Podienreihe "Der wissenschaftliche Nachwuchs im Fokus"

Ministerin Bauer im Gespräch

Der wissenschaftliche Nachwuchs im Fokus

  • Foto: Philipp Roth/Universität Heidelberg

    Erster Termin: Ministerin Bauer am 12. Mai 2015 an der Universität Heidelberg

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  • Foto: Philipp Roth/Universität Heidelberg

    Erster Termin: Ministerin Bauer am 12. Mai 2015 an der Universität Heidelberg

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  • Foto: Uli Regenscheit/Universität Stuttgart

    Zweiter Termin: Ministerin Bauer am 8. Juni an der Universität Stuttgart

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  • Foto: Uli Regenscheit

    Zweiter Termin: Ministerin Bauer am 8. Juni 2015 an der Universität Stuttgart

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  • Foto: Jespah Holthof/Universität Konstanz

    Dritter Termin: Ministerin Bauer am 1. Juli 2015 an der Universität Konstanz

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  • Foto: Jespah Holthof/Universität Konstanz

    Dritter Termin: Ministerin Bauer am 1. Juli 2015 an der Universität Konstanz

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  • Foto: MWK

    Vierter Termin: Ministerin Bauer an der Universität Hohenheim am 14. Juli 2015

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  • Foto: MWK

    Vierter Termin: Ministerin Bauer am 14. Juli 2015 an der Universität Hohenheim

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  • Foto: Erzsebet Neuhaus-Szakacs

    Fünfter Termin: Ministerin Bauer am 20. Juli 2015 an der Universität Freiburg

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  • Foto: Erzsebet Neuhaus-Szakacs

    Fünfter Termin: Ministerin Bauer am 20. Juli 2015 an der Universität Freiburg

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  • Foto: Andreas Bayerl/Universität Mannheim

    Sechster Termin: Ministerin Bauer am 21. September 2015 an der Universität Mannheim

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  • Foto: Andreas Bayerl/Universität Mannheim

    Sechster Termin: Ministerin Bauer am 21. September 2015 an der Universität Mannheim

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  • Foto: Elvira Eberhardt/Universität Ulm

    Siebter Termin: Ministerin Bauer am 28. Oktober 2015 an der Universität Ulm

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  • Foto: Elvira Eberhardt/Universität Ulm

    Siebter Termin: Ministerin Bauer am 28. Oktober 2015 an der Universität Ulm

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  • Foto: Universität Tübingen

    Achter Termin: Ministerin Bauer am 12. November 2015 an der Universität Tübingen

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  • Foto: Universität Tübingen

    Achter Termin: Ministerin Bauer am 12. November 2015 an der Universität Tübingen

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  • Foto: MWK

    Neunter Termin: Ministerin Bauer am 25. November 2015 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT); Foto: MWK

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  • Foto: MWK

    Neunter Termin: Ministerin Bauer am 25. November 2015 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT); Foto: MWK

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Für ein Technologie- und Innovationsland wie Baden-Württemberg ist der Nachwuchs in unseren starken Forschungseinrichtungen von höchster Bedeutung.

Und doch kritisieren junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass ihre wissenschaftliche Entfaltung durch Unsicherheiten eingeschränkt werde, die mit befristeten Stipendien, Drittmittelprojekten und Arbeitsverträgen einhergehen. Auch hohe Belastungen durch Lehraufträge werden problematisiert.

Diese sorgen nimmt die Landesregierung ernst. Sie hat deshalb den Hochschulen durch eine zuverlässige Grundfinanzierung die Möglichkeit gegeben, bessere Beschäftigungsperspektiven zu schaffen. Außerdem hat sie den Doktorandinnen und Doktoranden durch die Einführung von Konventen eine Stimme an den Hochschulen gegeben und die Juniorprofessur attraktiver gestaltet.

Über die Bedingungen und Herausforderungen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutierte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im Rahmen der Podienreihe "Der wissenschaftliche Nachwuchs im Fokus" im Jahr 2015 mit Professorinnen und Professoren, dem wissenschaftlichen Mittelbau, jungen Wissenschaftlerinnen- und Wissenschaftlern sowie Studierenden an allen Universitäten des Landes.


Vielen Dank für die großartigen Diskussionen!

Liebe  Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Besucherinnen und Besucher unser Podienreihe,

 

im vergangenen Jahr durfte ich mit Ihnen an allen Universitäten des Landes interessante Gespräche führen, die mir ein nachdrückliches Bild von Ihrer konkreten Situation in der wissenschaftlichen Arbeit vermittelt haben. Die Podiumsdiskussionen gaben einen breiten Raum zur Beschäftigung mit persönlichen Beiträgen und Nachfragen. Für mich waren diese Diskussionen sehr wertvoll. Sie haben mir bestätigt, dass Qualität und Entwicklungspotenzial des wissenschaftlichen Nachwuchses die Innovationskraft der Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Land voranbringen. Ich möchte aber den Dialog mit den jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weiterführen, weil mir besonders daran liegt, Ihnen mit herausragenden Rahmenbedingungen und besonderen Förderprogrammen die besten Chancen für die wissenschaftliche Qualifikation zu bieten.

 

Bei den durchweg gut besuchten Veranstaltungen konnten leider nicht alle Fragen beantwortet werden. Auf die Fragen, die uns im Nachgang zu den Veranstaltungen erreichten, sollen an dieser Stelle die von mir zugesagten Antworten geben werden. Weitere Fragen würde ich gerne wieder mit Ihnen wieder persönlich vor Ort diskutieren - bei der Fortsetzung des Dialogs mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs, zu dem ich Sie schon heute einladen möchte.

 

Bis dahin grüßt Sie herzlich

 

Ihre

 

Theresia Bauer

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Fragen zur Promotionsphase

  • "Wie sieht die Qualitätssicherung von Promotion in der Realität aus? / Welche Parameter gibt es, um diese Qualität zu überwachen oder prüfen? / Welche Maßnahmen gibt es, um diese Qualität nachhaltig zu machen?" (Universität Hohenheim, 14. Juli)

    Die in das neue Landeshochschulgesetz aufgenommenen qualitätssichernden Regelungen zur Promotion beruhen auf den Empfehlungen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums, aber auch Vertreterinnen und Vertreter der Landesrektorenkonferenzen sowie Doktorandinnen und Doktoranden angehörten. In die Realität müssen diese Regegelungen durch die Universitäten übertragen werden. Das geschieht zum einen durch die Anpassung der Promotionsordnungen an die neuen gesetzlichen Vorgaben, vor allem aber dadurch, dass die Qualitätssicherung in der Praxis der Promotionsverfahren an den Universitäten „gelebt“ wird. Zu Beginn eines Promotionsvorhabens sind also schriftliche Promotionsvereinbarungen abzuschließen, in denen mit dem in § 38 Abs. 5 Satz 3 LHG festgelegten Mindestinhalt die gegenseitigen Rechte und Pflichten der betreuenden Professorinnen und Professoren sowie der Doktorandinnen und Doktoranden niedergelegt sind. Damit soll die Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden verbessert werden. Für den Fall, dass Meinungsverschiedenheiten darüber entstehen sollten, richten die Universitäten ein Ombudswesen ein, das auch die Anlaufstelle beim Verdacht wissenschaftlichen Fehlverhaltens ist. Über die Annahme zur Promotion entscheidet ein Kollegialorgan, nämlich der Promotionsausschuss. Ebenfalls im Interesse der Qualitätssicherung werden die relevanten Promotionsdaten von den Universitäten erfasst und dem Qualitätsmanagement im Promotionswesen zur Verfügung gestellt. Damit sind die wesentlichen qualitätssichernden Maßnahmen beschrieben. Deren Einhaltung zu überwachen und zu prüfen, obliegt dabei an erster Stelle den Universitäten selbst, die ja auch ein eigenes Interesse daran haben, in Promotionsverfahren Arbeiten vorweisen zu können, die einen Zuwachs an wissenschaftlicher Erkenntnis und damit einen Beitrag zum Fortschritt der Wissenschaft insgesamt liefern.

    "Eine Vielzahl der Stellen (vor allem in den Naturwissenschaften) wird bei voller Arbeitszeit nur mit 50 % TV-E 13 vergütet. Ist es geplant, diese Vergütung zu erhöhen (bsp. 65%, 75%), um den Doktoranden die Möglichkeit zu geben, ihre Lebenshaltungskosten allein durch ihre Promotion zu decken?" (Universität Hohenheim, 14. Juli 2015)

    Die Vergabe von Promotionsstellen erfolgt autonom durch die jeweilige Universität bzw. Universitätsfakultät. Das Wissenschaftsministerium ist an der Vergabeentscheidung nicht beteiligt. Auch der Stellenanteil wird von der Hochschule in eigener Verantwortung festgesetzt. Darauf hinzuweisen ist jedoch, dass sich auch die Arbeitszeit bzw. der Umfang der Dienstleistungsverpflichtung nach dem vertraglich vereinbarten Prozentsatz bemisst.

Fragen zur Post-Doc/Graduierten-Phase, Habilitation und Juniorprofessur

  • "Wo kann man mehr über die W1-Professuren erfahren?" (Universität Heidelberg, 12. Mai)

    Beispielsweise auf unserer Homepage hier.

    "Das Beispiel, dass die Juniorprofessur für Frauen gut ist, stimmt so nicht. Wir haben 50 % Promovendinnen, die sich auf Juniorprofessuren bewerben können. Ein Vergleich mit den abgeschlossenen Habilitationen hinkt, denn diese haben den Qualifikationsschritt bereits abgeschlossen. Wenn Juniorprofessuren entsprechend dem vorherigen Qualifikationsschritt besetzt wurden, müssten es 50 % sein.

    Wie wollen Sie sicherstellen, dass die besten 50 % Frauen und Männer die Juniorprofessuren mit Tenure Track erhalten?" (Universität Stuttgart, 8. Juni)

    In der Tat ist der Frauenanteil bei den Promotionen inzwischen an einen Wert von annähernd 50% herangerückt. Nach der letzten verfügbaren Bundesstatistik lag er im Jahr 2013 bei 44,2 %. Entgegen der Annahme kann daraus aber nicht abgeleitet werden, dass sich Frauen zu dem gleichen Prozentsatz auf (Junior-)Professuren bewerben würden. Hier ist der Anteil von Frauen ‑ leider ‑ deutlich niedriger. Für das Jahr 2014 betrug er an unseren Universitäten und Pädagogischen Hochschulen lediglich knapp 27%. Wenn der Frauenteil bei Juniorprofessuren demgegenüber bei 38% liegt, ist das durchaus als Erfolg der Juniorprofessur bei der Stärkung der Gleichstellung zu verbuchen.  

    Richtig ist, dass es bei der Habilitation um einen bereits erfolgreich abgeschlossenen Qualifikationsschritt geht. Andererseits ist zu berücksichtigen, dass eine Juniorprofessur in einem förmlichen Berufungsverfahren vergeben wird und sich dadurch wesentlich von der Vergabe einer Habilitationsstelle abhebt. Bundesweite Statistiken über den Berufungserfolg von Juniorprofessorinnen auf W 3-Anschlussstellen liegen mir nicht vor. Von den Juniorprofessorinnen, die in den letzten Jahren eine Förderung aus unserem Juniorprofessorenprogramm erhalten haben, haben aber in den letzten Jahren über die Hälfte den Sprung auf die Lebenszeitprofessur geschafft. Damit tragen Juniorprofessorinnen weit überdurchschnittlich dazu bei, den Frauenanteil unter den hauptberuflichen Professoren in Baden-Württemberg von zuletzt 18,7% (Stand: 2013) zu erhöhen.

    Frauen müssen aber - das zeigen die o.g. Zahlen - verstärkt für die Bewerbung auf eine Professur motiviert werden. Das verlangt auch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. Das Land Baden-Württemberg ist dabei mit besonderen Frauenförderprogrammen auf gutem Weg. Nähere Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten des Wissenschaftsministeriums hier oder in unserer Broschüre "Beste Perspektiven für Frauen in der Wissenschaft".

    "Wie könnte man neben dem Karriereweg „Professor“ die Fähigkeiten des Mittelbaus nutzen? Schlagwort: eigenständige Forschung." (Universität Stuttgart, 8. Juni)

    Eigenständige Forschung sollte in der Tat nicht nur auf dem Karriereziel Professur ausgeübt werden. In einer früheren Phase der wissenschaftlichen Karriere eröffnet dafür vor allem die Juniorprofessur attraktive Möglichkeiten. Die Juniorprofessur bietet dem wissenschaftlichen Nachwuchs durch die Möglichkeit eines Tenure Tracks zudem verlässliche Karriereperspektiven. Nähere Information finden Sie hier.

    "Juniorprofessuren schön und gut - aber es sind zu wenige. Was planen Sie alternativ zu W 1 und W 3??“ (Universität Stuttgart, 8. Juni)

    Juniorprofessuren mit Tenure Track sollen auch nach den Empfehlungen des Wissenschaftsrates lediglich einen weiteren Zugang zur Lebenszeitprofessur eröffnen, der neben der herkömmliche Berufung einen Anteil von bis zu 1/5 der Nachbesetzungen bedienen soll. Zu möglichen Karrierezielen neben der Professur hat der Wissenschaftsrat mehrere Vorschläge unterbreitet, die jetzt von den Universitäten insgesamt oder zum Teil umgesetzt werden können. Mit dem Hochschulfinanzierungsvertrag hat ihnen das Land die dafür erforderlichen zusätzlichen Handlungsspielräume eröffnet.

    "Welchen Stellenwert haben unbefristete Stellen im Mittelbau, z.B. für Dienstleistungen, Infrastruktur u.a. langfristige Aufgaben?" (Universität Stuttgart, 8. Juni)

    Der wissenschaftliche Mittelbau an den Universitäten leistet einen gewichtigen Beitrag in Forschung und Lehre, ohne den ein ordnungsgemäßer Hochschulbetrieb kaum vorstellbar wäre. Entsprechend den aktuellen Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu den Karrierezielen und -wegen sollen Daueraufgaben, zu denen auch die Betreuung von (Forschungs-)Infrastrukturen gehören kann, in der Regel im Rahmen von Dauerbeschäftigungen wahrgenommen werden. Mit dem neuen Hochschulfinanzierungsvertrag hat das Land den Hochschulen die dafür erforderlichen zusätzlichen Handlungsspielräume eröffnet.

    "Gäbe es die Möglichkeit, neben der Professur an Universitäten, reine Dozentenstellen (vergleichbar zu jenen eines Lectures in England) zu schaffen?"

    Nach dem Vorbild des Lecturers hat Baden-Württemberg die Personalkategorie des Dozenten eingeführt, der schwerpunktmäßig in der Lehre ist. Die Regelung über die „Dozentinnen und Dozenten“ finden Sie in §51 a des Landeshochschulgesetzes. Über die Nutzung dieser Personalkategorie entscheiden die Universitäten im Rahmen ihrer Autonomie. Bislang wurden Stellen für Dozentinnen und Dozenten in eher geringem Umfang ausgeschrieben.

    "Als Maßnahme zur Verbesserung der Perspektiven der Post-Docs ist momentan insbesondere die Schaffung von tenure track-Juniorprofessoren­stellen im Gespräch. Ebenso notwendig wäre aber auch die Verbesserung der Perspektiven von hochqualifizierten Post-Docs, die bereits habilitiert sind oder positiv evaluierte Juniorprofessoren ohne tenure track. Davon gibt es zur Zeit deutlich mehr als in den nächsten Jahren verfügbare W 3-Professorenstellen. So muss häufig Bewerbern auf eine Professorenstelle abgesagt werden, obwohl sie gleich exzellent sind wie die Kandidaten auf den Listenplätzen. Auf der anderen Seite bräuchten viele deutsche Hochschulen mehr Professoren, um die Betreuung der vielen Studierenden zu verbessern (der Wissenschaftsrat fordert 7500 zusätzliche Professoren). Wie sehen die Planungen der Politik zur Förderung der Einrichtung neuer W 3-Professorenstellen aus, um der oben skizzierten Problematik entgegenzuwirken?" (Universität Stuttgart, 8. Juni 2016)

    In der Tat hat der Wissenschaftsrat in seinen Empfehlungen zu den „Karrierezielen und -wegen an Universitäten“ vom Juli 2014 die Schaffung zusätzlicher Professuren angemahnt, nicht zuletzt auch deshalb, um dem wissenschaftlichen Nachwuchs weitere Karriereperspektiven zu eröffnen. Mit dem neuen Hochschulfinanzierungsvertrag hat das Land Baden-Württemberg seinen Hochschulen die Möglichkeit gegeben, ihre Strategiefähigkeit zu steigern und zusätzliche Stellen zu schaffen. Bis zum Jahr 2020 wird damit die Grundfinanzierung der Hochschulen um 2,2, Milliarden Euro erhöht. Allein im Doppelhaushalt 2015/16 haben die Hochschulen 2.217 zusätzliche Haushaltsstellen gemeldet. (Die Universität Stuttgart hat beispielsweise 46,5 neue Stellen für den Wissenschaftlichen Dienst gemeldet). Weitere neue Stellen können in den Folgejahren ausgewiesen werden, um damit auch ganz gezielt der von Ihnen beschriebenen Problematik Rechnung zu tragen.

    Erforderlich sind dazu aber auch weitere gemeinsame Bund-Länder-Anstrengungen im Hochschulbereich. Insbesondere in der Nachwuchsförderung erwarten wir uns ein Bundesprogramm, das entsprechend den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu dem notwendigen Stellenaufwuchs beitragen kann. Denn die mit der Abschaffung des Kooperationsverbots eröffnete Beteiligung des Bundes bietet jetzt die Möglichkeit, an den Hochschulen bundesweit die Bedingungen zu schaffen, die sie für beste Leistungen in Forschung und Lehre benötigen. Mit dem angekündigten Nachwuchsprogramm soll eine Milliarde EUR ab 2017 für die Dauer von 10 Jahren zur Verfügung gestellt werden. Frau Wissenschaftsministerin Bauer setzt sich bei ihren Kolleginnen und Kollegen im Bund und in den Ländern dafür ein, dass die mit der Verfassungsreform eröffneten neuen Kooperationswege jetzt auch zügig beschritten werden ‑ möglichst schon ab 2016.

Vereinbarkeit von Familie, Beruf und akademischer Qualifikation

  • "Eine wichtige Frage für mich ist […], wie sich eine oder zwei Promotionen mit Familiengründung vereinbaren lässt. Wie lässt sich für beide Partner eine wissenschaftliche Karriere und Verantwortung für die Familie zu übernehmen vereinbaren?“ (Universität Stuttgart, 8. Juni)

    Die Familiengründung in der Promotionsphase ist häufig mit besonderen Herausforderungen verbunden. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen wurden aber bereits weitreichende Schritte unternommen, um gerade auch im Wissenschaftsbereich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewährleisten zu können. Dafür und ganz allgemein zur Förderung der Chancengleichheit wendet das Land rund 4,1 Mio. EUR jährlich auf. Die in den letzten Jahren vom Wissenschaftsministerium ergriffenen Maßnahmen zeigen erfreulicherweise schon erste Erfolge. So stieg in den letzten Jahren an den Hochschulen Baden-Württembergs der Frauenanteil an den Professuren stetig an (2013: 18,7 Prozent). Auch bei den Promotionen (2013: 43,1 Prozent) und Habilitationen (2013: 28,1 Prozent) haben die Frauen deutlich aufgeholt. Einen wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten die speziellen Förderprogramme, die vom Wissenschaftsministerium unterstützt werden.

     

     

Fragen zu Stipendien und Graduiertenförderung

  • "Werden die Stipendienmittel der Landesgraduiertenförderung fortgeführt/ausge­weitet?" (Universität Heidelberg, 12. Mai)

    Die Mittel der Landesgraduiertenförderung haben sich vor allem in den geisteswissenschaftlichen Fachgebieten hervorragend bewährt. Die dafür im Landeshaushalt vorgesehenen Mittel sollen daher auch in Zukunft ungeschmälert bereitgestellt werden.

     

     


Kontakt

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Königstraße 46
70173 Stuttgart

Bürgerreferentin:

Publikation

Wege in die Wissenschaft

Baden-Württemberg bietet jungen Wissenschaftlern 

kreative Freiräume für ihre Forschung.

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Biografie

Theresia Bauer

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst

 

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