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Rolle der Universitäten im Europäischen Forschungsraum

 

Universitäten spielen eine Schlüsselrolle für Europas Zukunft und für den erfolgreichen Übergang zu einer wissensbasierten Wirtschaft und Gesellschaft. Das Wachstum der Wissensgesellschaft ist abhängig von der Schaffung neuen Wissens, seiner Vermittlung durch die allgemeine und berufliche Bildung, seiner Verbreitung mittels Informations- und Kommunikationstechnologien und seiner Anwendung in Industrie und Dienstleistungen. Die Universitäten haben hier eine Sonderstellung, denn sie sind unmittelbar in alle diese Prozesse involviert. Ihnen kommt eine Schlüsselrolle zu in den Bereichen Forschung und Verwertung der Forschungsergebnisse (durch Kooperationen mit der Industrie und Spin-off-Unternehmen), im Bereich Lehre und Ausbildung sowie in der regionalen und lokalen Entwicklung.

 

In der neuen Langzeitstrategie „EUROPA 2020 - Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ , die die Lissabon-Strategie ablöst, werden die europäischen Hochschulen insbesondere in den sogenannten Leitinitiativen „Innovationsunion“ und „Jugend in Bewegung“ vor neue Herausforderungen gestellt.

 

Ziel der „Innovationsunion“ ist die Neuausrichtung von Forschungs- und Entwicklungs- und der Innovationspolitik auf die Herausforderungen an unsere Gesellschaft wie Klimawandel, Energie- und Ressourceneffizienz, Gesundheit und demographischer Wandel.

 

Mit der Leitinitiative „Jugend in Bewegung“ wird das Ziel verfolgt, die Leistung und internationale Attraktivität der Höheren Bildungseinrichtungen Europas zu steigern, die Qualität der allgemeinen und beruflichen Bildung in der EU insgesamt durch Exzellenz zu verbessern und die Mobilität von Studenten und Forschern zu fördern.“

 

Die EU braucht ein intaktes, sich entwickelndes Hochschulwesen, und die europäischen Universitäten müssen exzellente Leistungen erbringen, um das „EUROPA  2020“ - Ziel zu erreichen. Sie müssen in der Lage sein, eigene Strategien zu entwickeln, sich auf europäischer und internationaler Ebene zu positionieren und ihre Tätigkeiten optimaler mit in der Gesellschaft und Industrie bestehenden Bedürfnissen zu verknüpfen. Um dieses Ziel zu erreichen ist auch ein hoher Grad an Vernetzung erforderlich.

 

So haben sich in der League of European Research Universities (LERU) 22 besonders forschungsstarke Universitäten in Europa zusammengeschlossen. Besonderer Fokus dieser Organisation liegt auf der europäischen Hochschulbildung und Forschungspolitik mit dem Ziel, durch direkte Mitsprache und nachhaltigen Einfluss diese Bereiche auf europäischer Ebene mitzugestalten. Zu den LERU-Mitgliedsuniversitäten gehören die Universitäten Heidelberg und Freiburg.

 

Im Consortium Linking Universities of Science and Technology for Education and Research (CLUSTER), dem insgesamt 13 Universitäten angehören, ist das KIT als baden-württembergische Hochschuleinrichtung vertreten. CLUSTER widmet sich primär der Zusammenarbeit in Forschung, Bildung und Innovation.