Staatstheater

Vorhang auf

Staatstheater

  • La Traviata, Oper Stuttgart, Foto: A.T. Schaefer

In Baden-Württemberg gibt es zwei Staatstheater, die auf eine langjährige Tradition zurückblicken können - beide sind  aus Hoftheatern hervorgegangen.Sie befinden sich in der Trägerschaft des Landes und werden jeweils zur Hälfte von den Sitzstädten mitfinanziert. Inzwischen werden beide Häuser als Landesbetriebe geführt.

Württembergische Staatstheater

Die Württembergischen Staatstheater ragen mit Oper, Ballett und Schauspiel sowie dem Staatsorchester aus den Theaterinstitutionen des Landes heraus. Das seit über 50 Jahren international renommierte Stuttgarter Ballett setzt auf der ganzen Welt Maßstäbe - insbesondere mit erstklassigen Gastspielen auf den großen internationalen Bühnen. Die John-Cranko-Ballettschule zählt zu den weltweit besten Ausbildungsstätten für Tänzerinnen und Tänzer. Seit Jahren verstärken die Württembergischen Staatstheater ihr Engagement für ein heranwachsendes Publikum, beispielsweise mit der Jungen Oper.

In Kritikerumfragen wie beispielsweise in „Theater Heute“, „Die Deutsche Bühne“, „Tanz“ oder „Opernwelt“ finden sich die Württembergischen Staatstheater regelmäßig auf den ersten Plätzen; Oper, Opernchor, Schauspiel, Ballett und herausragende Ensemble- und Compagniemitglieder erhalten immer wieder hochrangige Auszeichnungen und Nominierungen.

Im Jahr 2015 wurde mit dem Neubau der John-Cranko Ballettschule begonnen. Darüber hinaus planen die Stadt Stuttgart und das Land eine umfangreiche Sanierung des Opernhauses. In den vergangenen Jahren konnten die Sanierung des Schauspielhauses und der Neubau des Probenzentrums mit einer Studiobühne - dem NORD - abgeschlossen werden.

Badische Staatstheater

Das Badische Staatstheater Karlsruhe mit der über 350 Jahre bestehenden Badischen Staatskapelle bietet als Mehrspartenhaus ein profiliertes Programm mit überregionaler Resonanz und nationaler Anerkennung. Herausragend sind die jährlich stattfindenden Händel-Festspiele, die sich der besonderen Pflege des Händel-Erbes widmen. Die alle zwei Jahre in Karlsruhe veranstalteten Europäischen Kulturtage zeigen zahlreiche Gastensembles europäischer Bühnen und krönen die am Oberrhein intensive Zusammenarbeit mit den benachbarten französischen Bühnen in Straßburg und Nancy. Zur Programmatik gehören auch zeitgenössische und innovative Formate, wie beispielsweise das Festival Premières. Es ist das bedeutendste europäische Festival für junge Regisseure und deren erste Inszenierungen. Das Publikum ist eingeladen, eine Reise in die Zukunft des Theaters zu unternehmen, neue Handschriften und Themen zu entdecken, vertraute und überraschende Spielformen zu erleben und sich von jungen Theatermachern begeistern zu lassen.

Das Badische Staatstheater und seine Ensemblemitglieder werden regelmäßig mit Preisen und Auszeichnungen geehrt, zuletzt beispielsweise mit dem Deutschen Theaterpreis Der FAUST 2014 für die Tänzerin Bruna Andrade.

Sanierungs- und Erweiterungsbedarf besteht für das seit 1975 bestehende Theatergebäude. In mehreren Bauabschnitten sind der Neubau eines Schauspielhauses mit integriertem JUNGEM STAATSTHEATER, neue musikalische Probenräume und Werkstätten sowie die Sanierung des Bestandsgebäudes mit einem Kostenvolumen von rd. 125 Mio.  Euro vorgesehen (Stand 2014). Im Rahmen eines europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs wurden drei Arbeiten als preiswürdig eingestuft; die Entwürfe werden derzeit überarbeitet.


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