Kunst und Kultur

Digitale Wege ins Museum

Haus der Geschichte
„Die digitale Öffnung unserer Museen ist eines unserer Hauptanliegen. Mit dem Förderprogramm ‚Digitale Wege ins Museum‘ konnten wir einen wichtigen Impuls in die baden-württembergische Museumslandschaft geben, woraus bereits bemerkenswerte Anwendungen entstanden sind: Expotheken, Chatbots, Games und eine interaktive Datenbank, die eine weltweite Teilhabe an Sammlungsbeständen ermöglicht. Darüber hinaus aber etablierte sich in kurzer Zeit ein digitales Denken und ein „digitaler Geist“ in den Institutionen. Der Grund hierfür liegt in dem partnerschaftlichen Förderansatz des Programms, der mittlerweile als vorbildlich gilt.“
Staatssekretärin Petra Olschowski

Ein deutschlandweit einzigartiges Programm zur Förderung der digitalen Zukunft der Landesmuseen

Digitalisierung und die stärkere Öffnung der Museen besonders für die junge Generation ist eines der Hauptanliegen des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst. Vor diesem Hintergrund wurde 2017 im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg "digital@bw" die Förderlinie „Digitale Wege ins Museum“ aufgelegt, ein deutschlandweit einzigartiges Programm, mit dem die Landesmuseen bei der Gestaltung ihrer digitalen Zukunft begleitet werden. Nach dem großen Erfolg der ersten Förderrunde (2017-2019) folgte 2018 mit „Digitale Wege ins Museum 2“ eine konzeptuell erweiterte Fortführung des Programms, das Ende 2020 abgeschlossen sein wird.

Ziel von „Digitale Wege ins Museum“ ist es, die Landesmuseen dabei zu unterstützen, neue digitale Partizipations- und Erlebnismöglichkeiten zu schaffen, Bildungsinhalte zeitgemäß zu vermitteln und umfassende digitale Strategien zu entwickeln.

Chatbots, Serious Games, virtuelle Zeitreisen, digitale Expotheken, interaktive Datenbanken: diese und andere digitale Vermittlungsprojekte werden im Rahmen von „Digitale Wege“ umgesetzt. Für die Realisierung ihrer Ideen erhielten die Landesmuseen und das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in zwei Förderrunden insgesamt rund 4 Millionen Euro.

Neuartig an der Förderlinie ist auch, dass die Landesmuseen von der Antragstellung bis zur Realisierung von Digitalexpertinnen und –experten begleitet werden. Dies geschieht in Form von Workshops, Schulungen und regelmäßigen Austauschtreffen. Bei diesem partnerschaftlichen Ansatz wird das Ministerium maßgeblich von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg unterstützt.

Die Förderlinie „Digitale Wege ins Museum“ hat bei den Landesmuseen eine „digitale Wende“ eingeleitet. Zudem ist es gelungen, das digitale Knowhow, das im Rahmen von „Digitale Wege“ an den Museen erarbeitet wurde, in den Häusern zu halten: 2020 wurden 20 feste Stellen für Digitalexpertinnen und -experten in den Landesmuseen geschaffen, wodurch digitale Kompetenz langfristig in den Landesmuseen verankert wird.

Geförderte Projekte im Rahmen von „Digitale Wege ins Museum“