Pressemitteilung

  • 16.02.2016

Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater wählt Viktor Schoner einstimmig zum neuen Opernintendanten

Beginn des Engagements ist die Spielzeit 2018/2019.

Kunstministerin Theresia Bauer: Mit Viktor Schoner wird in Stuttgart eine Intendantentradition seine Fortsetzung finden, die Oper auf der Basis exzellenter Ensembles und Solisten immer auch als zeitgenössische Kunstform verstanden hat

Oberbürgermeister Fritz Kuhn: Viktor Schoner überzeugte mit einem klaren künstlerischen Konzept, das auf internationalem musikalischen Niveau, aktuellen Regiehandschriften sowie einem vielfältigen Repertoire beruht.  

Mit dem 41-jährigen Viktor Schoner kündigt sich an der Staatsoper Stuttgart ein Generationenwechsel an. 

 

Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst: „Viktor Schoner ist in der Opernwelt international hervorragend vernetzt und brennt dafür, die Oper in Stuttgart auf höchstem künstlerischen Niveau fortzuführen. Dass er gleichzeitig die Kunstform Oper verstärkt in die Stadtgesellschaft tragen will und die Interimsspielzeiten während der Sanierung des Opernhauses auch als Chance begreift, hat überzeugt. Mit ihm wird in Stuttgart eine Intendantentradition seine Fortsetzung finden, die Oper auf der Basis exzellenter Ensembles und Solisten immer auch als zeitgenössische Kunstform verstanden hat.“ 

 

Oberbürgermeister Fritz Kuhn: „Viktor Schoner überzeugte mit einem klaren künstlerischen Konzept, das auf internationalem musikalischen Niveau, aktuellen Regiehandschriften sowie einem vielfältigen Repertoire beruht. Wichtig ist ihm auch die Suche nach neuen Wegen, um diejenigen zu erreichen, denen der Zugang zur Oper bislang verschlossen blieb. Die Interimszeit während der Sanierungsphase versteht er als Chance, an einem neuen Spielort ein neues Publikum für die Kunstform Oper zu begeistern.“ 

 

Viktor Schoner: „Die einzigartige Stärke von Stuttgart ist die gewachsene Balance aus konsequent dramaturgisch innovativen Inszenierungen, herausragender musikalischer Qualität ohne Star-Allüre und einem neugierigen, kenntnisreichen Publikum, das zu seinem Ensemble- und Repertoirehaus steht. Intern gibt es einen Ensemblegedanken, der die künstlerischen Kollektive, die verschiedenen Gewerke, die Werkstätten ganz selbstverständlich einschließt und der eine unschlagbare Kraft darstellt, wenn alle am gleichen Strang ziehen. Das gibt es in dieser Form kein zweites Mal in Europa und damit auf der Welt. Diese Balance zu erhalten ist mein allererstes Ziel." 

 

Viktor Schoner war ein langjähriger enger Mitarbeiter von Gerard Mortier, dem vielleicht prägendsten Opernintendanten der letzten 30 Jahre. Er war sein persönlicher Referent bei den Salzburger Festspielen, baute mit Mortier die Ruhrtriennale auf und begleitete ihn in der Funktion als Leiter des künstlerischen Betriebsbüros an der Opéra National de Paris Bastille et Garnier. Zur Zeit wirkt Viktor Schoner an der Bayerischen Staatsoper München in der Funktion als Künstlerischer Betriebsdirektor sowie als Stellvertreter des Staatsintendanten. Durch seine beruflichen Erfahrungen ist er hervorragend in der internationalen Opernwelt vernetzt, sei es mit Solisten, Regisseuren oder Dirigenten. 

 

In der Vergangenheit arbeitete Viktor Schoner als Chefdramaturg oder Produzent u.a. mit Robert Wilson, Alain Platel, Emir Kusturica, Christoph Marthaler, Patrice Chéreau, Johan Simon, Valery Gergiev, Kent Nagano und Theodor Currentzis zusammen.   

 

Hintergrund:

Die Suche nach einem neuen Opernintendanten war notwendig geworden, nachdem der bisherige Intendant Jossi Wieler am 1. Oktober 2015 mitteilte, seinen bestehenden Vertrag aus privaten Gründen nicht über 2017/2018 hinaus verlängern zu wollen. Eine rasche Entscheidung über seine Nachfolge war deshalb im Verwaltungsrat der Württembergischen Staatstheater am 16. November 2015 beschlossen worden, da die die Vorbereitungszeit für eine neue Intendanz und Spielzeit mit zwei Jahren äußerst knapp bemessen ist.  

 

Die Württembergischen Staatstheater werden gleichberechtigt von vier Intendanten geleitet. Der Vertrag des geschäftsführenden Intendanten Marc-Oliver Hendriks würde kürzlich bis 2022 verlängert, Armin Petras leitet das Schauspiel bis Sommer 2021 und Tamas Detrich tritt in der Spielzeit 2018/19 die Nachfolge des Ballettintendanten Reid Anderson an. 

 

Die Findungskommission bestand aus: 

  • Ministerin Theresia Bauer MdL
  • Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart Fritz Kuhn
  • Helen Heberer MdL, SPD
  • Sabine Kurtz MdL, CDU
  • Iris Ripsam, Stadträtin CDU
  • Andreas G. Winter, Stadtrat Bündnis 90/ Die Grünen

Die Findungskommission wurde fachlich beraten von Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt seit 2002. Bernd Loebe ist Vorsitzender der Deutschen Opernkonferenz (2010), Mitglied des Kuratoriums der Kulturstiftung der Deutschen Bank und Juror in internationalen Gesangswettbewerben. 
 

Kurzbiografie VIKTOR SCHONER

 

Viktor Schoner war nach seinem Musikstudium viele Jahre enger Mitarbeiter von Gerard Mortier, dem vielleicht prägendsten Opernintendanten der letzten 30 Jahre. Viktor Schoner war sein Persönlicher Referent bei den Salzburger Festspielen, baute mit Mortier die Ruhrtriennale auf und war von 2004-2008 Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros an der Opéra National de Paris Bastille et Garnier. 

 

Seit 2008 ist Viktor Schoner an der Bayerischen Staatsoper München in der Funktion als Künstlerischer Betriebsdirektor sowie als Stellvertreter des Staatsintendanten tätig. Durch seine beruflichen Erfahrungen ist er hervorragend in der internationalen Opernwelt, seien es Sänger, Regisseure oder Dirigenten, vernetzt. 

 

Viktor Schoner arbeitete u.a. mit Robert Wilson, Alain Platel, Emir Kusturica, Christoph Marthaler, Peter Sellars, Patrice Chéreau, Johan Simons, Krysztof Warlikowski, Valery Gergiev, Kent Nagano, Kirill Petrenko und Teodor Currentzis zusammen.


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