Förderprogramm Lehrerbildung

Neue Spielräume eröffnen

Förderprogramm "Lehrerbildung in Baden-Württemberg"

  • Lehrerbildung, Foto: Pädagogische Hochschule Weingarten, Lisa Berger

Mit dem Förderprogramm "Lehrerbildung in Baden-Württemberg unterstützt das Wissenschaftsministerium Universitäten und Pädagogische Hochschulen in Baden-Württemberg, die neuen Spielräume der Reform der Lehrerbildung zu nutzen. Seit Mai 2015 werden innovative Konzepte für das Lehramtsstudium und die Entwicklung starker Orte der Lehrerbildung gefördert. Für die nächsten fünf Jahre stehen dafür in zwei Förderlinien bis zu 7,3 bzw. 8.8 Mio. Euro zur Verfügung.

Zwei Förderlinien 

Mit der Förderlinie 1 "Innovative Strukturen in der Lehrerbildung stärken" unterstützt das Wissenschaftsministerium die Hochschulen, die in der bundesweiten Qualitätsoffensive Lehrerbildung erfolgreich waren, dabei ihre erfolgreichen Konzepte weiter auszubauen. Seit Mai 2015 werden den Hochschulen hierfür Landesmittel im Umfang von 25 Prozent der in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung eingeworbenen Fördermittel zur Verfügung gestellt. Hierfür stehen insgesamt max. 7,3 Mio. € für 5 Jahre zur Verfügung.

1. Tranche

  • Universität Freiburg / Pädagogische Hochschule Freiburg:
    Optimierung der Kooperationsstrukturen sowie Stärkung von Forschungsorientierung und Inklusion in der Lehrerbildung
  • Universität Heidelberg / Pädagogische Hochschule Heidelberg:
    PLACE - Partizipation langfristig absichern, Chancen erweitern

In der 2. Tranche können die Hochschulen, die in der 2. Bewilligungsrunde des Bundesprogramms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung" erfolgreich waren, Förderanträge stellen. Antragsberechtigt sind

  • die Universität Konstanz
  • der Hochschulverbund der Universität Stuttgart / PH Ludwigsburg / Universität Hohenheim / Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart / Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
  • die Universität Stuttgart
  • die Universität Tübingen.

Mit der Förderlinie 2 "Leuchttürme der Lehrerbildung ausbauen" treibt das Wissenschaftsministerium im Rahmen einer Ausschreibung seit Herbst 2015 den strukturellen Ausbau der Lehrerbildung an Pädagogischen Hochschulen und Universitäten voran.

Die Förderlinie zielt auf eine stärkere Professionsbezogenheit des Lehramtsstudiums im Land. Hierfür stehen bis zu 8,8 Mio. € für 5 Jahre zur Verfügung. Die Ausschreibung erfolgte im Oktober 2015, eine Entscheidung zur Auswahl der Projekte wurde Anfang 2016 getroffen.

Gefördert werden folgende sieben Projekte:

  • Universität Konstanz "Bildungssprache fördern: neue Perspektiven auf Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Fachunterricht" (bis zu rd. 1 Mio. Euro)
  • PH Ludwigsburg "Deutsch als Zweitsprache für alle Fächer" (bis zu rd. 0,8 Mio. Euro)
  • Universität Mannheim "Kompetent Lehrer und Lernen im mehrsprachigen Klassenzimmer: Verzahnung von Fachwissenschaften, Fachdidaktik und Schulpraxis in der Lehrerbildung" (bis zu rd. 1 Mio. Euro)
  • Universität Mannheim "Herausforderung Heterogenität - Theorie-Praxis-Kooperation zur evidenzbasierten und praxisorientierten Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen" (bis zu rd. 1 Mio. Euro)
  • Universität Tübingen "Professionswissen stärken im Kontext eines digitalen Unterrichtslabors (TüDiLab)" (bis zu rd. 1 Mio. Euro)
  • PH/MH/Universität Freiburg "Kooperative Musiklehrer/-innenbildung Freiburg (KoMuF)" (bis zu rd. 2 Mio. Euro)
  • KIT/PH Karlsruhe "MINT²KA - Lehr-Lern-Labore in den MINT-Fächern als Innovations- und Vernetzungsfeld in der Lehrerbildung am KIT und an der PH Karlsruhe" (bis zu rd. 2 Mio. Euro)

Im Mittelpunkt stehen folgende Themen: Fragen des Umgangs mit Inklusion und Heterogenität, Deutsch als Zweitsprache / Interkulturalität, Verfahren zur Gewinnung geeigneter Studierender für das Lehramt, Stärkung der Fachdidaktik und ihrer Verschränkung mit den Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften einschließlich der Stärkung der schulpraktischen Studien, Ausbau der Forschungsorientierung und Nachwuchsförderung, Stärkung der Medienkompetenz in der Lehrerbildung.


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