Pressemitteilung

Forschung
  • 02.05.2016

Zwei Heidelberger Mediziner mit Bundesverdienstkreuz geehrt

  • Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

    Ministerin Bauer mit den beiden frischgebackenen Preisträgern des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Prof. Wolfgang Eckart (links) und Prof. Thomas Junghanss (rechts)

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer überreicht Auszeichnungen für herausragende Verdienste um das Gemeinwohl an Prof. Dr. Wolfgang Eckart und Prof. Dr. Thomas Junghanss  

In Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um das Gemeinwohl haben Professor Dr. Wolfgang Eckart und Professor Dr. Thomas Junghanss von Bundespräsident Joachim Gauck das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer überreichte die Auszeichnungen am Montag (2. Mai) im Universitätsklinikum Heidelberg. 

Prof. Eckart ist seit 1992 Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, Prof. Junghanss leitet seit dem Jahr 2003 die Sektion Klinische Tropenmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg. 

Ministerin Theresia Bauer würdigte Eckarts herausragendes Engagement für die gesellschaftliche Diskussion schwieriger, medizinethischer Fragen der Gegenwart. „Professor Wolfgang Eckart verschafft Themen Gehör, die gesellschaftlich öfter ausgeblendet werden, aber relevant sind für unser Selbstverständnis und den Umgang miteinander“, so Bauer. Beispielhaft sei hier das von Eckart aufgebaute und geleitete Schulprojekt „Menschenwürde“, über das er es mit großem persönlichen Einsatz verstanden habe, zahlreiche Schüler für die schwierigen und belastenden Fragen eines menschenwürdigen Umgangs mit menschlichem Leben am Lebensanfang und Lebensende zu sensibilisieren.  

Auch die von Prof. Eckart vorgenommene Aufarbeitung der Rolle der Medizin während der NS-Diktatur kläre heutige Generationen darüber auf, dass und auf welche menschenverachtende Weise Ideologien von Ärzten aufgegriffen, radikalisiert und in eine tödliche Praxis umgesetzt wurden. „Die Aufklärung, die das Engagement von Prof. Eckart auf diesem Feld bewirkt, ist als stete Mahnung nötig und für nachkommende Generationen und unsere Gesellschaft als Ganzes fruchtbar“, hob Theresia Bauer hervor. 

Ministerin Bauer würdigte ebenso die herausragenden Verdienste von Professor Thomas Junghanss, die vielen Tausend Menschen in ärmeren Ländern, vor allem in Afrika zugutekämen. Als einer der führenden Tropenmediziner in Deutschland setze er sich weit über den beruflichen Rahmen hinaus für Krankenversorgung, in der Aus-und Weiterbildung sowie der Forschung im Bereich der Tropenmedizin ein. 

„Mit Ihren Projekten, Ihrem Einsatz sorgen Sie dafür, dass viele Menschen aufgrund der Stigmatisierung ihrer Erkrankungen nicht zu Aussätzigen und Geächteten in ihren Gesellschaften werden, sondern durch speziell von Ihnen und Ihrem Team entwickelte innovative Methoden freien Zugang zu Behandlung und damit Chance auf Linderung und Heilung erhalten“, so Bauer. Durch die strikte Ablehnung einer Kommerzialisierung seiner Forschungsergebnisse ermögliche er den so Behandelten ein menschenwürdiges Dasein und sei somit Vorkämpfer für jene, die sonst keine Lobby hätten. Sein Wirken sei für die betroffenen Menschen somit nicht nur von medizinisch, sondern auch sozial unschätzbarem Wert, betonte die Ministerin. 


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