High Performance Computing und Digitalisierung

Forschungsinfrastruktur

High Performance Computing und Digitalisierung

  • HLRS-Supercomputer Hazel Hen, Foto: Boris Lehner für HLRS

Höchstleistungsrechner ermöglichen Ergebnisse an den Grenzen der Erkenntnis und setzen entscheidende Impulse bei der Entwicklung der Fachdisziplinen. Mathematische Modellierung, Optimierung und mathematische Simulation sind neben Experiment und Theorie zur dritten Säule der Wissenschaft geworden. Datenexploration ist ein wichtiges Element der Forschungsmethodik. Der schnelle technische Wandel und die von Wissenschaft und Studierenden erwarteten Veränderungen in ihrer Studien- und Forschungsumgebung machen erhebliche Anstrengungen erforderlich, um die damit verbundenen Verbesserungen zu realisieren. Dabei stehen die Bereitstellung einer IT-Infrastruktur auf international konkurrenzfähigem Niveau sowie die Netznutzung und Gewährleistung der Datensicherheit in den Netzen besonders im Fokus.

Baden-Württemberg hat hierzu mit der High Performance Computing (HPC) Landesstrategie die richtigen Weichen gestellt. Sie umfasst seit 2012 alle Leistungsebenen des Hoch- und Höchstleistungsrechnens in Baden-Württemberg und ist mit nationalen und europäischen Strategien abgestimmt. Eine wichtige Rolle spielen hierbei das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) als einzige Einrichtung dieser Art an einer Universität und der Hochleistungsrechner am Steinbuch Center for Computing (SCC) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Daneben bestehen an den Universitäten des Landes verteilte Rechnerressourcen, die im bwHPC-Verbund organisiert und betrieben werden.

Das Datenvolumen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Nahezu alle Wissenschaftsbereiche tragen zum exponentiellen Wachstum der zu speichernden Datenmenge bei. Um die zur Verarbeitung und Speicherung dieser riesigen wissenschaftlichen Datenmengen notwendigen Ressourcen bereitstellen zu können, hat Baden-Württemberg mit bwData ein Umsetzungskonzept entwickelt, das den Rahmen für die Kooperation, Konsolidierung und Fortentwicklung bei der Nutzung von datenintensiven Diensten an den Universitäten im Land bildet.

Mit dem landesweiten Forschungsnetz BelWü steht seit 1987 ein leistungsfähiges Landeshochschulnetz bereit, das alle Hochschulen des Landes über schnelle Datenleitungen verbindet. Insgesamt integriert BelWü derzeit mehr als 2.100 Einrichtungen mit ca. 350.000 Rechnern, darunter auch Forschungseinrichtungen und Schulen.


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