Pressemitteilung

Hochschule
  • 01.07.2013

Beratungsprojekt an Hochschulen für Frauen in MINT-Studiengängen

Mit einem Kongress an der Universität Hohenheim als Auftakt hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das neue Projekt „Dialog MINT-Lehre. Mehr Frauen in MINT-Studiengänge“ gestartet, das die so genannten MINT-Fächer (Mathematik,  Informatik, Naturwissenschaften und Technik) attraktiver für Frauen machen soll.

„Unser Ziel ist es, mehr junge Frauen und junge Männer für MINT-Studiengänge zu begeistern und einen Studienabbruch zu verhindern“ sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Hintergrund des Projekts sei, dass noch immer zu wenige Frauen diese technischen Studiengänge studierten. So seien im Wintersemester 2011/12 lediglich 9,7 % der Studierenden im Maschinenbau weiblich gewesen, in der Elektrotechnik 9,3 %, in der Physik habe der Anteil bei 18,3 % gelegen.

Ministerin Bauer: „MINT-Studiengänge, und insbesondere die Ingenieurwissenschaften, sind aber wichtig für die Innovationsfähigkeit unseres Landes. Für diese Innovationen in Wissenschaft und Wirtschaft sind die Potentiale und Qualifikationen von Frauen unverzichtbar. Denn zum einen verfügen gemischte Teams über mehr Kreativität, Effektivität und höhere Problemlösekompetenz. Zum anderen brauchen wir für die Entwicklung der hochkarätigen Wissenschaftslandschaft in Baden-Württemberg sowie von zielgruppengerechten Produkten die Perspektiven von Frauen“.

Potential von Frauen für die MINT-Studiengänge stärker ausschöpfen

In der aktuellen MINT-Debatte auch auf Bundesebene wird von den verschiedensten Gremien und Organisationen, wie zum Beispiel der Expertenkommission Forschung und Innovation, empfohlen, das Potential von Frauen für die MINT-Studiengänge stärker auszuschöpfen. Ihr sei es wichtig, nicht nur in der Kategorie Fachkräftesicherung zu denken, sondern vor allem auch den Frauen ein breiteres Studienwahlspektrum zu eröffnen und sie zu ermutigen, ihre Chancen in MINT-Berufen in Wissenschaft und Wirtschaft zu ergreifen, so Ministerin Bauer.

Mit dem neuen Projekt bietet das Wissenschaftsministerium den Hochschulen des Landes eine hochkarätige Beratung zu der Frage an, wie die Lehre in den MINT-Studiengängen zielgruppengerecht angepasst werden kann. Mit der Beratung wurde Prof. Dr. Susanne Ihsen von der TU München (Fachgebiet Gender Studies in Ingenieurwissenschaften) beauftragt, die diese in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. durchführen wird.

Kernelement des Projekts ist es, die Hochschulen zu befähigen, insbesondere strukturelle Maßnahmen an den Hochschulen durchzuführen, um den Frauenanteil in den MINT-Studiengängen zu erhöhen. Hierzu zählen u. a. Gendersensibilisierungen für die Lehrenden sowie Modifikationen in der Hochschuldidaktik und den Lehr- und Lernformen sowie eine entsprechende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei soll der Schwerpunkt auf den MINT-Studiengängen in Baden-Württemberg mit einem besonders geringen Studentinnenanteil, speziell Elektrotechnik und Maschinenbau sowie der Lehrerbildung am Beispiel des Fachs Physik liegen.

Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen in Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung“


Quelle

Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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