Westeuropa
Die deutsch-französischen Beziehungen stehen im Fokus der internationalen Zusammenarbeit des Landes mit einem westeuropäischen Nachbarland. Zwischen Frankreich und Baden-Württemberg bestanden im Jahr 2011 rund 350 Kooperationen im Hochschulbereich. Diese Vereinbarungen bilden die Grundlage für einen intensiven Wissenschaftler- und Studierendenaustausch, insbesondere auch unter Nutzung des Förderprogramms Lebenslanges Lernen (z. B. Erasmus) der Europäischen Union. Bei der Entwicklung integrierter deutsch-französischer Studiengänge unter dem Dach der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) nimmt Baden-Württemberg eine Spitzenstellung ein. Baden-Württembergische Hochschulen sind an einer Vielzahl der 135 Studiengänge der DFH beteiligt. Baden-Württemberg trägt maßgeblich zur Finanzierung der DFH bei.
Neben der Zusammenarbeit im Rahmen der „Vier Motoren für Europa“ sind das Deutsch-Französische Institut (dfi) in Ludwigsburg, das Deutsch-Französische Institut für Umweltforschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg Ausdruck der deutsch-französischen Kooperation im Forschungsbereich, die vom Wissenschaftsministerium unterstützt werden.
Zum Wintersemester 2010/11 waren 1.435 französische Studierende an baden-württembergischen Hochschulen eingeschrieben. Ihre Zahl hat sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt.
Zwischen den Hochschulen in Baden-Württemberg und Italien bestehen aktuell über 160 Kooperationen. Besonders hervorzuheben sind die beiden Italien-Zentren an den Universitäten Stuttgart und Heidelberg. Darüber hinaus ist das Wissenschaftsministerium Gründungsmitglied des deutsch-italienischen Kulturinstituts Villa Vigoni. Die italienische Region Lombardei ist dem Land Baden-Württemberg durch die Partnerschaft der „Vier Motoren für Europa“ besonders verbunden.
Die Kooperation mit Österreich ist durch die Zusammenarbeit mit der Region Vorarlberg im Rahmen der Internationalen Bodensee-Hochschule geprägt.
Die Zusammenarbeit mit der Schweiz findet schwerpunktmäßig durch die Förderung der Europäischen Konföderation der Universitäten am Oberrhein (EUCOR) sowie der Internationalen Bodenseehochschule (IBH) statt. Darüber hinaus schloss das Wissenschaftsministerium im Februar 2007 ein Abkommen mit dem europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf ab, das die Entsendung von Studierenden der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in das „CERN Technical Student Programme“ vorsieht.

![Broschüre Study & Research [PDF 3.7 MB]](typo3temp/pics/5a1d6d2979.jpg)