Kultur

Mängelliste bestärkt Hoffnung auf pünktlichen Start der neuen Spielzeit

Das Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart hält fest, dass bislang keine gravierenden konzeptionellen Fehler in der Bühnentechnik des Stuttgarter Schauspiels vorliegen.  

Das Fazit des Prüfberichts: „Sollten im Rahmen der laufenden Mängelbeseitigung weitere bislang nicht bekannte Mängel auftreten, deren Behebung bis zum Beginn der Spielzeit 2013/14 nicht möglich ist, kann die Bühnentechnik dennoch eingeschränkt genutzt werden.“

Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, wertet den Bericht als gutes Zeichen: „Gleichwohl hat die Erfahrung gezeigt, dass erst am Ende des Prozesses wirklich Klarheit herrscht. In jedem Fall sollten wir mit Hochdruck an den verbleibenden Mängeln arbeiten, um einen rechtzeitigen Start der neuen Spielzeit zu erreichen.“

Ähnlich vorsichtig äußerte sich Wolfgang Leidig, Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft: „Der Bericht ist als positiver Zwischenstand zu werten. Da wir aber nicht wissen können, welche Schwierigkeiten uns noch erwarten, bleibt uns nur, Schritt für Schritt konzentriert weiter zu arbeiten.“

107 Mängel nach einmaligem Test aller Funktionen

Sämtliche Komponenten und Einzelfunktionen der Bühnenanlage wurden zwischenzeitig mindestens einmal durchgefahren beziehungsweise getestet. Insgesamt wurden 107 Mängel festgestellt, von denen 58 Mängel bereits behoben werden konnten.

Von den verbliebenen 49 Mängeln sollen 30 Mängel innerhalb der nächsten zwei Wochen behoben werden, etwa der Austausch der Motoren der Koppelein-richtungen oder die Programmierung der Lastanzeige der Podien.

Für 14 Mängel liegt ein Lösungskonzept vor, so dass die Behebung dieser Mängel bis Mitte Juli 2013 abgeschlossen sein sollen, so zum Beispiel die bessere Bedienbarkeit der Steckstelle für die Notbedienung der Versenkklappen und weitere Softwareprobleme. Für weitere fünf Mängel wird der Lösungsweg derzeit noch zwischen den Projektbeteiligten abgestimmt.

Nach derzeitigem Stand, heißt es seitens des ISW weiter, kann davon ausgegangen werden, dass die für Oktober 2013 im Schauspielhaus geplanten Premieren - gegebenenfalls mit Einschränkungen im Bühnenbetrieb - stattfinden können.

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