Pressemitteilung

Wissenschaftliche Weiterbildung
  • 12.12.2013

Land fördert Ausbau berufsbegleitender Masterangebote mit 6 Millionen Euro

„Lebenslanges Lernen und Fachkräftemangel erfordern den verstärkten Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung an den Hochschulen. Studieren neben dem Beruf soll deshalb künftig leichter möglich sein. Dafür sind neue flexible Angebote und moderne Lernkonzepte notwendig“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Ein Beispiel ist Blended-Learning.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit dem Förderprogramm den Ausbau berufsbegleitender Masterangebote in einer ersten Förderrunde mit insgesamt 6 Millionen Euro.

Demografischer Wandel und Fachkräftemangel stellen unsere Wissensgesellschaft vor große Herausforderungen, deshalb sind neue Konzepte für lebenslanges und insbesondere berufsbegleitendes Lernen gefragt. „Gerade berufsbegleitende Studienangebote werden deshalb in Zukunft immer wichtiger“, sagt Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Es gehe darum, das Studium flexibler und insbesondere berufsbegleitend anzubieten.

„Wir müssen Abschied nehmen von der Vorstellung, ein Studium müsse für alle gleich sein“, sagt Bauer. Wer tagsüber im Job arbeite und über langjährige Berufserfahrung verfüge, benötige andere Studienangebote als ein in Vollzeit studierender junger Mensch, der direkt vom Abitur in den Hörsaal gekommen sei.

Deshalb sei es wichtig, dass die Hochschulen im Land ihr Angebot an berufsbe-gleitenden Masterstudiengängen stärker ausbauen.

Weiterbildung als Eckpfeiler der Wissensgesellschaft

„Die Nachfrage nach berufsbegleitenden Angeboten wird in Zukunft ein Eckpfeiler der Wissensgesellschaft werden. Wer, wenn nicht unsere Hochschulen mit ihrer herausragenden Kompetenz in der wissenschaftlichen Lehre, soll diese Aufgabe stemmen“, sagt Bauer.

Die Ausschreibung ist ein Baustein in der Weiterbildungsstrategie des Landes, nachdem die wissenschaftliche Weiterbildung bereits gesetzlich 2012 als Kernaufgabe der Hochschulen festgelegt und gesetzlich verankert worden ist. Die staatlichen Hochschulen sollten die für berufsbegleitende Masterangebote erforderlichen methodisch-didaktischen und organisatorischen Voraussetzungen nun engagiert aufbauen. Deshalb sei das Förderprogramm so wichtig.

Es ist in dieser Art bundesweit einzigartig. Die Förderung erfolgt im Rahmen der ersten Ausbaustufe des Ausbauprogramms „Master 2016“. Die Hochschulen sollen am Ende der Anschubfinanzierung in der Lage sein, Strukturen und Weiterbildungsangebote mittels Gebühren in eigener Verantwortung selbst zu finanzieren.

Gefördert werden Initiativen, die nachhaltige und möglichst zentrale Strukturen zur Entwicklung insbesondere berufsbegleitender Masterstudiengänge und hochschulinterner Modul-/Kontaktstudien aufbauen.

Über die Anträge hat ein unabhängiges Gutachtergremium entschieden, dem Vertreter aus Hochschulen und Wirtschaft angehören. Förderbeginn ist der 1. Januar 2014. Von den Hochschulen wurden 19 Anträge eingereicht, davon 9 Verbundanträge. Die Gutachter haben entschieden, dass 9 Initiativen, davon 6 Verbundanträge, mit einem Volumen von rund 6 Millionen Euro gefördert werden sollen.

Eine weitere Förderrunde ist ab 2016 geplant.

Die Förderungen im einzelnen:

  1. Uni Freiburg im Verbund mit Hochschule Furtwangen: „Denkanstoß - Weiterbildung modular“ - Fördersumme rund 810.000 Euro.
  2. Uni Tübingen: „Tübinger Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung: Aufbau und Planung eines ersten Programms“ - Fördersumme 600.000 Euro.
  3. Uni Stuttgart im Verbund mit der Hochschule der Medien Stuttgart: „Nachhaltige Verankerung der berufsbegleitenden Weiterbildung in Kooperation zweier Hochschulen“ - Fördersumme 600.000 Euro.
  4. Uni Ulm in Kooperation mit der HS Ulm: „NOW: Master - Nachfrage- Orientierte Weiterbildung bis zum Masterabschluss“ - Fördersumme 800.000 Euro.
  5. PH Karlsruhe: „Profil und Perspektiven Bilden“ - Fördersumme rund 450.000 Euro.
  6. HS Esslingen im Verbund mit der HS Aalen und der HS Heilbronn: „Südwestakademie“ - Fördersumme 1 Million Euro.
  7. HS Pforzheim: „Blueprint“ - 600.000 Euro.
  8. HS Albstadt-Sigmaringen im Verbund mit der Uni Mannheim und der Uni Tübingen: „Berufsbegleitender Masterstudiengang Data Science“ - Fördersumme 600.000 Euro.
  9. DHBW Standort Stuttgart in Koop. mit den Standorten Heidenheim, Lörrach, Karlsruhe und HS Ravensburg-Weingarten - Fördersumme 600.000 Euro.

Ministerium

Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Newsletter

Immer auf dem neuesten Stand

Fußleiste