Pressemitteilung

Forschung
  • 05.05.2017

Spatenstich für das European Institute for Neuromorphic Computing an der Universität Heidelberg

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Gehirnstrukturen und -funktionen besser verstehen“

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett: „Der Neubau des EINC komplettiert das Gebäudeensemble am Zugang zum Neuenheimer Feld“

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat am Freitag (5. Mai) den Spatenstich für den Neubau des European Institute for Neuromorphic Computing (EINC) an der Universität Heidelberg vorgenommen. 

„Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bieten wir in der Mitte des Neubaus eine große Maschinenhalle für ihre Forschung. In einem solchen Umfeld kommt die Gehirnforschung sicher gut voran“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett beim Spatenstich. „Städtebaulich rundet der Neubau den Baukomplex der Physikalischen Institute ab und bildet den Auftakt des Campus am Zugang zum Neuenheimer Feld.“ 

„Die neurologischen Strukturen des Nervensystems und des Gehirns mit Hilfe innovativer Computertechnologie nachbauen - dieses anspruchsvolle Projekt soll in dem Neubau beherbergt werden. Wir dürfen alle gespannt sein, wie es gelingt dabei ein tieferes Verständnis von der Funktionsweise unseres Gehirns zu entwickeln“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Das EINC leiste auch einen wichtigen Beitrag in einem zukunftsweisenden Flaggschiffprojekt der EU. 

Das im Jahr 2013 gestartete Human Brain Project ist eines von zwei FET-Flaggschiff-Projekten (Future and Emerging Technologies) der Europäischen Kommission für zukunftsweisende Technologien. Die sechs Technologieplattformen sind Grundlage für die Kooperationen von Informatik, Klinikforschung und Ingenieurwesen. Das neuromorphe Rechnen hat eine zentrale Funktion bei Lern- und Entwicklungsprozessen. Mit den sechs vorgesehenen Plattformen des Human Brain Project wollen 116 europäische Partnerorganisationen über einen Zeitraum von zehn Jahren ein neues Verständnis des Gehirns erlangen.

Neuartige Behandlungsmöglichkeiten für Hirnkrankheiten und neue biologisch inspirierte Computertechnologien werden erforscht und entwickelt. 

Die Gesamtbaukosten für den Forschungsneubau einschließlich der Erstausstattungen belaufen sich auf 18 Millionen Euro. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union (EFRE) stellt 9 Millionen Euro zur Verfügung. 2 Millionen Euro stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg bereit. Weitere Mittel kommen von der Universität Heidelberg und aus Spenden. Der Neubau soll im Sommer 2019 fertig sein und wurde von der ArGe Architekten Leins Ohnemus Wagner Freie Architekten, Waldkirch geplant. 

Weitere Informationen

FET-Flaggschiff-Projekte (Future and Emerging Technologies) sind große, von der Wissenschaft angeregte Forschungstätigkeiten. Sie befassen sich mit wissenschaftlich-technologischen Herausforderungen, die eine internationale Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen, Gemeinschaften und Programmen erfordern. Mit den FET-Flaggschiff-Projekten sollen langfristige und zielgerichtete Forschungsinitiativen ermöglicht werden. Weite Informationen

unter www.humanbrainproject.eu


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Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Königstraße 46
70173 Stuttgart

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