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Bachelor und Master

 

Die baden-württembergischen Hochschulen befinden sich schon seit einigen Jahren in einem Prozess der Internationalisierung und Modernisierung. Dazu gehört auch die Umstellung der Studiengänge vom Diplom- und Magisterabschluss auf die neuen gestuften Bachelor- und Masterabschlüsse. Grundlage dafür ist die Bologna-Erklärung aus dem Jahr 1999, mit der die Bildungsminister aus 29 europäischen Ländern die Weichen für die Schaffung eines Europäischen Hochschulraums und die Angleichung ihrer Studiensysteme gestellt haben. Diese grundlegende Studienreform wird bis 2010 abgeschlossen sein.

 

Gut zehn Jahre nach den Bologna-Beschlüssen ist Zeit für eine Zwischenbilanz. Diese zeigt zum einen nachdrücklich die Notwendigkeit des Bologna-Prozesses: bei gestiegenen und weiter steigenden Studierendenzahlen ist Bologna der einzige Weg, eine große Anzahl von jungen Menschen zu einem akademischen Beruf zu verhelfen und gleichzeitig den Nachwuchs für Wissenschaft und Forschung zu sichern. Zum anderen muss die Kritik an der Umsetzung des Bologna-Prozesses Anlass sein, darüber nachzudenken, wie die Umstellung weiter erfolgreich vorangebracht werden kann. So sprechen alle bisherigen Analysen dafür, stärker auf Qualität als auf Formalien zu achten und die Vorgaben flexibler umzusetzen. Die Hochschulen müssen die Spielräume nutzen, die ihnen das System heute schon bietet. Dazu gehört die Bandbreite von drei bis vier Jahren bei der Festsetzung der Regelstudienzeit für Bachelorstudiengänge.

 

Auf einem vom Wissenschaftsministerium am 8. März 2010 veranstalteten Kongress werden Experten aus dem In- und Ausland über die Bologna-Reform und ihre optimierte Weiterführung diskutieren.

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