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Hochschule 2012

 

Mit dem Programm "Hochschule 2012" hat die Landesregierung entsprechend der steigenden Nachfrage die Zahl der Studienanfängerplätze an den Hochschulen ausgebaut. Der Ausbau hat das Ziel, den Studienberechtigten in Zeiten einer stark angestiegenen Nachfrage eine faire Chance auf einen Studienplatz zu geben.

 

Die hohe Nachfrage resultiert insbesondere aus der steigenden Zahl junger Menschen, die die Hochschulreife erlangen sowie des hohen Übergangs der Abiturientinnen und Abiturienten ins Studium. Einmalige Ereignisse wie die Aussetzung der Wehrpflicht 2011 oder das Zusammentreffen von zwei Abiturjahrgängen 2012 haben die Nachfrage in den jeweiligen Jahren stark erhöht.

 

Im Rahmen des Programms „Hochschule 2012“ finanziert das Land bereits seit 2007 den Ausbau der Studienkapazitäten an den Hochschulen in Baden-Württemberg. Allein in den Jahren 2007 bis 2014 erhalten die Hochschulen rund 956 Millionen Euro Landesmittel zusätzlich sowie 691 Millionen Euro vom Bund aus dem „Hochschulpakt 2020“. Sie richteten daraus stufenweise rund 22.500 zusätzliche Studienanfängerplätze ein, die jedes Jahr mit Erstsemestern besetzt werden können. In den Jahren 2007 bis 2014 bedeutet das insgesamt rund 107.000 Studienplätze zusätzlich.

 

Mit dem Ausbau trägt die Landesregierung dem wachsenden Bedarf an hoch qualifiziertem Fachkräften Rechnung. Der konkrete Ausbau orientierte sich stark am Bedarf des künftigen Arbeitsmarkts. Deshalb wurden die Ausbauvorschläge der Hochschulen mit den Industrie- und Handelskammern in allen zwölf Regionen des Landes abgestimmt, die ihrerseits Vertreter aus Wirtschaft, Unternehmen und Dienstleistung einbeziehen.

 

Aufgrund der hohen Zahl von Studierenden in Bachelorstudiengängen wird in den kommenden Jahren auch die Nachfrage nach Masterstudienplätzen steigen. Deshalb baut das Land Baden-Württemberg als erstes und bisher einziges Land die Kapazitäten in Masterstudiengängen aus. Der Ausbau im Programm „Master 2016“ beginnt zum Wintersemester 2013/14.

Nachfolgend einige weiterführenden Informationen zum Ausbauprogramm:

Entwicklung der Studienanfängerzahlen

Entwicklung der Studienanfängerzahlen

Seit den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts gibt es einen starken Trend zu steigenden Studienanfängerzahlen. Ein immer größerer Anteil der jungen Menschen erwirbt eine Hochschulzu-gangsberechtigung, von denen eine steigende Zahl auch ein Studium aufnimmt.

 

Mit dem Jahr 2012 stieg die Nachfrage nach Studienplätzen auf einen Höhepunkt an. Der Grund hierfür war das Zusammentreffen von zwei Abiturjahrgängen - dem ersten Jahrgang des achtjährigen Gymnasialzugs und dem letzten Jahrgang des neunjährigen Gymnasialzugs. Bereits 2011 war die Nachfrage durch die Aussetzung der Wehrpflicht stark angestiegen - viele junge Männer nahmen früher ein Studium auf.

 

Aktuelle Prognosen sagen - trotz der Auswirkungen des Geburtenrückgangs -eine langanhaltend hohe Studiennachfrage auch in der Zukunft voraus. Die aktuelle Vorausberechnung der Studienanfängerzahlen der Kultusministerkonferenz, die auch Basis der Ausbauplanungen des Landes ist, geht davon aus, dass die Studiennachfrage bis mindestens ins Jahr 2020 hinein auf einem hohen Niveau verbleibt.

 

Die Entwicklung der Studienanfängerzahlen Prognose und tatsächliche Enwicklung [PDF 26 KB]

 

Kultusministerkonferenz, Studienanfängerzahlen 2012 bis 2025

Finanzierung des Ausbaus

Finanzierung des Ausbaus

Im Rahmen des Programms „Hochschule 2012“ finanziert das Land den Hochschulausbau in den Jahren 2007 bis 2014 mit insgesamt rund 956 Millionen Euro. Die Kofinanzierung erfolgt aus dem zwischen Bund und Ländern geschlossenen Hochschulpakt 2020 der in den Jahren 2007 bis 2015 Bundesmittel in Höhe von 6,6 Milliarden Euro für die Aufnahme von über 509.000 zusätzlichen Studienanfängern in Deutschland vorsieht und damit ebenfalls die Bereitstellung zusätzlicher Studienmöglichkeiten finanziell unterstützt. Baden-Württemberg kann aufgrund des starken Anstiegs der Studienanfängerzahlen allein in den Jahren 2007 bis 2014 rund 691 Millionen Euro Bundesmittel an die Hochschulen weitergeben.

 

Jahr

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

Eingerichtetet
Studienanfängerplätze

3.600

6.300

8.800

12.400

18.500

22.500

19.200

16.300

Finanzierung des Landes BW
("Hochschule 2012")*

20,0

40,0

65,0

113,0

120,0

188,2

204,8

204,8

Finanzierung des Bundes
("Hochschulpakt 2020")

4,6

13,5

23,3

33,1

43,2

137,1

259,1

176,8

* in Millionen Euro

 

Neben Land und Bund leisten auch weitere private und öffentliche Mittelgeber einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung des Studienangebots: durch Kofinanzierung von regionalen Wirtschaftsunternehmen und Kommunen konnten die neuen Hochschulstandorte Campus Tuttlingen (Hochschule Furtwangen), Campus Schwäbisch Hall (Hochschule Heilbronn) sowie der Campus Heilbronn (Duale Hochschule Mosbach) eröffnet werden. Die Mittelgeber leisten einen maßgeblichen Anteil zur Finanzierung der Unterbringung, Erstausstattung und dem laufenden Betrieb der neuen Standorte. Mittels Finanzierung von derzeit rund 150 Stiftungsprofessuren schaffen private und öffentliche Stifter die Voraussetzung zur Aufnahme weiterer Studienanfänger.

 

Maßnahmen im Ausbauprogramm

Maßnahmen im Ausbauprogramm

Aus den Mitteln von Bund und Land werden im Rahmen des Ausbauprogramms „Hochschule 2012“ und des „Hochschulpakts 2020“ folgende Maßnahmen finanziert:

 

Regelausbau: Struktureller Ausbau von insgesamt rund 16.000 zusätzlichen Studienanfängerplätzen mit Schwerpunkt in den am Arbeitsmarkt besonders stark nachgefragten Fächern.

 

Temporäre Überlast: Förderung von insgesamt rund 3.000 befristet eingerichteten Studienan-fängerplätzen. Die Kapazitäten werden temporär ab dem Studienjahr 2011/12 bzw. 2012/13 aufgebaut. Der Ausbau dient insbesondere der Deckung der Nachfragespitze in den Jahren 2011 bis 2013. Bis zum Jahr 2017 werden diese Kapazitäten wieder zurückgebaut.

 

Flexible Ausbaureserve: Ausbau von rund 3.300 Studienanfängerplätzen in besonders stark nachgefragten Studiengängen einmalig im Studienjahr 2012/13. Auf Basis der Einschreibungen der letzten Jahre sowie aktueller Prognosen wurde im Frühjahr 2012 in Abstimmung mit den Hochschulen über Höhe und Verteilung des Ausbaus entschieden.

 

Sonderfonds für Überlastsituationen: Die Hochschulen können bei Vorliegen einer gravierenden Überlastsituation Mittel aus dem Sonderfonds in Höhe von 5,3 Millionen Euro beantragen und beispielsweise für zusätzliche Tutorien, Lehrausstattungen oder die Anmietung von Veranstaltungsräumen verwenden.

 

Zuweisungen für die Aufnahme von Studienanfängern: Die Hochschulen erhalten aus den Bundesmitteln des Hochschulpakts Mittel für jeden gegenüber dem Jahr 2005 zusätzlich aufgenommenen Studienanfänger. In den Jahren 2008 bis 2012 konnte den Hochschulen hierdurch insgesamt rund 141 Millionen Euro zugewiesen werden.

 

Infrastrukturprogramm: Bereitstellung und Finanzierung von 50 zusätzlichen Stellen für Hochschulinfrastruktur, um den administrativen Aufwand der gesteigerten Studierendenzahlen zu bewältigen (Volumen: rund 14,3 Millionen Euro in den Jahren 2011 bis 2017).

 

Raumprogramm: In den Jahren 2012 bis 2017 werden den Hochschulen im Rahmen des Raumprogramms insgesamt 115 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Es wurde ein Ausbaukonzept entwickelt, das für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften und die Duale Hochschule schwerpunktmäßig zusätzliche Anmietungen vorsieht und für die Universitäten bauliche Ertüchtigungs- und Sanierungsmaßnahmen.

 

Mietsonderprogramm Duale Hochschule Baden-Württemberg: Die Duale Hochschule erhält aus dem Programmbudget bereits seit 2008 jährlich 4,3 Millionen Euro für Anmietungen sowie insgesamt 9 Millionen Euro für deren Erstausstattung. In den Jahren 2012 bis 2016 werden die Mittel für Anmietungen um 1,8 Millionen Euro jährlich sowie einmalig für die Erstausstattung um 3 Millionen Euro aufgestockt.

 

Förderung nichtstaatlicher Hochschulen: Private Hochschulen erhalten Mittel für jeden zusätzlichen Studierenden gegenüber dem Jahr 2006. In den Jahren 2008 bis 2012 konnten die nichtstaatlichen Hochschulen hierdurch insgesamt rund 6,5 Millionen Euro vereinnahmen.

Geförderte Hochschulen und Studiengänge

Geförderte Hochschulen und Studiengänge

Die Übersicht zeigt alle im Rahmen des Ausbauprogramms geförderten Studiengänge sowie den Anteil der verschiedenen Hochschularten und Fächergruppen am Gesamtausbau.

 

Ausbau nach Hochschularten, Fächergruppen und Liste der geförderten Studiengänge [PDF 515 KB]

 

Nähere Informationen zu den geförderten Studiengängen finden Sie auf der Studiengangsdatenbank der Seite www.studieninfo-bw.de. Die geförderten Studiengänge sind durch das Logo „2012“ gekennzeichnet.

Aus dem Landtag

Aus dem Landtag

In den Berichten an den Landtag unter dem Titel "Nachhaltige Hochschulplanung" legt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst dem Landtag Rechenschaft ab über den Ausbau der Studienkapazitäten und stellt dies der tatsächlichen Studiennachfrage gegenüber:

 

Bericht aus dem Jahr 2012 über den Ausbau bis zum Jahr 2011:

Bericht an den Landtag "Nachhaltige Hochschulplanung" Drs. 14/2908 vom 30.10.2010 [PDF 199 KB]

Anlage zum Bericht zu Drs. 14/2908

 

Landtagsanfragen

Nachfolgend die Anfragen von Abgeordneten und Fraktionen des Landtags zum Ausbauprogramm:

Landtagsanfragen zum Ausbauprogramm "Hochschule 2012" [PDF 170 KB]

Berichte der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz

Berichte der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK), die die gemeinsame Wissenschaftsförderung von Bund und Ländern koordiniert, verfolgt auch die Umsetzung des Hochschulpakts. In den Berichten der GWK zur Umsetzung des Hochschulpakts legen die einzelnen Bundesländer Rechenschaft ab über ihre Maßnahmen zur Schaffung von Studienkapazitäten.

Bericht zur Umsetzung in den Jahren 2007 bis 2010 und Jahresbericht 2010

Hochschulpakt 2020 - Bericht zur Umsetzung im Jahr 2009

Zweiter Bericht zur Umsetzung des Hochschulpakts 2020- Sachstandsbericht zum Berichtstermin 31. Oktober 2009 [PDF 384 KB]

Versorgung mit Wohnheimplätzen

Versorgung mit Wohnheimplätzen

Baden-Württemberg kann mit 14 Prozent überdurchschnittlich viele seiner Studierenden mit Wohnheimplätzen versorgen. Bundesweit leben 12 Prozent der Studierenden in Wohnheimen der Studentenwerke und anderer Anbieter.

 

Das Land hat das Budget für Investitionen bei den Studentenwerken erhöht. Die Studentenwerke vor Ort entscheiden, ob sie neu bauen, Gebäude kaufen, anmieten oder mehr Privatzimmer an Studierende vermitteln. Bis 2013 werden so weitere 2.600 Wohnheimplätze geschaffen.

 

Der Anteil der Studierenden, die im Elternhaus wohnen, liegt in Baden-Württemberg aufgrund des großen Netzes wohnortnaher Hochschulen höher als im Bundesdurchschnitt (26 Prozent vs. 23 Prozent). Dies entlastet den studentischen Wohnungsmarkt an den Hochschulorten.

 

Die Studentenwerke vermitteln auch Privatzimmer an wohnungssuchende Studierende. Hier konnten in den letzten Jahren durchschnittlich 8.000 Zimmer pro Jahr an Studierende vermittelt werden. Neben den Studentenwerken bieten auch andere Träger (z.B. Kirchen, Vereine, Private, etc.) Wohnraum in Wohnheimen für Studierende an. Das Landeswohnraumförderungsprogramm des Wirtschaftsministeriums fördert den sozialen Mietwohnungsbau durch Private gerade auch in Hochschulstädten. Außerdem bewirkt der landesweite Ausbau der Hochschulen immer zugleich eine Vergrößerung des wohnortnahen Studienangebots. Siehe Studieninfo-BW

 

Die L-Bank hat im Jahr 2011 auf Basis der Wohnraumbeobachtungen den Wohnungsmonitor 2010 herausgegeben. Auf S. 38 ff. werden Angebot und Nachfrage an studentischem Wohnraum gegenübergestellt und Prognosen für die künftige Wohnraumsituation an den einzelnen Hochschulorten abgegeben.

L-Bank Wohnungsmonitor 2010, Kapitel "Studentisches Wohnen" (S. 38 ff.) [PDF 801 KB]

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Kategorie: Studium, Bachelor Master, Hochschule 2012, Master 2016

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Kategorie: Hochschulen, Studium, Hochschule 2012