Pressemitteilung

Studium
  • 03.05.2018

Erfolg für Lehrende und Lernende - „Yes it’s #Humboldt“ an der Hochschule Nürtingen-Geislingen

  • Logo der Veranstaltungsreihe „Yes, it’s #Humboldt“ (Grafik © Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg)

    Bild: © Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg

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  • Logo der Veranstaltungsreihe „Yes, it’s #Humboldt“ (Grafik © Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg)

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Was bedeutet „gute Lehre“? Wie gelingt ein erfolgreicher Start ins Studium? Und welchen Einfluss haben technische und gesellschaftliche Entwicklungen heutzutage auf unsere Hochschullehre? Unter anderem diese Fragen diskutiert Staatssekretärin Petra Olschowski mit Studierenden und Lehrenden an der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Yes it's #Humboldt“ besuchen Wissenschaftsministerin und Staatssekretärin insgesamt sieben verschiedene Hochschulstandorte.
 
„Wir wollen gemeinsam mit den Studierenden überlegen, was ein gutes Studi-um ausmacht und wie Studium und Lehre weiter verbessert werden können. Ob aus Studierenden erfolgreiche Absolventen werden, hängt von vielen Faktoren ab: Vom guten Übergang von der Schule in die Hochschule, vom Studienstart und nicht zuletzt von guter Betreuung und Lehre. Mit den Förderprogrammen des Wissenschaftsministeriums im Rahmen des ‚Fonds Erfolgreich Studieren‘ möchten wir deshalb den Studieneingang und die Qualität der Lehre an den Hochschulen weiter verbessern“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski am Donnerstag (3. Mai) an der Hochschule Nürtingen-Geislingen.

Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, diskutiert gemeinsam mit der Hochschule Nürtingen-Geislingen am 3. Mai, was „gute Lehre“ in unserer heutigen Hochschulwelt bedeutet und wie ein erfolgreicher Start ins Studium gelingt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Yes it's #Humboldt“ besuchen Wissenschaftsministerin und Staatssekretärin insgesamt sieben Hochschulen. Während der Besuche findet ein Austausch über innovative und aktivierende Lehrformate zwischen Studierenden, Lehren-den, Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft und dem Wissenschaftsminis-terium statt. An der Hochschule Nürtingen-Geislingen fördert das Wissenschaftsministerium im Rahmen des „Fonds Erfolgreich Studieren“ (FESt-BW) zwei Programme. Diese legen den Schwerpunkt auf die Studieneingangsphase und die Weiterentwicklung der Lehrmethoden.

Eigene Talente erkennen und stärken

„Die eigenen Talente und Stärken zu erkennen und auszubauen ist immer auch eine Herausforderung. Die Hochschule Nürtingen-Geislingen unterstützt mit ihrem breit gefächerten Lehr- und Veranstaltungsangebot junge Menschen besonders in der Startphase des Studiums gezielt bei diesem Prozess“, so Olschowski weiter.

Vom Schnupperstudium über die Orientierungswoche zu flexiblen Studienzeiten: So begleitet die Hochschule Nürtingen-Geislingen den optimalen Start in das Studium und ermöglicht ihren Studierenden verschiedene Wege: entweder möglichst schnell zu studieren, sich zunächst zu orientieren oder sich noch ge-sondert zu qualifizieren. Entscheidend ist, den erfolgreichen Studienabschluss durch ausreichend individualisierte Angebote sicherzustellen.

Lehre von Angesicht zu Angesicht

Das Lernen an der Hochschule soll begeistern, motivieren, kritisches Denken anstoßen, unterschiedliche Umwelten einbeziehen und Kompetenzen für die künftige Arbeitswelt oder die Wissenschaft schaffen. Ob das gelingt, hängt entscheidend von der Art ab, wie man lernt und sich Wissen aneignet. „Besonders erfolgreich sind Studierende, die motiviert und eigenaktiv sind, sich an ihrer Hochschule wohlfühlen, sich einbringen und aktiv gestalten und das Gespräch mit ihren Lehrenden suchen. Wir unterstützen deshalb innovative Lern- und Lehrformate an unseren Hochschulen“, sagte die Staatssekretärin abschließend.

Weitere Informationen

Die Lehre ist neben der Forschung die Kernaufgabe der Hochschulen und sie hängen unmittelbar zusammen, denn ohne beste Lehre gibt es auch keine Forschungsexzellenz. Das Land hat daher mit dem „Fonds Erfolgreich Studieren (FESt-BW)“ einen Schwerpunkt auf die Lehre gesetzt. In den beiden Förderlinien „Strukturmodelle in der Studieneingangsphase“ und „Wissenschaft lehren und lernen“ werden vernetztes Denken und das Finden kreativer Lösungen ebenso unterstützt wie Rahmenbedingungen für ein gutes, erfolgreiches und flexibles Studium. So können Studierende mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen individuell gefördert werden.

Förderlinie „Strukturmodelle in der Studieneingangsphase“:

Für einen guten Start ins Studium sorgt die Hochschule Nürtingen-Geislingen mit ihrem Projekt „IBIS – Individuelle Beratung für ein individuelles Studium“. Hier werden die unterschiedlichen studentischen Eingangsvoraussetzungen berücksichtigt und entsprechende Unterstützung angeboten. Die Bestandteile von IBIS sind:

  1. „Schnupperstudium“: Angeboten werden in der Regel drei Tage pro Semester, um das Studienfach besser kennenzulernen. Dieses Angebot ist auch für angehende Abiturienten sehr spannend.
  2. Online-Studieneinstiegs-Assistent: Das Portal für Studienanfänger auf der Website der Hochschule sorgt für eine bessere Orientierung beim Studieneinstieg.
  3. Vorkurse und Brückenkurse: Ziel ist eine bessere Anschlussfähigkeit an die Anforderungen bestimmter Fächer.
  4. Vorwoche/Orientierungswoche zum Studienstart: Die einzelnen Stu-diengänge bieten je nach Bedarf Workshops und Module an, für mehr Identifikation mit dem Studienfach und auch zum Kennenlernen der Leh-renden und der Kommilitonen.
  5. Begleitkurse und Tutorien: Semesterbegleitende Mathematik- und Schreibwerkstätten sollen helfen, die fachliche Kompetenz zu stärken und sich in Arbeitsgruppen zu organisieren.
  6. Peer-Mentoring-Programme: Mentorinnen und Mentoren, die im höhe-ren Semester studieren, helfen Studienanfängern beim Studienstart, um sich besser zu orientieren und die Möglichkeiten und Anforderungen im Studienfach kennenzulernen.
  7. Flexibilisierung von Studienzeiten: Hier ist eine freiwillige Prüfungsan-meldung in 9 von 16 Studiengängen möglich: Ziel ist eine individuelle Studienverlaufsplanung unter Berücksichtigung von vorhandenen Kenntnissen und Fähigkeiten, persönlichen und familiären Belastungen - bis hin zu einem Teilzeitstudium.
  8. Fachspezifische Lernkonzepte: Es gibt individuelle Lernberatungen und fachspezifische Schulungen für Tutoren sowie eine fachdidaktische Qualifizierung der Lehrenden.
  9. Einzelberatung und Gruppenangebote: Durch Studienfachberatung, Studienlernberatung und eine Beratung bei Studienzweifeln sollen eine höhere Motivation, mehr Erfolgszuversicht sowie bessere Lernergebnisse erzielt werden.
  10. Workshops zu Kompetenzen der Studienbewältigung und „Schreibberatung“
  11. In Seminaren für Professoren und Lehrbeauftragte werden diese hochschuldidaktisch weitergebildet. Ziel ist die lernzielorientierte Gestaltung von Lernprozessen, Prüfungsformen unter Berücksichtigung der Heterogenität der Studierenden und somit ein höherer Lernerfolg.

Förderlinie „Wissenschaft Lehren und Lernen – WILLE“

Kritisches Denken und engagiertes Handeln wird mit dem Projekt „PHOENIX – Problemorientierte Hochschullehre im Nachhaltigkeitskontext“ gestärkt. Die Studierenden werden für gesellschaftlich relevante Themen zur nachhaltigen Entwicklung sensibilisiert und werden so zum kritischen Denken und engagierten Handeln motiviert. Hochschulstrategische Relevanz hat das Projekt PHOENIX durch seinen Bei-trag zur weiteren Vernetzung zwischen Hochschuleinrichtungen, Lehrenden, Studierenden sowie externen Partnern. Zu diesen zählen die Städte Nürtingen und Geislingen mit ihren Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.


Kontakt

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Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Königstraße 46
70173 Stuttgart

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Theresia Bauer

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst

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