RegioWIN

Regionaler Wettbewerb

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  • Vertreter der RegioWIN-Region Ostalbkreis bei der Prämierung am 23.01.2015 in Stuttgart, Foto: MWK

    Bild: MFW / Jan Potente

Die baden-württembergischen Hochschulen gehören zu den großen Gewinnern des Wettbewerbs "Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit; Wettbewerb zur zukunftsfähigen Regionalentwicklung" (RegioWIN). Von den 21 prämierten Leuchtturmprojekten mit einem Investitionsvolumen von gut 168 Mio. Euro hatten neun Vorhaben einen direkten Forschungsbezug, sieben weitere einen mittelbaren (z.B. Technologietransfervorhaben, Demonstrationsvorhaben). An sieben Vorhaben sind Hochschulen als Träger oder Projektpartner direkt beteiligt.

Bei dem Wettbewerb, der im Februar 2013 vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ausgeschrieben wurde, geht es um 68 Mio. Euro an EU-Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und bis zu 14 Mio. Euro an zusätzlicher Förderung aus Landesmitteln. Ziel des bottum-up - Wettbewerbs war, dass die regionalen Akteure im Land bedarfsorientierte Zukunftskonzepte (sog. Regionale Entwicklungskonzepte) erarbeiten und im Konsens spezielle Vorhaben für ihre Regionen entwickeln, die im Sinne einer intelligenten Spezialisierung die lokalen Standortfaktoren langfristig verbessern.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst ist für zwei dieser Vorhaben an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zuständig:

  • Regionales Innovationszentrum für Energietechnik an der Hochschule Offenburg
  • Zentrum Technik für Nachhaltigkeit an der Hochschule Aalen

Mit diesen Infrastrukturmaßnahmen erhalten die Hochschulen die räumlichen Möglichkeiten, um sich am regionalen Innovationsgeschehen intensiver zu beteiligen. Gefördert wird der Bau (ausgeführt vom Landesbetrieb Vermögen und Bau) sowie bei Bedarf die Erstausstattung. Beide Vorhaben werden voraussichtlich je 10 Mio. Euro kosten. Sie können jeweils mit bis zu fünf Mio. Euro aus EFRE-Mitteln und zwei Mio. Euro aus Mitteln des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert werden. Die übrigen drei Mio. Euro finanzieren die Hochschulen.

Andere prämierte Vorhaben mit Hochschulbezug sind die Innovationszentren in kommunaler Trägerschaft in Biberach, Tuttlingen und Sigmaringen. Das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut an der Universität Tübingen (NMI) wird ein Zentrum für Nanoanalytik aufbauen. In Heidelberg wird ein Business Development Center Organische Elektronik entstehen, das Schnittpunkte mit dem Center for Advanced Materials an der Universität Heidelberg haben wird.

Die Hochschulen, insbesondere die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften haben sich in fast allen Regionen, zum Teil führend, beteiligt. Forschung und Entwicklung wurden in den Regionalen Entwicklungskonzepten fast durchgängig als Schlüsselfaktoren für die regionale Zukunftsfähigkeit wahrgenommen. Dies zeigte sich an der internen Priorisierung. Die Tatsache, dass Forschungsvorhaben in der Regel auf Spitzenplätze gesetzt wurden, weist auf eine erfreulich forschungs- und innovationsfreundliche Grundstimmung im Land hin.


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