Pressemitteilung

Wissenschaft
  • 04.07.2014

Auf der Nobelpreisträger-Schiffsfahrt präsentiert sich das Land internationalen Spitzenforschern

Insgesamt 37 Nobelpreisträger und rund 600 Nachwuchswissenschaftler aus 80 verschiedenen Ländern waren zur 64. Nobelpreisträgertagung angereist. Die Abschlussfahrt zur Mainau bot dem internationalen Publikum der Tagung vielfältige Möglichkeiten, sich über den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg zu informieren.

„Die Lindauer Nobelpreisträgertagung am Bodensee bietet ein bedeutendes Forum für den internationalen Dialog etablierter Forscher und junger Nachwuchswissenschaftler. Dass in Baden-Württemberg nicht nur Forschung und Entwicklung, sondern auch eine aktive Umsetzung wissenschaftlicher Ergebnisse betrieben wird, kann beim diesjährigen Leitthema Medizin besonders hervorgehoben werden und zeigt die Spitzenqualität des Landes als Wissenschaftsstandort“, sagte Staatssekretär Klaus-Peter Murawski anlässlich der Nobelpreisträger-Schiffsfahrt auf dem Bodensee. Murawski und die Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Simone Schwanitz begleiteten die Teilnehmer auf der Überfahrt von Lindau zur Insel Mainau, wo die offizielle Abschlussveranstaltung der Tagung stattfand.

Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg präsentiert sich

„Medizinische Forschung und Medizintechnik sind integrative Teile der baden-württembergischen Forschungslandschaft. Hier wirkt ein dichtes Netz an Hochschulen und herausragender außeruniversitärer Forschungseinrichtungen sowie international renommierte Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Pharma- und Biotechnologie“, sagte Dr. Schwanitz.

Insgesamt 37 Nobelpreisträger und rund 600 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus 80 verschiedenen Ländern waren zur 64. Nobelpreisträgertagung angereist. Die Abschlussfahrt zur Mainau, die auch in diesem Jahr unter dem Motto „Your first step to Stockholm: Baden-Württemberg“ stand, bot dem internationalen Publikum der Tagung vielfältige Möglichkeiten, sich über den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg zu informieren. Auf der „MS Sonnenkönigin“ präsentierten baden-württembergische Universitäten und Forschungszentren aktuelle Arbeiten und Ergebnisse aus den Bereichen Medizin, Krebsforschung und Neurowissenschaften. An der Ausstellung waren beispielsweise die Universitäten Freiburg, Heidelberg, Konstanz, Stuttgart, Tübingen und Ulm sowie Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Tübinger Max-Planck-Institute, das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim, das Reutlinger NMI und das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik Stuttgart beteiligt.

Zu den Gästen des Abschlusstages zählten auch die Stipendiatinnen des Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramms für Frauen. „Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr eine besonders hohe Anzahl von Wissenschaftlerinnen auf unserem Schiff begrüßen dürfen“, sagte Murawski, dem die Chancengleichheit in der Wissenschaft ein wichtiges Anliegen ist. Ein besonderes Erlebnis war der Abschlusstag der Nobelpreisträgertagung auch für die Landessieger im Wettbewerb „Jugend forscht“, die ebenfalls mit an Bord waren und mit den Großen ihres Fachs ins Gespräch kommen konnten.

Podiumsdiskussion „Science for the Benefit of Mankind“

Auf der Insel Mainau, dem Sitz der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen, stand zum Abschluss die Podiumsdiskussion zum Thema „Wissenschaft zum Wohl der Menschheit“ auf dem Programm. Zu den Diskutanten gehörten Françoise Barré-Sinoussi (Nobelpreisträgerin Physiologie/ Medizin 2008), Brian Schmidt (Nobelpreisträger Physik 2011), Georg Schütte (Staatssekretär im Bundesforschungsministerium), Charles Mgone (Direktor der European and Developing Countries Clinical Trials Partnership (EDCTP)), sowie Ghada Bassioni (Leiterin der Abteilung Chemie der Ingenieurswissenschaftlichen Fakultät an der Ain Shams Universität Kairo, Lindau-„Alumna“). Moderiert wurde die Diskussion von Geoffrey Carr, Wissenschaftsredakteur der britischen Zeitschrift „The Economist“. Verabschiedet wurden die Tagungsteilnehmer im Hof von Schloss Mainau durch die durch die Ministerialdirektorin Dr. Simone Schwanitz sowie durch die Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau Bettina Gräfin Bernadotte af Wisborg.

In Ihren Abschlussworten betonte Dr. Schwanitz die gesellschaftliche Bedeutung der Forschung: „Gesundheit und Pflege sind wichtige Zukunftsthemen, die uns alle angehen. Forschung kann und soll die Welt zum Besseren verändern. Die Innovationen, die sie hervorbringt, helfen dabei, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen.“ Der internationale Austausch und die gegenseitige Inspiration von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seien hierfür unerlässlich.

Reiseprogramm für wissenschaftlichen Nachwuchs

Im Anschluss an die Tagung lädt Baden-Württemberg International, das Kompetenzzentrum des Landes zur Internationalisierung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, 18 internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zu einem hochkarätigen, siebentägigen „Post Conference Programme“ ein. Das aus Projektmitteln des Wissenschaftsministeriums finanzierte Programm sieht Besuche bei ausgewählten Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen in Freiburg, Tübingen, Ulm, Biberach und Heidelberg vor.

Weitere Informationen

Die 1951 gegründeten Lindauer Nobelpreisträgertagungen bringen jedes Jahr Nobelpreisträger und Nachwuchswissenschaftler zum Austausch zusammen. Organisiert wird die Tagung vom Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen mit Sitz auf der Insel Mainau. Das Land Baden-Württemberg lädt die Gäste der Nobelpreisträgertagungen zum Abschluss der Veranstaltung traditionell zu einer Schiffsfahrt zur Insel Mainau ein.

Mediathek: Bilder zum Download

Lindau Nobel Laureate Meetings 

 

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Theresia Bauer Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Quelle: Uli Regenscheit

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