Kunst

Große Landesausstellung „Grünewald und seine Zeit“ in Karlsruhe präsentiert altdeutsche Malerei

Auf der Grundlage ihrer herausragenden Sammlung altdeutscher Malerei stellt die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe das künstlerische Schaffen Matthias Grünewalds in den Mittelpunkt einer Großen Landesausstellung. Kunstminister Prof. Dr. Peter Frankenberg und Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk würdigten die Ausstellung „Grünewald und seine Zeit“ anlässlich deren Eröffnung in Karlsruhe als „beeindruckende Präsentation altdeutscher Kunst“. Das Land unterstützt die Ausstellung mit 950.000 Euro.

Die Kunsthalle Karlsruhe verfügt über den bedeutendsten Bestand an Grünewald-Gemälden in einem deutschen Museum. Dieser ist Ausgangspunkt der Ausstellung, die 160 Werke Grünewalds und seiner Zeitgenossen umfasst. Die Schau wird in Kooperation mit der zeitgleich im Musée d’Unterlinden Colmar stattfindenden Ausstellung „Regards sur un chef d’oeuvre“ gezeigt. Das Colmarer Museum beherbergt mit dem weltbekannten Isenheimer Altar Grünewalds Hauptwerk.

„Die beiden Schauen führen bedeutende Werke dieses Ausnahmekünstlers zusammen. Kunstinteressierte können damit das Schaffen Grünewalds in einem erweiterten kunsthistorischen Kontext sehen“, stellte der Minister heraus. Er hoffe, dass möglichst viele Besucherinnen und Besucher diese großartige Möglichkeit nutzten.

Die Ausstellungen werden von einem gemeinsamen Marketing begleitet, das auch einen Busshuttle zwischen Karlsruhe und Colmar umfasst. „Diese grenzüberschreitenden Aktivitäten sind vorbildhaft und helfen die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich weiter zu vertiefen“, betonte Kunststaatssekretär Birk.

Besonders begrüßten Frankenberg und Birk die für Kinder und Jugendliche konzipierte Begleitausstellung „Mathis hat’s gemacht. Auf den geheimnisvollen Spuren des M.G.N.“, die den jungen Besuchern einen Zugang zu Leben und Werk Grünewalds ermöglicht. „Es ist sehr wichtig, Kinder bereits in sehr frühem Alter für Kunst und Kultur zu interessieren und ihnen damit die Achtung und Wertschätzung von kulturellen Zeugnissen nahe zu bringen.“ Die Museen leisteten mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unseres historischen und kulturellen Erbes.

Die Großen Landesausstellungen, die auf die 1977 mit außerordentlich großem Erfolg durchgeführte Staufer-Ausstellung zurückgehen, bereiten herausragende landesgeschichtliche Themen und Spezialthemen wissenschaftlich auf und stellen die Ergebnisse den Besuchern in überregionalen Präsentationen vor.

Mit ihren vielfältigen Themenfeldern aus Kunst, Kultur, Geschichte, Technik und Naturwissenschaften erfreuen sich die Ausstellungen immer größerer Beliebtheit. Das Land fördert die Landesausstellungen mit gesonderten Zuschüssen. Im Haushalt für die Jahre 2007 und 2008 stehen dafür jeweils über 3,5 Mio. Euro bereit.

Quelle:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst