Pressemitteilung

Hochschulmedizin
  • 18.07.2018

Prof. Dr. Jörg Fegert mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt

  • Prof. Dr. Jörg Fegert

    Bild: Elvira Eberhardt/Uni Ulm

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat Prof. Dr. Jörg Fegert das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht und dessen jahrzehntelangen Einsatz für eine gewaltfreie Kindheit gewürdigt.

„Wir ehren heute Jörg Fegert für seine großen Verdienste für den Kinderschutz. Als Kinder- und Jugendpsychiater setzt sich Professor Fegert auf verschiedenen Ebenen für das Wohl junger Menschen ein – von der Forschung zu psychischen Traumata bis zur Missbrauchsprävention. Er hat zahlreiche Gesetzgebungsverfahren in Bund und Ländern begleitet und so maßgeblich zum Kinderschutz beigetragen“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bei der Überreichung des Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland an Prof. Dr. Jörg Fegert am Mittwoch (18. Juli) in Ulm.

Professor Jörg Fegert hat ab 2001 die Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie aufgebaut. Als Wissenschaftler verfasste der Mediziner Standardwerke seines Fachs und er ist aktuell Sprecher für den Bereich Psychotraumata im Ulmer Zentrum für Traumaforschung. Er ist außerdem Sprecher des Kompetenzzentrums Kinderschutz in der Medizin in Baden-Württemberg. Dieses Kompetenzzentrum beforscht Ursachen sexuellen Missbrauchs und hat mit seinem Team erfolgreiche E-Learningangebote erarbeitet – zum Beispiel, um frühe Hilfen durch Ärzte und Therapeuten zu ermöglichen. Neben Forschung und Lehre ist Professor Fegert Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Er ist Gründungsmitglied der 2015 gegründeten Deutschen Traumastiftung.

„Ein Aufwachsen ohne Gewalt- und Missbrauchserfahrung sollte selbstverständlich sein. Jörg Fegert zeigt uns mit seiner immensen wissenschaftlichen Expertise und seinem großen gesellschaftlichen Engagement, dass diese Selbstverständlichkeit leider immer wieder aufs Neue – auch in unserer Zeit – erkämpft werden muss“, betonte Bauer.

 


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