Pressemitteilung

Bildung
  • 30.07.2013

Viele Übereinstimmungen bei Reform der Lehrerbildung

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg, Doro Moritz, haben in einem ausführlichen Gespräch weithin Übereinstimmungen zur Notwendigkeit und zu den Inhalten der geplanten Reform der Lehrerbildung festgestellt.

Ministerin Bauer: „Ich bin mit Doro Moritz einig, dass der Qualitätsgedanke bei der Fortentwicklung der Lehrerbildung absolut im Vordergrund stehen muss. Die Expertenkommission Lehrerbildung hat Vorschläge erarbeitet, wie wir diese Qualität steigern können. An diesem Kerngedanken sollten wir uns in der Diskussion im politischen Raum orientieren und zügig entscheiden“.

„Politische Taktik darf nicht über die Kernelemente der Konzeption zur Reform der Lehrerbildung siegen. Sachfremde Erwägungen gibt es in der Diskussion derzeit genug. Dies darf aber keineswegs die geplante Qualitätssteigerung der Lehrerbildung zunichtemachen“, ergänzte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz.

Ministerin Bauer begrüßte die Bereitschaft zu einer zügigen Umsetzung der Reform seitens der GEW. Dies sei vor allem auch deshalb wichtig, um die im Rahmen der geplanten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ durch den Bund bereit gestellten Mittel von bundesweit insgesamt 500 Mio. Euro über 10 Jahre sinnvoll und gezielt in die Umsetzung der Reform der Lehrerbildung im Land investieren zu können.

Hochschulübergreifende Kooperationen

Universitäten und Pädagogische Hochschulen könnten gemeinsam in strukturierten, institutionalisierten hochschulübergreifenden Kooperationen einen Kristallisationspunkt und ein entscheidendes qualitatives Element der Reform schaffen, in dem zukünftig in der Masterphase die fachdidaktische und pädagogische Expertise der Pädagogischen Hochschulen mit den fachwissenschaftlichen Stärken der Universitäten verknüpft werden kann. Durch diese Kooperation der Hochschularten würden sowohl Qualitätsverbesserungen als auch neue Synergien erzielt. Letztlich könne das Zusammenbinden der jeweiligen Expertise in der Masterphase langfristig auch auf die Bachelor-Ausbildung ausstrahlen. Bauer und Moritz: „Wir müssen in der Lehrerbildung neue Wege gehen und innovative Strukturen schaffen“.

Sonderpädagogischen Kompetenzen

Zudem stellten Bauer und Moritz übereinstimmend fest, dass die sonderpädagogischen Kompetenzen der künftigen Lehrkräfte gestärkt werden sollen. Die Qualität und Eigenständigkeit der sonderpädagogischen Ausbildung solle erhalten bleiben, gleichzeitig sollten in allen Schularten sonderpädagogische Grundmodule verankert werden.


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Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

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