Stipendienprogramm für Flüchtlinge aus Syrien

Flüchtlingshilfe

Stipendienprogramm für Flüchtlinge aus Syrien

Nach knapp fünf Jahren Bürgerkrieg befindet sich die Hälfte der syrischen Bevölkerung auf der Flucht. Syrien läuft damit Gefahr, eine gesamte Generation von Akademikerinnen und Akademikern und zukünftigen Fach- und Führungskräften zu verlieren.

Um das Potenzial studienbefähigter Syrerinnen und Syrer, die sich derzeit in Baden-Württemberg aufhalten, zu nutzen, hat das Wissenschaftsministerium ein Unterstützungsprogramm aufgelegt, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) durchgeführt wird. Nach dem erfolgreichen Start in 2015 wird das Programm im Februar 2016 ein zweites Mal ausgeschrieben.

»In dem Drama, das diese Menschen persönlich erleben, möchten wir ihnen mit dem bundesweit einmaligen Stipendienprogramm Perspektiven geben.«

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer

Gefördert wird eine Gruppe besonders Begabter von 55 Personen. Überdies profitiert ein breiterer Personenkreis von den im Rahmen des Programms geschaffenen Beratungsstrukturen. Für das Programm stehen jährlich 1,65 Mio. Euro aus Sondermitteln des Landes zur Verfügung.

Das Stipendienprogramm beinhaltet die Beratung und Orientierung zu Bildungsangeboten in Baden-Württemberg. Weitere Programmelemente können der Besuch von Fachkursen an einem Studienkolleg und/oder sprachliche Fortbildungen sein. Die Betreuung der Flüchtlinge während des Studiums spielt ebenfalls eine große Rolle in dem Programm.

Auf die erste Ausschreibung für das "Baden-Württemberg-Programm zur Studienförderung von Flüchtlingen aus Syrien" im März 2015 sind 283 Bewerbungen eingegangen. Im Rahmen von Informationsworkshops sowie Auswahlgesprächen wurden 50 geeignete Bewerberinnen und Bewerber ermittelt, die zum 1. Juli 2015 - rechtzeitig vor Beginn des Wintersemesters 2015/16 - die Förderung erhalten haben.

Im Rahmen einer zweiten Ausschreibung werden weitere 55 Stipendien vergeben.

Seit Januar 2015 stellt das Wissenschaftsministerium außerdem einen Notfonds bereit. Dieser soll bereits in Baden-Württemberg Studierenden aus den Krisengebieten in finanziellen Notsituationen helfen. Die Unterstützung erfolgt als Kofinanzierung und auf Antrag der Hochschulen. Interessierte wenden sich bitte an ihre Hochschulverwaltung.


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