Pressemitteilung

Kunst und Kultur
  • 02.05.2017

Weiterer Baustein in der landesweiten Digitalisierungsstrategie: Virtual Reality-Offensive stärkt Medien- und Filmstandort

Kunststaatssekretärin Petra Olschowski: „Mit der Virtual Reality-Offensive wollen wir die besten Talente mit ihren Ideen und Projekten an den Standort Baden-Württemberg binden“

Impuls für neue Start Ups in hochinnovativem Feld 

„In der Gestaltung virtueller Erlebniswelten liegt enormes Potential für die Film- und Medienschaffenden. Virtual Reality kann als innovatives künstlerisches Ausdrucksmittel eine ganz eigene räumliche und sinnliche Wahrnehmung schaffen. Darüber hinaus bietet Virtual Reality - VR - unseren erfolgreichen und international renommierten Animations- und VFX-Spezialisten im Land auch in wirtschaftlicher Hinsicht neue Chancen. Deshalb haben wir beschlossen, im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes eine neue VR-Förderrunde des Wissenschaftsministeriums zu starten. Damit stärken wir die Exzellenz und Dynamik des Medien- und Filmstandortes Baden-Württemberg“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Dienstag (2. Mai) zum Start der FMX in Stuttgart. Die Internationale Konferenz für Animation, Effekte, VR, Games und Transmedia ist schon heute die wichtigste und größte europäische Fachveranstaltung zu digitalen Medien. Das Land unterstützt die FMX dabei, diese Stärke weiter auszubauen.

Für die Förderung von Virtual Reality-Projekten stellt das Wissenschaftsministerium 2017 insgesamt 300.000 Euro bereit. Damit werden Vorhaben der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg und der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg unterstützt.
 
Künstlerische Qualität und Hightech verbinden
„Wir haben im Land ideale Voraussetzungen, künstlerische Qualität und Hightech zu verbinden. Mit der Virtual Reality-Offensive wollen wir an dieser Schnittstelle die besten Talente mit ihren Ideen und Projekten an den Standort Baden-Württemberg binden. Das bietet auch großes Potential für neue Start Ups in einem hochinnovativen Feld“, betonte Olschowski. 

Die Virtual Reality-Offensive des Wissenschaftsministeriums umfasst drei Bausteine:

. Das Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg bietet mit „VR NOW“ ein projektbezogenes Programm vor allem für Absolventinnen und Absolventen baden-württembergischer Hochschulen im Bereich Virtual Reality an. In interdisziplinären und vom Animationsinstitut betreuten Teams werden präsentationsfähige Prototypen virtueller Erlebniswelten entwickelt.

. Die FMX (Internationale Konferenz für Animation, Effekte, VR, Games und Transmedia) in Stuttgart ist die wichtigste und größte europäische Fachveranstaltung zu digitalen Medien. Virtuelle Realitäten werden an verschiedenen Messeständen erlebbar sein (VR-Stage, VR-Brillen, VR-Filme). Zudem werden auf der FMX die für „VR NOW“ eingereichten Konzepte präsentiert und bereits entwickelte Prototypen virtueller Welten vorgestellt.

. Mit dem „Digital Content Funding“ (DCF) werden im Rahmen der Filmförderung der MFG kleine und mittlere - vor allem junge - Unternehmen bei der Durchführung von innovativen Medienprojekten finanziell unterstützt. Dieser Bereich wird innerhalb der Medienförderung weiter gestärkt. Fördermittel werden gezielt für VR-Projekte eingesetzt.

Die Virtual Reality Offensive des Ministeriums ist Teil der landesweiten Digitalisierungsstrategie „digital@bw“.  Sie führt die Maßnahmen des MWK zur Stärkung des Virtual Reality-Bereichs aus dem Jahr 2016 fort und entwickelt sie weiter. 

Weitere Informationen:
 
Film und Neue Medien in Baden-Württemberg - Zukunftsträchtige Wachstumsfelder mit hoher Wirtschaftskraft

Filmpolitik und Medienentwicklung sind wichtige Themenfelder für die Landesregierung. Neben der gezielten Filmproduktionsförderung geht es darum, für Produktionsunternehmen gute Rahmenbedingungen für ein dauerhaftes Engagement im Land zu schaffen. So hat die Filmbranche in Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren sichtbar an Strahlkraft gewonnen: Sender, Produktionsstätten und Bildungseinrichtungen sowie eine gute Vernetzung mit der IT- und Kreativwirtschaft sorgen für ein Klima, in dem sich Filmschaffende entfalten können. Obwohl Baden-Württemberg kein klassisches Filmland ist, hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Filmbranche entwickelt. Speziell die Region Stuttgart zählt heute international mit zu den führenden Standorten für „Animation Media“ und „Visual Effects“ (vfx).

Wichtige Säulen der Filmpolitik im Land:

Filmförderung
Mit der MFG Medien- und Filmgesellschaft verfügt das Land über eine Einrichtung, die eine qualifizierte Filmförderung betreibt. Sie fördert die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb kulturell wertvoller Filmproduktionen für Kino und Fernsehen - darunter Animationsfilme und Filme mit vfx-Anteilen. Mit gezielten Infrastrukturmaßnahmen unterstützt sie die lebendige Vielfalt der baden-württembergischen Kinolandschaft. Darüber hinaus betreibt die MFG Standortentwicklung mit Konzentration auf die baden-württembergische Medien- und Kreativwirtschaft. Weitere Aufgaben sind die Förderung filmrelevanter interaktiver Medienapplikationen, die Förderung der Präsenz baden-württembergischer Filmemacher auf Festivals und die Organisation von Workshops zur Weiterbildung von Filmschaffenden. http://mfg.de/

Filmfestivals
Als wichtige Plattformen für Filmschaffende, Produzenten, Fachwelt und Publikum spielen die Filmfestivals im Land eine bedeutende Rolle. Die großen Filmfestivals erhalten aus Filmförderungsmitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst jährliche Zuwendungen. Insgesamt fördert das Land die Filmfestivals mit rd. 1,7 Mio. Euro im Jahr. Hierzu gehören u.a. die FMX - International Conference on Animation, Effects, VR, Games and Interactive Media, das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart, die Filmschau Baden-Württemberg, das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg, die Französischen Filmtage Tübingen-Stuttgart, die Biberacher Filmfestspiele sowie das spotlight-Festival für Bewegtbildkommunikation.

Animation Media Cluster Region Stuttgart
Die erfolgreichen Animations-/vfx-Studios haben sich in einem starken „Animation Media Cluster Region Stuttgart“ zusammengeschlossen. Dieser bundesweit einmalige Zusammenschluss von 23 Unternehmen und Institutionen einschließlich der Hochschule der Medien Stuttgart und des Animationsinstituts der Filmakademie fördert das Know-how und den Technologietransfer, schafft Synergien und stärkt die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Branche. Unter den Clusterfirmen sind international agierende Spezialisten für Animation und visuelle Effekte, die immer wieder Auszeichnungen und Nominierungen erhalten, auch auf internationaler Ebene. Ziel ist es, die Region Stuttgart international nachhaltig als Top-Standort im Bereich Visual Effects und Animation zu festigen.

Ausbildung
Auch in der Ausbildung ist Baden-Württemberg im IT- und Medienbereich europaweit mit führend und sorgt weit über die Landesgrenzen hinaus für qualifizierten Nachwuchs. Die Filmakademie Baden-Württemberg mit ihrem Animationsinstitut gehört zu den besten Filmhochschulen weltweit. In Ludwigsburg werden Studierende in allen relevanten Berufsfeldern der Film- und Medienbranche unterrichtet - vom Spielfilm, Serien, Bildungs- und Wissenschaftsfilm über Dokumentarfilm bis hin zum Werbe- und Imagefilm. Heute ist die Filmakademie eine international hoch renommierte Stätte der Filmausbildung und ein wichtiger Kristallisationskern der baden-württembergischen Filmszene.


Kontakt

Das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Königstraße 46
70173 Stuttgart

Bürgerreferentin:

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Theresia Bauer

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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