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Studienmodelle individueller Geschwindigkeit

 

Immer mehr junge Menschen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, Interessen und Begabungen studieren an den Hochschulen im Land. Notwendig sind deshalb differenzierte Angebote mit flexiblen Strukturen, die je nach individuellem Bedarf auch unterschiedliche Geschwindigkeiten ermöglichen. Manche Studierende benötigen mehr Unterstützung als andere, beispielweise durch Brücken- oder Stützkurse, damit der Studienstart erfolgreich verläuft. Nur rund die Hälfte der Studierenden verfügt über ein klassisches Abitur, daneben gibt es zahlreiche andere Zugangswege an die Hochschulen. Entsprechend vielfältig sind die Bildungsbiografien.

 

Das bundesweit vielbeachtete Landesprogramm „Studienmodelle individueller Geschwindigkeiten“ ermöglicht ein flexibles Studium. Acht Millionen Euro stehen für fünf Jahre zur Verfügung. Derzeit erproben zwölf Hochschulen in Baden-Württemberg die neuen Modelle. 

 

In einem Feld von 30 Anträgen haben sich in dem im Dezember 2009 ausgeschriebenen Programm Anträge der Universitäten Heidelberg, Hohenheim, Ulm und - mit einem gemeinsamen Projekt - Karlsruhe (KIT) und Stuttgart, der Fachhochschulen Esslingen, Heilbronn, Karlsruhe, Nürtingen/Geislingen, Offenburg und Stuttgart (HfT) sowie der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen durchgesetzt. Der Gutachtergruppe gehörten vier von verschiedenen Rektorenkonferenzen benannte externe und unabhängige Sachverständige an.

 

Modellübergreifende Wirkungsforschung

 

Um die Studienmodelle in ihrer Wirkung noch besser einschätzen zu können, beauftragte das Wissenschaftsministerium die HIS GmbH mit einer modellübergreifenden Wirkungsforschung zum Förderprogramm. Es geht darum mögliche Erfolgsfaktoren für gute Studienstrukturen zu identifizieren. Diese sollen später in der Breite übertragen werden können.