Pressemitteilung

Forschung
  • 30.01.2018

Grundlagenforschung für noch bessere Förderung besonders leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Gerade auch für die leistungsstärksten Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass sie gezielt gefördert werden. In einer gemeinsamen Initiative gehen Bund und Länder ab sofort gemeinsam voran. „Wir wollen Lehrkräfte dabei unterstützen, Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen und Kinder individuell optimal zu fördern“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.  Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe übernimmt die Koordination eines bundesweiten Forschungsverbundes renommierter Universitäten.

Wie können wir leistungsstarke und besonders leistungsfähige Kinder und Jugendliche besser fördern? Wie wird die Schule auch deren Entwicklungsmöglichkeiten im Regelunterricht stärker gerecht? Mit Blick auf eine optimale individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler ist es von zentraler Bedeutung, deren Potenziale möglichst frühzeitig zu erkennen. Dafür braucht es Lehrkräfte mit hoher Diagnosekompetenz, die über passgenaue Strategien verfügen und individuelle Fördermaßnahmen starten können. In einer gemeinsamen Initiative gehen Bund und Länder ab sofort gemeinsam voran.

„Kinder und Jugendliche in der Schule optimal zu begleiten und ihre Potenziale frühzeitig zu erkennen, ist entscheidend für ihre Entwicklung. Die bestmögliche Vorbereitung der Lehrkräfte auf diese individuelle Förderung ist mir ein großes Anliegen. Deshalb freue ich mich besonders, dass die Pädagogische Hochschule Karlsruhe in diesem wichtigen Thema die Koordination eines Forschungsverbundes übernommen hat und sich mit ihrer großen bildungswissenschaftlichen Expertise in die Weiterentwicklung der Lehrerbildung einbringt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Dienstag (30. Januar) in Stuttgart. Der von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe koordinierte Verbund forschungsstarker Universitäten wird zunächst über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg Grundlagen erforschen und in der schulischen Praxis erproben. Am Forschungsverbund nimmt auch die Universität Tübingen teil.

„Gerade auch für die leistungsstärksten Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, dass sie gezielt gefördert werden. Darauf müssen Lehrkräfte noch besser vorbereitet werden“, sagte die Ministerin.

Die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler umfasst zwei jeweils fünfjährige Phasen mit einem Schulentwicklungsteil und dem von der PH Karlsruhe koordinierten Forschungsteil. Das Gesamtprojekt wird nach 5 Jahren einer Zwischenevaluation unterzogen.

Für den von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe koordinierten Forschungsverbund „Leistung macht Schule“ stellt der Bund jährlich 5 Mio. Euro zur Verfügung. In der zweiten Phase (2023-2027) steht der Transfer der gewonnenen Forschungsergebnisse in die Praxis im Vordergrund. Für die Forschung während dieser Phase stellt der Bund jährlich 7,5 Mio. Euro bereit.

Weitere Informationen:

An dem Forschungsverbund „Leistung macht Schule“ mit 22 Einzelprojekten und insgesamt 300 kooperierenden Schulen bundesweit sind neben der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe als koordinierender Hochschule die folgenden Universitäten mit jeweils eigenen Teilprojekten beteiligt:

  • Freie Universität Berlin
  • Humboldt-Universität zu Berlin
  • Technische Universität Braunschweig
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) Kiel
  • Universität Leipzig
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
  • Universität Paderborn
  • Universität Potsdam
  • Universität Regensburg
  • Universität Rostock
  • Universität Tübingen
  • Universität Trier

Ziel des Verbundprojekts mit Fokus Primar- und Sekundarstufe I unter Beteiligung von empirischer Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik unterschiedlicher Fächer und pädagogischer Psychologie ist eine theorie- und evidenzbasierte Optimierung von schulischen Entwicklungsmöglichkeiten leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler im Regelunterricht durch folgende Ansatzpunkte:

  • Begleitung von Schulen bei der Entwicklung eines Leitbildes einer leistungsfördernden, persönlichkeitsbildenden Schule und beim Aufbau einer Schulkultur, die Vielfalt anerkennt
  • Aufbau und Begleitung von Netzwerken zwischen Schulen sowie einer Theorie-Praxis-Brücke
  • Entwicklung von Leistungsmodellen und darauf aufbauenden diagnostischen Verfahren
  • Lehrkräfteprofessionalisierung für die Förderung (potenziell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler
  • Förderung (potenziell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler durch Unterrichtsentwicklung in MINT- und sprachlichen Fächern
  • Förderung (potenziell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler über den Aufbau fachübergreifender Lernkompetenzen
  • Förderung (potenziell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler durch fachübergreifende Ansätze der Individualisierung (personalisierte Förderpläne, Mentoring)

Kontakt

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Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Königstraße 46
70173 Stuttgart

Bürgerreferentin:

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Theresia Bauer

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Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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