Stipendien

Unterstützung

Stipendien

  • Lesung Matthias Nawrat, Literaturstipendiat 2013, Foto: Museum für Literatur am Oberrhein

Die Vergabe von Stipendien ist ein wichtiges Instrument zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses an der Schwelle zum Berufsleben. Im Mittelpunkt steht der Gedanke, zumeist jüngeren Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit zu geben, frei zu arbeiten und Ihr Talent abzurunden und zu entfalten.

Mit der Kunststiftung Baden-Württemberg und der Akademie Schloss Solitude gibt es in Baden-Württemberg zwei auf Stipendien spezialisierte Einrichtungen, die weit über das Land hinaus eine hohe Reputation genießen.

Kunststiftung Baden-Württemberg

1977 wurde auf Initiative von Abgeordneten der damals im Landtag vertretenen Parteien die Kunststiftung Baden-Württemberg GmbH gegründet. Sie unterstützt besonders begabte Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Musik sowie Kunstkritik und Kulturmanagement durch die Vergabe von Stipendien und durch die Organisation von Konzerten, Ausstellungen und Lesungen. Finanziert wird ihre Arbeit über Spenden, Zinserträge und einen Zuschuss des Landes Baden Württemberg. Das 2009 eingerichtete KunstBüro bietet eine zusätzliche Anlaufstelle zur Professionalisierung und Weiterbildung für junge Künstlerinnen und Künstler.

Akademie Schloss Solitude

Seit ihrer Eröffnung im Sommer 1990 hat sich die Akademie Schloss Solitude in Stuttgart immer mehr zu einer internationalen Begegnungsstätte für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler entwickelt und genießt in der internationalen Kunstszene hohes Renommée. Als Stiftung des öffentlichen Rechts fördert sie junge Kunstschaffende durch die Vergabe halb- oder ganzjähriger Wohn- und Arbeitsstipendien. Über die Hälfte der Stipendiatinnen und Stipendiaten kommen mittlerweile aus dem Ausland - damit leistet die Einrichtung einen wichtigen Beitrag zum internationalen Kulturaustausch. Das seit 2002 bestehende Stipendienprogramm "art, science and business" schlägt Brücken zu Wissenschaft und Wirtschaft. 

Darüber hinaus organisiert die Akademie Künstlerbegegnungen, Symposien und Workshops, Aufführungen, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen ihrer Gäste. Ausgewählte Arbeiten der Stipendiaten werden in der Edition Solitude veröffentlicht.

Zahlreiche weitere Stipendien im In- und Ausland vervollständigen das Bild von einer differenzierten Palette von Angeboten, die mit Unterstützung des Landes für den künstlerischen Nachwuchs bereit stehen.

Auslandsstipendien

  • I. Bund-/Länder koordinierte Auslandsstipendien

    Der Bund und die Länder vergeben Stipendien für Auslandsaufenthalte in den Bereichen Architektur/Landschaftsarchitektur, Bildende Kunst, Musik/Komposition und Literatur (nicht für Paris), für die sich herausragende, professionelle Künstlerinnen und Künstler aus Baden-Württemberg (Hauptwohnsitz) beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg bewerben können.

    • 1 Jahr in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 
    • 3 Monate in der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi in Olevano Romano
    • 3 Monate im Deutschen Studienzentrum Venedig
    • 6 Monate in der Cité Internationale des Arts Paris (keine Literaturstipendien)

     

    Voraussetzungen
    Die Bewerberinnen und Bewerber sind durch ihre künstlerische Arbeit ausgewiesen und belegen dieses mit entsprechenden Arbeitsproben.

    Die Bewerberinnen und Bewerber haben die deutsche Staatsangehörigkeit (mit Hauptwohnsitz und Schaffensmittelpunkt in Deutschland) oder haben seit mindestens fünf Jahren den ersten Wohnsitz sowie Lebens- und Schaffensmittelpunkt in Deutschland. Sie verfügen bei Antritt des Auslandsaufenthalts über Grundkenntnisse der Landessprache.

    Die Antragstellung über das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg ist nur für Bewerberinnen und Bewerber möglich, die in Baden-Württemberg leben und arbeiten.

    Umfang der Förderung
    Studiengästen der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo und Casa Baldi sowie des Deutschen Studienzentrums Venedig wird freie Unterkunft und ein pauschales Barstipendium (inklusive Reise-/Transport-/Materialkosten) der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gewährt: für Villa Massimo und Casa Baldi monatlich 2.500 Euro, für Venedig monatlich 1.500 Euro. In der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo und Casa Baldi stehen Ateliers zur Verfügung.

    Studiengästen in den Bundesateliers der Cité Internationale des Arts in Paris gewährt die Kulturbehörde des Bundeslandes, bei der sie sich beworben haben, ein Barstipendium (inkl. Reise-/Transport-/Materialkosten) von monatlich 1.500 Euro und mietfreie Unterkunft. Näheres entnehmen Sie bitte den Hinweisen für Interessenten eines Aufenthalts in der Cité.
    Informationen zur Bundesförderung

    Zeitraum der Ausschreibung
    Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler bei der für Kunstförderung zuständigen Kulturbehörde des Landes, in dem sie den 1. Wohnsitz haben, jeweils zum 15. Januar für einen Studienaufenthalt im Folgejahr.

    Die Studiengäste der Sparte Bildende Kunst werden für alle Studienorte in einem zweistufigen Auswahlverfahren ermittelt. Nach einer Vorauswahl auf Landesebene erfolgt die bundesweite Endauswahl mit einer Jury der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

    II. Stipendien des Landes Baden-Württemberg für die Cité Internationale des Arts in Paris

    Das Land Baden-Württemberg vergibt für die Sparte Bildende Kunst sieben Residenzstipendien in den landeseigenen Ateliers an der Cité Internationale des Arts in Paris für einen Zeitraum von sechs Monaten. Die Auswahl hierfür wird von einer unabhängigen Fachjury des Landes getroffen. Die Jurybesetzung wechselt mit jeder Ausschreibung. Bewerben können sich nur Künstlerinnen und Künstler, die in Baden-Württemberg leben und arbeiten. Ein weiteres landeseigenes Residenzstipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris wird im Rahmen eines Pilotprojekts ausschreibungsunabhängig vergeben.

     Mit dem Residenzstipendium verknüpft, ist die Möglichkeit einer Ausstellung im Rahmen von "Retour de Paris". Die vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geförderte Ausstellungsreihe wird präsentiert vom Institut Français Stuttgart, der Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe und dem Centre Culturel Français Freiburg.

    III. Hinweise zu den Bewerbungen

    Bewerberinnen und Bewerber für die Stipendien, die in einem laufenden Auswahlverfahren nicht angenommen wurden, können sich maximal bei zwei weiteren Ausschreibungen in Folge bewerben.

    Infoblatt Cité Internationale des Arts Paris [PDF 53 KB]
    Hinweis Cité Internationale des Arts Paris [PDF 33 KB]
    Infoblatt Villa Massimo Casa Baldi [PDF 62 KB]
    Infoblatt Deutsches Studienzentrum Venedig [PDF 96 KB]
    Auswahlgrundsätze [PDF 50 KB]

Literaturstipendien

  • Stipendien sind nicht nur eine Auszeichnung für die Autorinnen und Autoren, sondern haben den ganz praktischen Nutzen, finanzielle Spielräume und positive Arbeitsbedingungen zu schaffen.

    Übersicht

    • Drei Jahresstipendien über das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst à 12.000 Euro (Keine Bewerbung möglich)
    • Eines von vier Dreimonatsstipendien über das Stuttgarter Schriftstellerhaus (Bewerbung beim Stuttgarter Schriftstellerhaus)
    • Arbeitsbeihilfen im Umfang von derzeit 26.000 Euro. Die Entscheidung trifft der Förderkreis Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. (Bewerbung beim Förderkreis)
    • Mehrere Übersetzerstipendien im Umfang von 22.000 Euro. Die Entscheidung trifft der Freundeskreis zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e.V. (Bewerbung beim Förderkreis)
    • Mehrere Literaturstipendien (Zahl variiert) über die Akademie Schloss Solitude (monatlich 1.000 Euro, freies Wohnen auf der Solitude), keine Beschränkung auf Baden-Württemberg (Keine Bewerbung möglich)
    • Mehrere Jahresstipendien über die Kunststiftung Baden-Württemberg zu je 10.000 Euro. (Bewerbung bei der Kunststiftung)
    • Auslandsstipendien für die Villa Massimo in Rom und die Casa Baldi in Olevano (bei Rom)

Weiterführende Informationen

Ministerin Theresia Bauer

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