Zweite Runde im Spitzencluster-Wettbewerb: Cluster aus Baden-Württemberg erhält Bundesförderung - Erfolg für Freiburg
Wissenschaftsminister Frankenberg und Wirtschaftsminister Pfister: Die Leistungsfähigkeit der Mikrosystemtechnik im Südwesten wurde erneut unter Beweis gestellt
Eine Clusterinitiative aus Baden-Württemberg wird in der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundes gefördert. Das in Freiburg koordinierte Mikrosystemtechnik-Cluster „MicroTEC Südwest“ ist eines von bundesweit fünf Clustern, die jetzt gefördert werden. Eine Förderung erhält auch ein länderübergreifendes Software-Cluster, an dem das Karlsruher Netzwerk Cyberforum als Partner beteiligt ist.
„Der Erfolg des Spitzenclusters belegt die Stärke der Mikrosystemtechnik in Baden-Württemberg. Die Förderung dieses Netzwerks aus führenden Wissenschaftseinrichtungen, großen Unternehmen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen wird die Innovationskraft im Land nachhaltig stärken, insbesondere werden die damit in Verbindung stehenden Technologietransfer- und Dienstleistungseinrichtungen an Profil gewinnen können. Das Qualitätssiegel ‚Spitzencluster‘ wird sich positiv auf die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit auswirken“, sagten Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg und Wirtschaftsminister Ernst Pfister am 26. Januar in Stuttgart.
Insgesamt stünden für den Spitzencluster bis zu rund 40 Mio. Euro an Bundesmitteln zur Verfügung, die von der Wirtschaft in gleicher Höhe ergänzt würden. Das Land unterstütze die baden-württembergischen Initiativen mit je bis zu fünf Mio. Euro in einem Zeitraum von fünf Jahren.
Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in Forschung und Entwicklung habe im Land eine lange und erfolgreiche Tradition, betonten die Minister. Dies werde durch die großen Erfolge baden-württembergischer Antragsteller in den beiden ersten Förderrunden des Spitzenclusterwettbewerbs eindrücklich bestätigt. Nachdem Baden-Württemberg schon in der ersten Antragsrunde des Spitzenclusterwettbewerbs im Jahr 2008 mit zwei von insgesamt fünf geförderten Clustern überdurchschnittlich erfolgreich gewesen sei, lägen nun drei von insgesamt zehn deutschen Spitzenclustern im Land. Dies unterstreiche, dass der Ansatz der Landesregierung zur Förderung von Clusterinitiativen richtig sei und auf einen fruchtbaren Boden falle.
Der Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert besonders leistungsfähige Netzwerke aus Wissenschaft und Wirtschaft (www.spitzencluster.de). Vorgesehen sind drei Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa anderthalb Jahren. In jeder der drei Wettbewerbsrunden werden bis zu 200 Millionen Euro für jeweils bis zu fünf Spitzencluster über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren zur Verfügung gestellt.
Auch in der ersten Runde war der Wettbewerb in Baden-Württemberg auf breite Resonanz gestoßen. Fünf der acht an den Start gegangenen baden-württembergischen Initiativen gelangten in die Endauswahl. Die beiden in der Metropolregion Rhein-Neckar beheimateten Cluster „Forum Organic Electronics“ und „Bio RN – zellbasierte und molekulare Medizin“ gehörten zu den insgesamt fünf Siegern der ersten Runde.
Das jetzt geförderte Cluster:
MicroTEC Südwest
Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (MST BW)
Peter J. Jeuk (Geschäftsführer)
Emmy-Noether-Straße 2
79110 Freiburg
Tel.: 0761 897598-75
Fax.: 0761 897598-78
E-Mail: peter.jeuk@mstbw.de
Web: www.mstbw.de
Mit Global Playern sowie vielen innovativen mittelständischen Unternehmen bildet MicroTEC Südwest eine branchenübergreifende Basis für zukünftige Leitinnovationen und Wachstum.
Mittelfristig werden in den Themenfeldern „Mobilität“ und „Gesundheit“ radikale Veränderungen erwartet. Entsprechend bündelt der Cluster zunächst seine Kräfte in den Leuchttürmen „In-vitro-Diagnostik“, der mit dem Leitunternehmen Roche Diagnostics wesentlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität des Patienten beiträgt und hochwertige Diagnosen und die Überwachung therapeutischer Maßnahmen ermöglicht sowie dem Leuchtturm „Robuste und effiziente Sensorik“ mit dem Leitunternehmen Robert Bosch. Hier werden insbesondere Sensoranwendungen für den Automobilbereich zur Verkehrssicherheit und zur Reduktion des Energieverbrauchs entwickelt.
Erkenntnisse aus den Leuchttürmen werden in andere Anwendungen und Branchen des Clusters diffundieren.
Der Cluster strebt eine deutliche Steigerung des Weltmarktanteils an. Mit seiner langfristig angelegten Strategie ist er ein Garant für neue Produkte, Dienstleistungen und nachhaltige Beschäftigungsentwicklung.
Der Verband Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg e.V. (MST BW) ist mit dem Management von MicroTEC Südwest beauftragt.
