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    Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg (FESt-BW)

Mit dem 100 Mio. Euro umfassenden „Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg“ (FESt-BW) unterstützt das Wissenschaftsministerium in den Jahren 2016 bis 2020 die Hochschulen im Land. Ziel ist es, den Studienerfolg zu verbessern und die Zahl der Studienabbrüche zu verringern.

„Unser Ziel ist, dass nicht nur möglichst viele junge Menschen ein Hochschulstudium aufnehmen, sondern dass sie das begonnene Studium auch zum erfolgreichen Abschluss bringen. Ich freue mich, dass wir mit unserem ´Fonds Erfolgreich Studieren` den Hochschulen die notwendigen Mittel an die Hand geben können, um optimale Bedingungen für den Studienstart zu schaffen. So schaffen wir die Voraussetzungen, dass in Baden-Württemberg überdurchschnittlich viele junge Menschen ihr Studium erfolgreich beenden“, so Ministerin Theresia Bauer.

In den Jahren 2016 bis 2018 wurden drei Förderlinien aufgelegt: Die „Strukturmodelle in der Studieneingangsphase“ ermöglichten individuell strukturierte Bildungswege. „Wissenschaft Lernen und Lehren - WILLE“ förderte aktives, motivierendes Lernen und Lehren sowie kritisches Denken und engagiertes Handeln an den Hochschulen durch problemorientiertes, forschungs- und projektbezogenes Lernen, Service-Learning mit Bezug zur Gesellschaft und andere innovative Lern- und Lehrmodelle. Die Initiative „Gründungskultur in Studium und Lehre“ vermittelte in der Lehre unternehmerisches Denken.

In der zweiten Tranche bis Ende 2020 gibt es im Wesentlichen fünf Förderlinien: Förderlinie 1 „Studienstart“ unterstützt ein flexibles Studium, Förderlinie 2 „Lehr- und Lernlabore“ innovative Lehrprojekte. Förderlinie 3 „Gründungskultur“ soll Studierenden das Thema Gründung in Lehre und Studium nahebringen. Mit Förderlinie 4 „Eignung und Auswahl“ soll die Passung zwischen Studieninteressierten und Studienfach verbessert werden. Mit der Förderlinie 5 „Ankunft und Studienerfolg“ sollen ausländische und geflüchtete Studierende unterstützt werden.

Die Programme zur Verbesserung des Studienbeginns mit vielfältigen Angeboten zur Beratung und Orientierung zeigen Wirkung: Immer mehr Studierende schließen ihr Studium erfolgreich ab. Eine besonders positive Entwicklung zeigt der Trend in den Ingenieurwissen-schaften an den baden-württembergischen Universitäten: Die Bilanz von Studienanfängern zu Absolventen (Schwundquote) hat sich beim Absolventenjahrgang 2016 gegenüber 2012 deutlich verbessert: Die traditionell hohe Schwundquote in den Ingenieurwissenschaften ist von 35 Prozent auf 29 Prozent gefallen. Baden-Württemberg punktet auch im Vergleich zu anderen Ländern: Über alle Fächer und Hochschularten hinweg fällt der „Schwund“ im Bachelorstudium in Baden-Württemberg mit 19 Prozent deutlich niedriger aus als der Durchschnittswert von 27 Prozent für die anderen großen Hochschulländer Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Das belegt die Studie „Die Schwundbilanzen bei den deutschen Studierenden an den baden-württembergischen Hochschulen“, die das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) im Auftrag des Wissenschaftsministeriums im Jahr 2018 erstellt hat (Link zur Studie)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihen „Yes it’s’ #Humboldt“ und „Start Up Stories“ hat das Wissenschaftsministerium in den Jahren 2017/18 einen breiten öffentlichen Diskurs über gute Lehre und Gründungskultur an den Hochschulen initiiert. An den insgesamt 17 Veranstaltungen beteiligten sich 23 Hochschulen.

Markus Wagner