Afrika

 

Die Beziehungen zu afrikanischen Staaten konzentrieren sich auf die kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Ägypten und Südafrika. Baden-Württemberg ist Gründungspate der German University Cairo (GUC), an der die Universitäten Stuttgart, Tübingen und Ulm als deutsche Patenhochschulen beteiligt sind. Die GUC nahm im Oktober 2003 den Studienbetrieb auf. Die Privatuniversität in Kairo ermöglicht ein Studium nach deutschem Vorbild. Derzeit studieren an der GUC rund 8.500 Personen.

 

Die Gründung der German University of Cairo gilt als eine Erfolgsgeschichte des deutschen Bildungsexports. Die Gründungsuniversitäten Stuttgart und Ulm unterzeichneten im Jahr 2008 neuen Kooperationsvertrag, der die Zusammenarbeit mit der GUC für die nächsten fünf Jahre gestaltet. Schwerpunkt soll der Ausbau der Forschungskompetenz der GUC mit Unterstützung der baden-württembergischen Partner sein. Das MWK hat seine Unterstützung durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit der GUC im Jahr 2010 erneut zum Ausdruck gebracht.

 

Im Rahmen der Hochschulpartnerschaften mit Südafrika stellt das Wissenschaftsministerium den Hochschulen jährlich Stipendien für südafrikanische Studierende und Nachwuchswissenschaftler zur Verfügung. Aufnehmende Universitäten sind insbesondere Tübingen, Konstanz sowie die Hochschule Konstanz. In Südafrika werden überwiegend Hochschulen in den Provinzen Western Cape und KwaZulu-Natal in den bilateralen Studierendenaustausch einbezogen.

Beispielhaft für die Zusammenarbeit mit Südafrika kann darüber hinaus das Informationsseminar der Universität Tübingen für Studierende verschiedener südafrikanischer Hochschulen genannt werden, das vom Wissenschaftsministerium gefördert wird. Die Kurse dienen unter anderem der Vorbereitung auf einen späteren Studienaufenthalt in Baden-Württemberg.

 

Das Arnold-Bergstraesser-Institut (ABI) wurde 1959 von Arnold Bergstraesser, Professor für Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Freiburg, als unabhängige sozialwissenschaftliche Arbeitsstelle für kulturwissenschaftliche Forschung gegründet. Als Institut der Universität Freiburg liegt sein Schwerpunkt auf der sozialwissenschaftlichen Forschung über und mit Entwicklungsländern in vergleichender Perspektive. Dabei steht der Themenbereich „demokratische Konfliktregelung“ und „good governance“ in Ländern auf der Südhalbkugel sowie die Politikberatung im Vordergrund seiner Arbeit. Das ABI erhält seine Grundfinanzierung vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg.