Soziokultur
Soziokulturelle Zentren spielen in Baden-Württemberg eine wichtige Rolle bei der Vermittlung eines breiten, spartenübergreifenden Kulturangebots, das vom Theater über den Film bis zum Tanz und zu Ausstellungen reicht.
Fast die Hälfte der mehr als 50 Einrichtungen, die Mitglied im Dachverband der „Lan-desarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und Soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg e.V.“ (LAKS) sind, kommen aus Orten mit weniger als 50.000 Einwohnern. Diese geographische Verteilung entspricht nicht nur dem Grundprinzip der „Dezentrali-tät“, die eine der vier Säulen für die Kulturpolitik in Baden-Württemberg darstellt. Deut-lich wird damit auch der unverzichtbare Beitrag dieser Einrichtungen für die Kulturarbeit vor Ort in den Gemeinden und Städten im Land.
Die finanzielle Förderung Soziokultureller Zentren durch das Land ist grundsätzlich auf vier Gebieten möglich: für die laufende Programmarbeit, für Projekte sowie für Bau- und Ausstattungsmaßnahmen. Zu den Voraussetzungen für eine Landesförderung gehört, dass sich die jeweilige Sitzkommune ebenfalls mit einem Zuschuss beteiligt.
Vergeben werden die Landesmittel auf Antrag der Einrichtungen in einem jährlichen Vergabeverfahren. Dabei entscheidet das Kunstministerium nach Beratung in der sog. Vergabesitzung mit Vertretern der vier Regierungspräsidien und der LAKS über die Verteilung der Zuschüsse. Diese konnten innerhalb von drei Jahren um eine Viertel Million Euro auf mehr als 1,9 Mio. Euro in 2009 gesteigert werden.
Zehn Jahre nach Inkrafttreten der ersten Fördergrundsätze gilt seit 2009 eine neue Verwaltungsvorschrift für die Bezuschussung Soziokultureller Zentren und Kulturinitiativen durch das Land. Sie berücksichtigt aktuelle Entwicklungen ebenso wie Empfehlun-gen des Rechnungshofes Baden-Württemberg und Wünsche der Einrichtungen selbst.
Entstanden ist die neue Verwaltungsvorschrift in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Kunstministeriums unter Beteiligung des Finanzministeriums, der Regierungspräsidien, des Städtetages, der Kulturämter der Städte Karlsruhe und Stuttgart sowie der LAKS.



