Asien
Baden-Württemberg verfügt über langjährige Partnerschaften im asiatischen Raum. Die Gruppe der asiatischen Partnerländer umfasst sowohl Industrieländer (Japan, Singapur, China) als auch Schwellen- und Entwicklungsländer (Malaysia, Indonesien, Thailand, Vietnam).
Zur Pflege des wissenschaftlichen Austauschs unterhalten die Universitäten Tübingen, Stuttgart und Hohenheim das Deutsch-ostasiatische Wissenschaftsforum e. V. (DOAW) mit Sitz in Tübingen. Im Rahmen des DOAW stehen die wissenschaftlichen Beziehungen mit China, Japan und Korea im Vordergrund. In diesem Zusammenhang finden u.a. regelmäßig wissenschaftliche Workshops statt.
Japan, China, Singapur
Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen in Japan und Baden-Württemberg besteht aus vielfältigen bilateralen Aktivitäten und Kooperationen. Ein Schwerpunkt liegt bei den Universitäten Tübingen, Heidelberg, Karlsruhe und Freiburg.
Die Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China ist zentraler Bestandteil der internationalen Wissenschaftspolitik des Wissenschaftsministeriums. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Kooperation mit den Stadtregionen Beijing und Shanghai sowie mit den Provinzen Jiangsu, die Basis für bilaterale Hochschulkooperationen. Es existieren rund 90 formelle Partnerschaften zwischen Hochschulen in Baden-Württemberg und China.
Die vom Wissenschaftsministerium geförderte Forschungskooperation konzentriert sich auf den Bereich der Lebenswissenschaften.
Singapur
Singapur gehört für Baden-Württemberg zu den Schwerpunktregionen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Im Jahr 2006 unterzeichnete Minister a.D. Prof. Dr. Peter Frankenberg ein Kooperationsabkommen mit der National University of Singapore (NUS), welches 2011 verlängert wurde. Dadurch wird der Austausch von Graduierten und Nachwuchswissenschaftlern mit den neun Landesuniversitäten gefördert. Zudem bietet die Universität Stuttgart Sprachkurse für Studierende aus Singapur an. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Zusammenarbeit zwischen der NUS und dem Deutschen Krebsforschungszentrum. Anlässlich der hierzu stattfindenden Fachtagungen in Singapur und Baden-Württemberg in den Jahren 2007, 2008 und 2010wurden erste bilaterale Projekte vorgestellt. 2011 fand eine weitere Konferenz in Freiburg statt.
Indien, Indonesien, Malaysia, Thailand, Vietnam
In Südasien und Südostasien gehören Indien, Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam zu den Schwerpunktländern der wissenschaftlichen Zusammenarbeit.
Unter den bestehenden Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Indien verfügt die Universität Heidelberg über besonders enge Kontakte. Durch das Südasien-Institut werden vielfältige Austauschprogramme und Forschungsprojekte in Indien sowie in Sri Lanka und Nepal koordiniert und umgesetzt.
Im März 2008 unterzeichnete Baden-Württemberg gemeinsam mit Hessen eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung des Aufbaus der Vietnamesisch-Deutschen Universität (VGU). Die VGU wurde in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, am 10. September 2008 eröffnet. Die VGU wird den Austausch in Lehre und Forschung zwischen Baden-Württemberg und Vietnam stärken.
Im Jahr 1997 unterzeichnete das Wissenschaftsministerium ein Memorandum of Understanding mit Malaysia. Ziel ist es, den besten malaysischen Schulabgängern mit einem Stipendium der malaysischen Regierung ein Studium an den baden-württembergischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) zu ermöglichen.
Die Austauschvereinbarung hat sowohl in Deutschland als auch in Malaysia große Beachtung gefunden und wird als Modellbeispiel für ähnliche Vereinbarungen mit anderen deutschen Bundesländern angesehen.
Israel
Baden-Württemberg und Israel unterhalten enge wissenschaftspolitische und kulturelle Beziehungen. Im Bereich der Hochschulkooperationen arbeiten Akteure aus beiden Ländern in Stipendienprogrammen, gemeinsamen Forschungsvorhaben und wissenschaftlichen Veranstaltungen zusammen. Dabei steht die Zusammenarbeit baden-württembergischer Hochschulen mit dem Weizmann Institut, der Hebrew University und der Universität Haifa im Vordergrund. Der Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern wird auch über Mittel des baden-württembergischen Landtags gefördert.




![Broschüre Study & Research [PDF 3.7 MB]](typo3temp/pics/386b566ad4.jpg)