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Bachelor und Master

 

Die baden-württembergischen Hochschulen haben einen erfolgreichen Prozess der Internationalisierung und Modernisierung durchlaufen. Dazu gehört die Umstellung der Studiengänge und Abschlüsse von Diplom und Magister auf Bachelor und Master. Grundlage ist die Bologna-Erklärung aus dem Jahr 1999, mit der die Bildungsminister aus 29 europäischen Ländern die Weichen für die Schaffung eines Europäischen Hochschulraums und die Angleichung ihrer Studiensysteme gestellt haben.

 

Gut zehn Jahre nach den Bologna-Beschlüssen ist die Umstellung der Studiengänge abgeschlossen. Die gestiegenen und weiter steigenden Studierendenzahlen belegen, dass der Bologna-Prozess der richtige Weg ist, um einer großen Anzahl von jungen Menschen zu einem akademischen Beruf zu verhelfen und gleichzeitig den Nachwuchs für Wissenschaft und Forschung zu sichern.

 

Das Hochschulstudium soll nicht wie im vergangenen Jahrhundert nur einem kleinen Teil der Bevölkerung offen stehen, sondern breiten Bevölkerungsschichten zu einer guten Ausbildung verhelfen. Diese höhere Studierneigung entspricht den Empfehlungen der OECD zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaften und ist zwischenzeitlich auch in Deutschland statistisch nachweisbar.

 

Die Umsetzung der Bologna-Reform machte in einigen Bereichen Nachjustierungen notwendig. Verschiedene Aspekte der Reform wurden zunächst in einem Bologna-Kongress des Wissenschaftsministeriums im März 2010, daran anschließend vertieft in vier Workshops erörtert und bearbeitet. Teil dieses Prozesses ist es, die Studierenden viel stärker in die Gestaltung guter Lehre einzubeziehen. Das Wissenschaftsministerium wird ab dem Jahr 2012 erstmals direkte Gesprächskreise mit den Studierenden über die Hochschullehre einrichten. Damit wird der Koalitionsvertrag der grün-roten Landesregierung umgesetzt. Die Studierenden sind nämlich die besten Experten, wenn es um die Hochschullehre geht.

 

Ein wichtiges Dokument auf dem Weg zu einer höheren Akzeptanz der Bologna-Reform stellt die gemeinsame Erklärung von Wissenschaftsministerium und den Arbeitgebern Baden-Württembergs dar. Darin enthalten ist das Bekenntnis der Arbeitgeber zum Bachelorabschluss. Es zeigt sich, dass der Bachelorabschluss berufsbefähigend ist und die Arbeitgeber die Bachelorabsolventen gerne aufnehmen. Teil der Bologna-Reform ist damit auch das lebenslange Lernen, das viel stärker in den Blickpunkt gerät. Es gibt einen Kulturwandel weg vom einmaligen Studium vor dem Berufsleben und hin zu wissenschaftlicher Weiterbildung während der Berufstätigkeit. Deshalb unterstützt das Wissenschaftsministerium die „Servicestelle HOCHSCHULE-WIRTSCHAFT“. Mit dieser Servicestelle sollen die Betriebe ermuntert werden, in die wissenschaftliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren. Gleichzeitig akquiriert die Servicestelle die passenden Weiterbildungsangebote der Hochschulen.

Meldungen

Wissenschaftsministerium, Arbeitgeberverband und Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft präsentieren Servicestelle für wissenschaftliche Weiterbildung

24.10.2011

Gemeinsame Erklärung zum Bologna-Prozess verabschiedet Wissenschaftsministerin Bauer und Arbeitgeberpräsident Hundt: Bologna ist richtige Antwort auf das Erfordernis lebenslangen Lernens – klares Bekenntnis zur zweistufigen...[mehr]