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INTERREG

 

Das neue Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ im Rahmen der EU Strukturpolitik 2007 bis 2013 stellt die Fortsetzung der Gemeinschaftsinitiative INTERREG dar, die 1989 durch die Europäische Kommission ins Leben gerufen wurde. Aus diesem Grund wird diesbezüglich häufig von „INTERREG IV“ gesprochen. Für den Zeitraum 2007 bis 2013 stehen hierfür EU-weit Mittel in Höhe von 7,752 Milliarden Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bereit.

Das INTERREG-Programm fördert grenzübergreifende Maßnahmen z.B. in den Bereichen Infrastruktur, Umweltschutz, Bildung und Forschung, Raumplanung oder Kultur. Ziel ist es, sicherzustellen, dass nationale Grenzen eine ausgewogene Entwicklung und Integration des europäischen Raumes nicht behindern, sondern die Grenzräume für ihre Bürger als Chance begriffen werden.  

Es werden drei Programmteile unterschieden:

  • Interreg IV A: Grenzübergreifende Zusammenarbeit. Auf der Basis gemeinsamer Strategien sollen die räumliche Entwicklung gefördert und grenzübergreifende wirtschaftliche, innovative und soziale Pole geschaffen werden.
  • Interreg IV B: Transnationale Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und lokalen Behörden zur Förderung der räumlichen Integration mit den Beitrittskandidaten der EU und anderen Drittländern.
  • Interreg IV C: Interregionale Zusammenarbeit zum Aufbau von Netzwerken zwischen Regionen. Die Instrumente der Regionalentwicklung und Kohäsion werden dabei gefördert.

 

Für Hochschulen, Berufsakademien und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg sind insbesondere folgende INTERREG-Programme von Relevanz, in deren Rahmen jeweils auch Projekte im Bereich von Bildung, Forschung und Innovation gefördert werden:

  • INTERREG IV A Oberrhein: Das Programm reicht von Rheinland-Pfalz über Baden-Württemberg und das Elsass bis in die Schweiz.
    Im Rahmen der Wissenschaftsoffensive der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) können nunmehr bis 2015 grenzüberschreitende Leuchtturmprojekte im Bereich Forschung und Innovation gefördert werden. Durch die Verknüpfung einer Förderung aus dem Programm INTERREG IV A Oberrhein mit zusätzlichen Mitteln der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie der Région Alsace bietet die Wissenschaftsoffensive eine umfangreiche finanzielle Unterstützung für grenzüberschreitende Projektverbünde (Antragsfrist: 02.01.2012).
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  • INTERREG IV A Alpenrhein - Bodensee - Hochrhein: Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und der Schweiz entlang des Bodensees.
  • INTERREG IV B Central Europe: Das Programm fördert mit einem Mittelvolumen von ca. 231 Mio. Euro Aktivitäten zwischen Partnern aus Österreich, der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, der Slowakischen Republik und Slowenien.
  • INTERREG IV B Northwest Europe NWE: Siehe "Weitere Informationen"
  • INTERREG IV C: Das Programm fördert Kooperationen zum Wissens- und “Best practice”-Transfer zwischen allen EU Regionen sowie der Schweiz und Norwegen (nur unter Beteiligung von Gebietskörperschaften). Eine der Hauptprioritäten ist hierbei die Förderung der “Innovations- und Wissensgesellschaft“.