Wissenschaftliche Weiterbildung

Lebenslanges Lernen

Wissenschaftliche Weiterbildung

  • Foto: Oskar Eyb

Gesellschaft und Arbeitswelt sind einem ständigen Wandel unterworfen. Die wissenschaftliche Weiterbildung ist von zentraler Bedeutung für das lebenslange Lernen und hilft, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Hochschulen haben dies erkannt und etablieren sich als Orte lebenslangen Lernens. Künftig sollen mehr Studierende mit Berufserfahrung oder beruflichen Abschlüssen ihren Weg in die Hörsäle finden. Das Angebot an flexiblen, vor allem an berufsbegleitenden Studienangeboten wächst. Dabei erfordert ein Studium neben dem Beruf oder familiären Verpflichtungen neue Wege in der Lehre, etwa eine andere Didaktik und mehr zeit- und ortsunabhängiges Lernen durch Online- und Blended-Learning-Angebote. 

Durch die Reform des Landeshochschulrechts im Jahr 2012 ist der Übergang vom Beruf zur Hochschule erleichtert worden. Kern der Reform ist die Einführung von Kontakt-/Modulstudien, für die Leistungspunkte (ECTS) vergeben werden können, die auf ein Hochschulstudium anrechenbar sind. Seit 2014 haben die Hochschulen die Möglichkeit, weiterbildende Bachelorstudiengänge einzurichten.

Das Wissenschaftsministerium arbeitet in Fragen der wissenschaftlichen Weiterbildung eng mit dem Bildungswerk der baden-württembergischen Arbeitgeber zusammen, u.a. durch die gemeinsam eingerichtete „Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT“, die von Südwestmetall finanziell gefördert wird. Eine enge Kooperation gibt es ferner mit der Landesgruppe in der Deutschen Gesellschaft für Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF).  Der Bedarf und die Nachfrage nach akademischer Weiterbildung erörterten Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft und Wirtschaft in den Jahren 2014 und 2015 in fünf Regionalforen. Beim Abschlussforum am 8. Mai 2015 wurde erstmals ein Weiterbildungspreis verliehen.

Mit dem Programm „Initiative zum Ausbau berufsbegleitender Masterangebote“ werden neun besonders innovative und nachhaltige Initiativen an staatlichen Hochschulen mit ca. 6 Mio. Euro gefördert. Die Angebote sollen sich langfristig durch Gebühren selbst finanzieren. In der zweiten Förderrunde "Auf- und Ausbau von Strukturen der wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen in Baden-Württemberg" werden 16 Hochschulen seit 1.1.2016 gefördert. Die Mittel in Höhe von 9 Mio. Euro stammen hälftig vom Wissenschaftsministerium und der EU (ESF-Förderung).

Mit dem "Weiterbildungsprogramm für Ältere Akademiker und Akademikerinnen" unterstützt das Land die Hochschulen dabei, auf diese Zielgruppe ausgerichtete Angebote zu entwickeln. Bis 2014 wurden hierfür insgesamt 1,4 Mio. Euro Fördergelder eingesetzt. 

Die Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT hat in einem Online-Katalog eine Übersicht über die weiterbildenden Studiengänge (Kontaktstudien, Bachelor- und Masterangebote) in Baden-Württemberg erstellt.


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