Pressemitteilung

Kunst und Kultur
  • 26.03.2015

„DER FUNKENFLUG“: Wirtschaft und Kultur im Dialog über die Zukunft der privaten Kulturförderung

  • Bildquelle: Martin Siegmund

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Wie kann die Zukunft der privaten Kulturförderung aussehen? Mit dieser Fragestellung diskutierten Leiterinnen und Leiter der baden-württembergischen Kultureinrichtungen mit Unternehmerpersönlichkeiten des Landes. Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeichnete Reinhold Würth am Abend für seine Lebensleistung in der Kunstförderung aus. Staatssekretär Jürgen Walter widmete den Preis für das beste Kunst-Sponsoring-Newcomer-Projekt an Steven Walter vom Podium Festival Esslingen

Herausragende Qualität in der Kunst wie in der Wissenschaft in Baden-Württemberg ist der Landesregierung ein besonderes Anliegen. Der Kunstetat wurde deshalb im neuen Doppelhaushalt um fast 60 Millionen Euro erhöht. „Dennoch ist es ohne das Engagement namhafter Unternehmerpersönlichkeiten nicht denkbar, eine solche Qualität und Vielfalt, wie wir sie bei uns im Land haben, aufrecht zu halten“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag (24. März) im Malsaal der Stuttgarter Staatstheater.    

Beim Auftakt zu einem Dialog zwischen Kunst, Wirtschaft und Politik der Landesregierung, der unter dem Motto „Funkenflug“ stand, trafen ausgewählte Persönlichkeiten des Landes zusammen.    

 

Mäzene und Sponsoren der baden-württembergischen Kunstszene sprachen mit den Kulturschaffenden über die gemeinsame Zukunft. Die Fragestellung: Was sind die Voraussetzungen für modernes Mäzenatentum? Wie lassen sich Begegnungen zwischen potenziellen Unterstützern und Kultureinrichtungen besser organisieren? Und schließlich:  In welche Richtungen können Kultureinrichtungen heute denken, um private Förderer anzuziehen?   

 

Ein wesentlicher Aspekt des FUNKENFLUG  bestand zudem in der Würdigung des zum Teil Jahrzehnte währenden Engagements der Anwesenden. Als besondere Anerkennung verlieh der Ministerpräsident den „FUNKEN 2015 für die Lebensleistung in der Kunstförderung“ an den Unternehmer Reinhold Würth. Es war die Übergabe eines symbolischen Preises: Drei eigens für ihn aufgeführte Ausschnitte aus Inszenierungen der Oper Stuttgart.    

 

Würth blickte im Gespräch mit dem Kabarettisten Lars Reichow auf einzelne Aspekte seiner langen Karriere als Mäzen zurück. Er zeigte sich dabei sehr optimistisch, was die Zukunft der privaten Kulturfinanzierung angeht: „Ich habe große Hoffnung, dass die heutige Erbengeneration Kunst und Kultur sehr verantwortungsvoll unterstützen wird.“   

 

Der „Funken 2015 für das innovativste Sponsoring-Newcomer-Projekt“ ging an Steven Walter vom Podium Festival Esslingen. Staatssekretär Jürgen Walter sagte: "Das Podium Festival ist ein herausragendes innovatives Projekt, das junge Menschen auf unkonventionelle Weise mit der klassischen Musik vertraut macht".    

 

Das Festival wurde im Jahr  2009 gegründet und wuchs schnell von einer kleinen studentischen Initiative zu einem international beachteten Modell. Der Durchbruch erfolgte im Jahr 2010 mit einem Sonderpreis beim ECHO Klassik. Weitere Preise und Auszeichnungen wie ein „red dot award“ und der Kulturmarken Award “Trendmarke des Jahres” folgten. Die Finanzierung dieses sehr erfolgreichen und ungewöhnlichen Formats erfolgte zunächst durch private Mittel. Erst später kam die Förderung des Landes, zuerst über den Innovationsfonds Kunst, später institutionell, hinzu.   

 

Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, fasste die Ergebnisse des Abends so zusammen: „Baden-Württemberg hat enormes Potenzial für das Engagement der Unternehmen in Sachen Kunst und Kultur, da müssen wir nicht nach Frankfurt oder Basel schauen.“ Es gebe bereits ein starkes Netzwerk sehr engagierter Förderer im Land. Der Kulturdialog der Landesregierung sei ein idealer Ort, um neue Zugänge zur nachfolgenden Unternehmergeneration auf- und auszubauen. Bauer ergänzte: „Auch für unsere Kultureinrichtungen stellt sich immer von Neuem die Frage, wie sie neuartige, ungewöhnliche Zugänge schaffen können, um ihre Fördernetzwerke weiter zu stärken.“  


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