Interkulturelle Kulturarbeit

Dialog zwischen den Kulturen

Interkulturelle Kulturarbeit

  • Chin.Korb Foto: Städtische Galerie Karlsruhe

Fast 3 Millionen Menschen aus 200 verschiedenen Nationen leben in Baden-Württemberg. Diese kulturelle Vielfalt bietet für unsere Gesellschaft zahlreiche Chancen und Bereicherungen. Gleichzeitig können Kunst und Kultur mit ihrer identitätsstiftenden, dialogfördernden und vermittelnden Wirkung zu einer erfolgreichen Integration beitragen. Interkulturelle Kulturarbeit ist deshalb ein wichtiger Schwerpunkt der Kunstpolitik des Landes.

Zur besseren Teilhabe am kulturellen Leben und am interkulturellen Austausch sollen die Vernetzung und interkulturelle Öffnung der Kultureinrichtungen gefördert werden. Unterstützt werden insbesondere interkulturelle Kunst- und Kulturprojekte sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung in diesem Bereich.

Das Kunstministerium veranstaltet hierzu zwei- bis dreimal jährlich Arbeitstreffen zur interkulturellen Kulturarbeit, an denen Vertreterinnen und Vertreter von Kultur- und Integrationsämtern, Verbänden, Hochschulen und Kulturschaffende aus Baden-Württemberg teilnehmen. Im Sinne von Theorie und Praxis-Diskursen werden vorbildliche Projekte vorgestellt und Experten zu spezifischen Themen eingeladen. Ziele sind dabei vor allem der Erfahrungsaustausch, die Anregung von Kooperationen und die interkulturelle Öffnung der Kultureinrichtungen.

Im Rahmen des Förderprogramms „Kunst und Integration“ der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes haben verschiedene Partner finanziell und ideell zusammengewirkt, um künstlerische und pädagogische Modellprojekte zu erarbeiten. Unter Federführung des Kunstministeriums waren daran die sechs „Modellkommunen“ Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg, Mannheim, Heilbronn und Schwäbisch Hall und der Städtetag Baden-Württemberg, Kultureinrichtungen, die Stiftung Würth (Schwäbisch Hall), die Hector Stiftung (Mannheim) und die Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart beteiligt.

In den Jahren 2011 bis 2013 haben dort Kooperationsprojekte interkulturellen Inhalts in Kultur- und Bildungseinrichtungen stattgefunden. Ziel war dabei, die interkulturelle Kompetenz der Projektteilnehmer zu stärken und das Knüpfen und Pflegen von Netzwerken voranzutreiben. Weitere Kommunen, Kirchen, Religionsgemeinschaften, Stiftungen, Kultureinrichtungen und sonstige Akteure sollen sich anschließen.


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