Interkulturelle Kulturarbeit
Interkulturelle Kulturarbeit ist ein wichtiger Schwerpunkt der Kunstpolitik des Landes. Zur besseren Teilhabe am kulturellen Leben und am interkulturellen Austausch soll die Vernetzung und die interkulturelle Öffnung der Kultureinrichtungen gefördert werden. Unterstützt werden insbesondere interkulturelle Kunst - und Kulturprojekte sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung in diesem Bereich.
Seit März 2009 werden vom Kunstministerium zwei- bis dreimal jährlich Arbeitstreffen Interkulturelle Kulturarbeit veranstaltet, an denen Vertreterinnen und Vertreter von Kultur- und Integrationsämtern, Verbänden, Hochschulen und Kulturschaffende aus Baden-Württemberg teilnehmen. Im Sinne von Theorie und Praxis-Diskursen werden vorbildliche Projekte vorgestellt und Experten zu spezifischen Themen eingeladen. Ziele sind dabei vor allem der Erfahrungsaustausch, die Anregung von Kooperationen und die interkulturelle Öffnung der Kultureinrichtungen.
Im Rahmen des Projekts „Kunst und Integration“ der bisherigen Nachhaltigkeitsstrategie des Landes haben unter Federführung des Kunstministeriums die sechs „Modellkommunen“ Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Mannheim, Heilbronn und Schwäbisch Hall und der Städtetag Baden-Württemberg, Kultureinrichtungen, die Stiftung Würth (Schwäbisch Hall), die Hector Stiftung (Mannheim) und die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart finanziell und ideell ressortübergreifend zusammengewirkt, um künstlerische und pädagogische Modellprojekte zu erarbeiten. In den Jahren 2011 bis 2013 finden in den genannten Kommunen Kooperationsprojekte interkulturellen Inhalts in Kultur- und Bildungseinrichtungen statt, mit dem Ziel, die interkulturelle Kompetenz der Projektteilnehmer zu stärken und das Knüpfen und Pflegen von Netzwerken voranzutreiben. Der Kreis der Projektteilnehmer soll auf andere Kommunen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Stiftungen, Kultureinrichtungen und weitere Akteure übertragen werden.


