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Nichtstaatliche Museen

 

Neben den großen staatlichen Museen von internationalem Rang und den wichtigen städtischen Museen wie den Kunsthallen in Mannheim und Tübingen, den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim und dem Kunstmuseum Stuttgart gibt es in Baden-Württemberg eine weit verzweigte Museumsszene mit mehr als 1.200 Einrichtungen in nichtstaatlicher Trägerschaft. Meist handelt es sich um Heimatmuseen oder thematisch angelegte Museen, die von Gemeinden, Vereinen, Kirchen, Firmen oder Privatpersonen getragen werden. Zu den Spezialmuseen, an denen das Land beteiligt ist, gehören das Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim und das Wehrgeschichtliche Museum in Rastatt.

 

Für die Beratung der Träger in fachlichen und organisatorischen Fragen und ihre finanzielle Förderung ist die Landesstelle für Museumsbetreuung in Stuttgart zuständig. Sie betreut auch den elektronischen Museumsführer, der über Ausstellungsangebote und Öffnungszeiten der Museen im Land informiert.

 

Eine vorbildliche private public partnership sind die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden und die Sammlung Frieder Burda eingegangen. Ähnliches gilt für das Museum für Neue Kunst im Zentrum für Kunst- und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe, das mit privaten Sammlern und auch mit Firmensammlungen kooperiert. Weitere private Sammler haben neue Museen bzw. Ausstellungsräume errichtet, z.B. die Sammlung Grässlin in Sankt Georgen oder die Sammlung Weishaupt in Ulm. Im September 2005 wurde mit dem Ritter-Museum in Waldenbuch bei Stuttgart ein weiteres Kunstmuseum in privater Trägerschaft eröffnet.

 

Besondere Aufmerksamkeit verdienen zahlreiche Firmenmuseen in Baden-Württemberg, darunter das Mercedes-Benz- und das Porsche-Museum in Stuttgart, das Würth-Museum in Künzelsau und die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall oder das Vitra-Design-Museum in Weil am Rhein.