Pressemitteilung

Forschung
  • 21.12.2015

Expertenkommission Ingenieurwissenschaften@BW2025 übergibt Empfehlungen an Wissenschaftsministerin Theresia Bauer

  • v.l.n.r.: Kommissionsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl, Ministerin Theresia Bauer, stv. Kommissionsvorsitzende Prof. Dr. Britta Nestler (KIT), Foto: MWK

Baden-Württemberg ist das Land der Ingenieure. Es ist das erklärte Ziel der Landesregierung, die Rolle der Ingenieurwissenschaften als Treiber von Innovationen zu stärken. Aufbauend auf den Expertenempfehlungen sollen Technologietransfer und Gründerkultur Schwerpunktthemen der nächsten Jahre  werden 

Die Vorsitzenden der Expertenkommission Ingenieurwissenschaften@BW2025, Professor Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl (Universität Stuttgart) und Professorin Dr. rer .nat. Britta Nestler (Karlsruher Institut für Technologie, Hochschule Karlsruhe) haben den Abschlussbericht am heutigen Montag (21. Dezember) an die Wissenschaftsministerin übergeben. Die unabhängige Expertenkommission hatte ihre Arbeit im März 2014 aufgenommen. 

„Die Ingenieurwissenschaften in Baden-Württemberg bilden das Fundament, auf dem der ökonomische Wohlstand des Landes gründet“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Es ist unsere Aufgabe, die für unsere Industrie enorm wichtigen Disziplinen in den Bereichen Forschung, Lehre und Transfer auf Herausforderungen wie die Digitalisierung und Industrie 4.0 auszurichten.“ 

Insbesondere dem Thema Gründerkultur an den Hochschulen misst Bauer enorme Bedeutung bei: „Wir möchten ein neues Denken unterstützen. Es muss deutlich werden, dass die Leistung eines Wissenschaftlers, dem auf Basis einer wissenschaftlichen Erkenntnis eine marktfähige Produktentwicklung gelingt, gleichwertig mit einem Erfolg in der Grundlagenforschung zu bewerten ist. Wir brauchen beides und wir brauchen ganz sicher mehr von beidem.“ 

Der Kommissionsvorsitzende Thomas Bauernhansl sagte: „Die erarbeiteten Handlungsempfehlungen haben das Potential, die Ingenieurwissenschaften Baden-Württembergs international erfolgreich zu positionieren und damit die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu sichern und weiter zu verbessern. Mit der Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen setzen wir gemeinsam mit der Landesregierung weithin sichtbare Zeichen und schaffen innovationsfreundliche Voraussetzungen, damit der Weg Baden-Württembergs zum Exzellenzzentrum der Ingenieurwissenschaften erfolgreich beschritten werden kann.“ 

Die Handlungsempfehlungen der Kommission umfassen mehrere Themenschwerpunkte. Besonders herauszustellen sind: 

  • Die Formulierung eines neuen Selbstverständnisses der Ingenieurwissenschaften, in dem wissenschaftliches Erkennen und praktisches Gestalten, Grundlagenforschung und angewandte Forschung sowie die Bearbeitung gesellschaftlicher Fragen zusammengeführt werden
  • Die dezidierte Beschreibung der Herausforderungen anhand der globalen Megatrends, auf die die Ingenieurwissenschaften in den kommenden Jahren Antworten finden müssen, etwa Ressourcenknappheit, Mobilität und Energiegewinnung unter Umweltgesichtspunkten, aber auch Big Data und cyberphysische Produktionsprozesse
  • Die veränderten Aufgaben in der Lehre, dabei insbesondere die Aufgabe, mehr Frauen für die ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen zu gewinnen und die Abbruchquoten zu minimieren, aber auch die Beschreibung der neuen Kompetenzen anlässlich der sich verringernden Halbwertszeit von Wissen
  • Die intelligente und partnerschaftliche Nutzung von Großforschungsinfrastrukturen
  • Die explizite Förderung einer Gründerkultur an den Hochschulen und die Weiterentwicklung von Technologietransferprozessen in die Wirtschaft 

Auf der Grundlage der Handlungsempfehlungen wird das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Maßnahmen zur Stärkung der Ingenieurwissenschaften ergreifen. „Klar ist bereits heute, dass die Themen Gründerkultur und Technologietransfer zentrale Handlungsfelder der nächsten Jahre sein werden“, sagte Bauer.   


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Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

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