Pressemitteilung

Hochschulen
  • 24.10.2014

Konsortium Baden-Württemberg unterzeichnet zukunftsweisenden Vertrag mit dem Wissenschaftsverlag Springer

51 Universitäten und Hochschulen erhalten dauerhaften Zugriff auf 1.917 wissenschaftliche Zeitschriftentitel

Ab 1. Januar 2015 erhalten alle Universitäts- und Hochschulangehörigen in Baden-Württemberg einen komfortablen Zugriff auf 1.917 elektronisch publizierte Zeitschriften des Wissenschaftsverlags Springer. Darüber hinaus erwirbt das Konsortium Baden-Württemberg, die Einkaufsgemeinschaft der wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes, dauerhafte Archivrechte für ein sogenanntes BW-Springer-Archiv für diese Titelsammlung zurück bis ins Jahr 2003. „Damit entsteht erstmals eine umfassende, lückenlose und vor allem dauerhafte digitale Versorgung mit den Fachmedien des Springer-Verlags“, sagt Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg und Rektor der Universität Freiburg.

„Wir investieren hier in einen wichtigen Baustein des E-Science-Programms der Landesregierung. Der ort- und zeitunabhängige Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen als grundlegende Ressource für Wissenschaft und Forschung dient der Optimierung von Forschungs- und Innovationsprozessen“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Kürzlich hat die Landesregierung auf Basis einer Expertenempfehlung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst eine umfassende Strategie mit dem Titel „E-Science – Wissenschaft unter neuen Rahmenbedingungen“ beschlossen.

Die Vereinbarung schließt direkt an die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Springer-Nationallizenz an, die den Zeitraum vor 2003 abdeckt. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und die am Konsortium beteiligten Bibliotheken finanzieren das neue Lizenzmodell gemeinsam für die Zeit bis zum 31. Dezember 2017. Es ist das erste Mal, dass Springer einen solch umfassenden Konsortialvertrag im Hochschulkontext abschließt. Zu den digital verfügbaren Zeitschriften des Verlags zählen Titel, die in der jeweiligen Fachwelt und darüber hinaus höchsten Stellenwert besitzen: Zu nennen sind beispielsweise „Cancer and Metastatis Reviews“, „Cellular and Molecular Sciences“ oder das „Journal of Economic Growth“.

Dagmar Laging, , Vice President Library Sales DACH Licensing bei Springer, unterstreicht die Bedeutung dieses Lizenzmodells: „Es freut uns besonders, dass wir mit diesem landesweiten Lizenzvertrag in Baden-Württemberg erstmalig in der westlichen Welt einen Vertrag unterzeichnen können, der auf neuen, von Abonnements unabhängigen Parametern beruht. Gleichzeitig ist es uns gemeinsam gelungen, eine zukunftsweisende Informationsversorgung der baden-württembergischen Hochschulen und Fachhochschulen zu sichern. Dieser Vertrag bedeutet für Springer einen wichtigen Schritt in eine neue Ära von nachhaltigen Lizenzmodellen.“

Im Beisein von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer unterzeichneten Hans-Jochen Schiewer, Dr. Antje Kellersohn, Direktorin der Universitätsbibliothek (UB) Freiburg und Leiterin des Konsortiums Baden-Württemberg, Dagmar Laging, Vice President Library Sales DACH Licensing, und Klaus Bahmann, Director Library Sales, DACH, (beide Springer), heute den Lizenzvertrag bei der Eröffnung des Akademischen Jahres 2014/2015 an der Universität Freiburg.

„Der Vertrag ist ein bedeutender Meilenstein in der Versorgung mit elektronischer Fachinformation für Lehre und Forschung, nicht nur in Baden-Württemberg“, sagt Antje Kellersohn. Das neue Lizenzmodell werde auf nationaler und internationaler Ebene Referenzcharakter haben. Es diene beispielsweise als Pilotmodell für die Arbeit der Projektgruppe „BuLiz – Bundesweite Lizenzierung“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen und der Hochschulrektorenkonferenz, In dieser Initiative arbeiten zwei Direktoren der baden-württembergischen Universitätsbibliotheken mit: Frank Scholze, UB Karlsruhe, und Antje Kellersohn, UB Freiburg, Sprecherin der Projektgruppe.

Dem Verhandlungsteam des Konsortiums Baden-Württemberg gehörten neben Dr. Antje Kellersohn Dr. Veit Probst (UB Heidelberg), Dr. Annette Scheiner (Geschäftsführung Konsortium BW, UB Freiburg) und Anne Otto (UB Konstanz) an.

Konsortium Baden-Württemberg

Pressemitteilung: Wissenschaft unter neuen Rahmenbedingungen mit E-Science


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Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

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