen

Am 26. März 2015 hat Wissenschaftsministerin Theresia Bauer eine „Landesinitiative ‚Kleine Fächer‘ Baden-Württemberg“ vorgestellt.

Die Landesinitiative umfasst – mit einer zunächst dreijährigen Laufzeit und sich anschließender Evaluation – ein Bündel von fünf Maßnahmen. Zu ihnen gehören die Einrichtung eines Fonds, der mit jährlich 1 Mio. Euro die Leistungsfähigkeit ‚Kleiner Fächer‘ weiterentwickeln soll, sowie die Berufung eines „Zukunftsrats ‚Kleine Fächer‘“.

Die Maßnahmen basieren auf den Empfehlungen einer im Jahr 2013 eingesetzten Expertenkommission.

Die einzelnen Maßnahmen der Landesinitiative:

  1. Einrichtung eines „Strukturfonds ‚Kleine Fächer‘“. Er soll Anreize schaffen für die Erarbeitung und Erprobung von exemplarischen, zukunftsweisenden Instrumenten, Maßnahmen oder Strukturmodellen. Übergeordnetes Ziel und entscheidendes Kriterium der Förderung ist dabei stets die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der ‚Kleinen Fächer‘ in den Bereichen Lehre, Forschung und gesellschaftlicher Transfer.
  2. Einrichtung eines „Zukunftsrats ‚Kleine Fächer‘“ als landesweite Koordinations- und Moderationsplattform zur Begleitung der Umsetzung der Handlungsempfehlungen. Er wirkt mit an der Erarbeitung eines auf die spezifischen Existenzbedingungen der Kleinen Fächer abgestimmten Systems der Qualitätssicherung und -entwicklung durch die Landesuniversitäten und ist Multiplikator für das Thema ‚Kleine Fächer‘ auch über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus. Er erarbeitet zudem die Förderlinien aus dem Strukturfonds, wirkt mit an der Auswahl geförderter Vorhaben und begleitet diese fachlich und hochschulpolitisch. Der Zukunftsrat setzt sich aus relevanten regionalen und überregionalen Akteurinnen und Akteuren, insbesondere aus den Landesuniversitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Förderinstitutionen zusammen.
  3. Einrichtung einer „Forschungsstelle Strukturschwache wissenschaftliche Kompetenzen“. Sie betreut die Datenbank ‚Kleine Fächer‘ in Baden-Württemberg, dokumentiert und analysiert die aus dem Strukturfonds geförderten Handlungs- und Strukturmodelle, erstellt einen Praxisleitfaden für den wissenschafts- und hochschulpolitischen Umgang mit ‚Kleinen Fächern‘ und unterstützt den Zukunftsrat. Die Forschungsstelle sorgt zudem wesentlich für die institutionelle Vernetzung mit anderen nationalen oder internationalen Initiativen im Bereich ‚Kleine Fächer‘.
  4. Wissenschaftsministerium und Zukunftsrat entwickeln Ansätze zur Unterstützung der ‚Kleinen Fächer‘ u.a. beim Transfer ihrer Kompetenzen und Forschungsergebnisse in Wissenschaft und Gesellschaft hinein, um damit die öffentliche Wahrnehmung zu verbessern.
  5. Vernetzung der Landesinitiative ‚Kleine Fächer‘ mit entsprechenden politischen Bemühungen in anderen Bundesländern oder mit dem Bund.

 

 


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