Pressemitteilung

Wissenschaft
  • 25.03.2013

Geförderte Wissenschaftler aus dem Land gewürdigt

Zum ersten Mal würdigt das Land die vom European Research Council geförderten Wissenschaftler aus Baden-Württemberg.

„Die Grants werden allein nach dem Kriterium der Exzellenz des Antrags vergeben“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in Stuttgart. Eine Förderung mit einem ERC-Grant sei deshalb eine Auszeichnung für eine hohe wissenschaftliche Qualität.

Die Ministerin gratulierte den Wissenschaftlern zu ihrem großartigen Erfolg. Das hervorragende Abschneiden Baden-Württembergs bei der Einwerbung der Mittel des Europäischen Forschungsrats sei ein beeindruckender Beleg dafür, dass die Forschung im Land mit ihren Projekten am Puls der Zeit läge.

Die ERC-Grants seien ein ausgezeichnetes Instrument europäischer Forschungsförderung, sagte die Ministerin: „Die Förderung ist so angelegt, dass sie disziplinäre Grenzen aufbricht. Sie fördert gute, kluge Köpfe, die bereit sind, neue Wege zu gehen.“

Als Hauptredner der Veranstaltung reiste der Generalsekretär des ERC, Prof. Dr. Donald Dingwell, aus Brüssel an: „Am Standort Baden-Württemberg kann man klar erkennen, wie sehr sich individuelle Inspiration, Mut und Initiative auszahlen“, sagte er.

Gefördert werden vom ERC exzellente Ideen aus dem Bereich der „High-Risk-Forschung“, wissenschaftlichen Fragestellungen also, in denen der Forschungserfolg nicht garantiert ist, deren Lösung aber einen bedeutenden Fortschritt bei drängenden gesellschaftlichen Probleme verspricht, etwa bei der künftigen Energieversorgung oder dem Klimawandel.

Es gehe, so Ministerin Bauer in Anlehnung an Einstein, um Ideen, deren Verwirklichung unmöglich erscheinen. „Die Antragsteller aus Baden-Württemberg sind ganz vorne dabei, wenn es darum geht Neuland zu betreten“, so Bauer.

Der jüngste Erfolg sei die federführende Einwerbung des Synergy Grant „Diamond Quantum Devices and Biology“ (BioQ) an der Universität Ulm, der in den kommenden sechs Jahren mit rund 10,3 Millionen Euro gefördert wird. Als übergeordnetes Ziel wollen die Ulmer Forscher eine neue Art der Sensorik entwickeln und so Strukturen und strukturelle Änderungen von einzelnen Molekülen in biologischen Systemen sichtbar machen. Künstlich hergestellte Quantennanodiamanten sollen diese Einblicke ermöglichen.

Um zur Teilnahme an den ERC-Ausschreibungen zu motivieren und die baden-württembergischen Hochschulen im europäischen Wettbewerb zu unterstützen, stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst jährlich rund 500.000 Euro zur Unterstützung aussichtsreicher Anträge im EU-Forschungsrahmenprogramm zur Verfügung.

European Research Council

Der im Januar 2007 ins Leben gerufene ERC ist die von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution im Spezifischen Programm „Ideen“ des 7. Forschungsrahmenprogramms. Damit wird erstmals in der Geschichte der Forschungsrahmenprogramme eine als Pionierforschung bezeichnete grundlagenorientierte Forschung gefördert. Neu ist auch, dass einzelne Forscher mit ihren Teams gefördert werden können und keine Netzwerke und Kooperationen mit anderen Mitgliedstaaten vorausgesetzt werden. Einziges Bewertungskriterium ist die Exzellenz des Forschenden und des Forschungsprojektes. Das Budget des ERC beträgt für die 7-jährige Programmlaufzeit 7,5 Mrd. Euro.

Gefördert wird mittlerweile in vier Programmlinien:

  • Starting Grants für Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen (2-7 Jahre nach ihrer Promotion) mit bis zu 2 Mio. Euro
  • Consolidator Grants für Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen (7-12 Jahre nach ihrer Promotion) mit bis zu 2,75 Mio. Euro über max. 5 Jahre
  • Advanced Grants für erfahrene exzellente Forschende mit bis zu 3,5 Mio. Euro über max. 5 Jahre
  • Synergy Grants für Gruppen von zwei bis vier herausragenden Forschenden mit bis zu 15 Mio. Euro über max. 6 Jahre

 

 

 


Ministerium

Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

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