Pressemitteilung

Kunst und Kultur
  • 03.11.2015

Sanierung der Staatstheater

Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater auf zweitägiger Informationsreise in Kopenhagen und London. Die Besuche beinhalten die Besichtigung wie auch ausführliche Gespräche mit den technischen und den künstlerisch verantwortlichen Entscheidern beider Opernhäuser.

Kunstministerin Bauer: Wir wollen, dass die Stuttgarter Oper und das Ballett auch im 21. Jahrhundert zur Weltspitze gehören 

Oberbürgermeister Kuhn: Die Stuttgarter Oper steht vor einer Jahrhundertsanierung. Wir müssen uns daher ein Bild davon machen, wie andere so etwas angepackt und bewältigt haben 

Staatssekretär Hofelich: Klares Ziel ist es, von Neuem und Gelungenem zu lernen und so die Württembergischen Staatstheater in eine gute Zukunft zu führen

Die Reise des Verwaltungsrates der Württembergischen Staatstheater dauert zwei Tage und ist dicht gepackt mit einem umfangreichen Programm. Geplant sind Gespräche mit Verantwortlichen bzw. Leitern aus den künstlerischen Bereichen sowie Technik, Logistik und Gastronomie.  

„Wir wollen, dass unsere Oper und unser Ballett in Stuttgart auch im 21. Jahrhundert zur Weltspitze gehören. Deshalb informieren wir uns an den Orten, wo künstlerische Exzellenz derzeit die Rahmenbedingungen vorfindet, die sie heutzutage braucht“, so Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst. 

Oberbürgermeister Fritz Kuhn: „Die Stuttgarter Oper steht vor einer Jahrhundertsanierung. Wir müssen uns daher ein Bild davon machen, wie andere große Opernhäuser Herausforderungen mit ähnlichen Dimensionen angepackt und bewältigt haben“. 

Staatssekretär Peter Hofelich, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft: „Im Hinblick auf die anstehende Sanierung und Erweiterung wird uns die Delegationsreise wichtige Erkenntnisse und Informationen, insbesondere aus baufachlicher Sicht, über den realisierten Neubau des Opernhauses in Kopenhagen einerseits und die bereits erfolgte Sanierung des Opernhauses in London andererseits bringen“. 

Die Royal Danish Opera in Kopenhagen und das Royal Opera House in London können aus jeweils unterschiedlichen Gründen als richtungsweisend für die anstehende Sanierung der Württembergischen Staatstheater gelten. Während in Kopenhagen die technischen Aspekte und die Leistungsfähigkeit einer modernen Opernbühne im Fokus stehen, werden in London die Herausforderungen im Umgang mit historischer Bausubstanz den thematischen Schwerpunkt bilden. 

Hintergrund:

Die Württembergischen Staatstheater sind das größte Dreispartenhaus in Europa. Das im Jahre 1912 erbaute Opernhaus wurde letztmals 1983/84 saniert. Um den Ansprüchen an eine moderne Produktionsstätte sowie den heutigen Erfordernissen an ein adäquates Arbeitsplatzumfeld zu genügen, ist nun eine umfassende Sanierung erforderlich. Außerdem gilt es, den veränderten Gewohnheiten der Besucherinnen und Besucher im Aufenthaltsbereich Rechnung zu tragen. 

Ein hierfür erstelltes externes Gutachten wurde von der zuständigen Abteilung Vermögen und Bau im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft eingehend geprüft und für valide erachtet. Demnach bewegen sich die Baukosten für das gegenwärtige vorliegende Konzept bei rund 340 Millionen Euro. Basis ist der Baukostenindex von 2014. 

Den Vorsitz im Verwaltungsrat hat derzeit Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, inne. Ihr Stellvertreter ist Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Da die Württembergischen Staatstheater paritätisch von Stadt und Land finanziert werden, wechselt der Vorsitz jährlich zwischen beiden Ämtern. Staatssekretär Peter Hofelich nimmt für das Finanz-und Wirtschaftsministerium an der Reise teil. Die dort angegliederte Abteilung Vermögen und Bau ist verantwortlich für die Umsetzung des Modernisierungs- und Sanierungsprojekts. 

Die nächste Verwaltungsratssitzung der Württembergischen Staatstheater findet am 16. November statt.


Ministerium

Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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