Einrichtung von Zentren für Angewandte Forschung an Fachhochschulen (ZAFH) im Rahmen der Zukunftsoffensive IV unter Beteiligung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
Mit der Gründung von Zentren für Angewandte Forschung (ZAFH) will das Land Baden-Württemberg innovative Forschungsfelder an den Fachhochschulen erschließen und zugleich die regionale Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU-Lissabonstrategie stärken. Die Fachhochschulen des Landes leisten mit ihrer anwendungsbezogenen Forschung und Entwicklung einen wichtigen Beitrag zum Technologietransfer. Sie sind häufig Impulsgeber für die Wirtschaft, die durch die Anwendung von Forschungsergebnissen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern kann.
Die Landesregierung hat für die Einrichtung von Zentren für Angewandte Forschung an Fachhochschulen (ZAFH) ab 2008 Mittel bis zu 12 Mio. Euro zur Verfügung gestellt; die Mittel stammen aus Privatisierungserlösen im Rahmen der Zukunftsoffensive IV. Darüber hinaus leistet die Europäische Union eine ergänzende Kofinanzierung von 5 Mio. Euro. Diese Mittel werden als Teil des „Operationellen Programms 2007 - 2013“ aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für die Förderung von ZAFH bereitgestellt.
Anfang 2008 wurden mit zunächst 6 Mio. Euro - verteilt auf 3 Jahre - vier ZAFH an den Hochschulen Karlsruhe (CCMSE), Ulm (Serviceroboter), Pforzheim (MERSES) und Aalen (PHOTON) geschaffen. Nach einer Evaluierung und positiven Bewertung dieser Forschungsprojekte Mitte diesen Jahres wurde seitens des Wissenschaftsministeriums eine weitere finanzielle Förderung der vier ZAFH im bisherigen Rahmen bis Ende 2012 zugesichert.
Ab 2011 fördert das Wissenschaftsministerium in einer 2. Tranche zwei neue Zentren für Angewandte Forschung (ZAFH), die an den Hochschulen Mannheim (ABIMAS) und Ravensburg-Weingarten (LED-OASYS) eingerichtet und mit je rd. 1,5 Mio. Euro für die nächsten drei Jahre aus ZO IV- und EU-Mitteln finanziert werden. An den beiden neuen Zentren sollen innovative Anwendungen entwickelt werden, die unserer Wirtschaft einen Technologievorsprung sichern. Bei positiver Evaluierung ist ebenfalls eine Verlängerung der Projekte vorgesehen. Bei der Auswahl der Förderfähigkeit wurden neben den Vorgaben von ZO IV (u.a. Gemeinnützigkeit) auch die entsprechenden Projektauswahlkriterien des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) berücksichtigt. Zu nennen sind hier insbesondere die Querschnittziele Nachhaltigkeit und Chancengleichheit.
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