Individuelle Förderprogramme

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert mit individuellen Programmen auf verschiedenen Qualifikationsstufen den Weg von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Professorinnen in die Wissenschaft.

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 Individuelle Förderprogramme

Margarete von Wrangell-Programm

Das Wissenschaftsministerium hat das Margarete von Wrangell-Programm neu aufgelegt: Ab 2023 erhalten Junior- und Tenure-Track-Professorinnen die Möglichkeit, ihr Forschungsfeld zu profilieren und gleichzeitig junge Postdoktorandinnen auf ihrem Weg auf eine Lebenszeitprofessur zu unterstützen, indem sie für drei Jahre eine frisch promovierte Wissenschaftlerin beschäftigen. Diese junge Wissenschaftlerin erhält über das Programm drei Jahre lang eine verlässliche Vollzeit-Beschäftigung (EG 13/EG 14 TV-L), um sich wiederum selbst für eine Post-Doc-Position wie Juniorprofessorin, Tenure-Track-Professorin oder Nachwuchsgruppenleiterin zu qualifizieren.

Für das vom Land und Europäischen Sozialfonds finanzierte Programm steht ein Budget von 9,13 Mio. Euro zur Verfügung. Gefördert werden kann eine Wissenschaftlerin, deren Promotion bei Antragsstellung nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Neben der Förderung des Beschäftigungsverhältnisses (EG 13/EG 14 TV-L) der frisch Promovierten steht dieser zusätzlich ein Qualifizierungsbudget von 5.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Dadurch sind rund 30 Förderungen möglich.

Die Ausschreibung des Programms erfolgt bis 31.05.2026. Antragsberechtigt sind alle W1-Professorinnen (Juniorprofessorinnen, Tenure-Track-Professorinnen), die an einer staatlichen Hochschule Baden-Württembergs beschäftigt sind, in den ersten eineinhalb Jahren in dieser Position.

Geförderte Vorhaben und Standorte

Weitere Förderprogramme

  • Das Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm richtet sich an berufstätige Frauen mit einem Hochschulabschluss und die Lehrerfahrungen an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, Kunst- und Musikhochschule oder der Dualen Hochschule sammeln möchten. Durch die Vergabe von Lehraufträgen sollen die Teilnehmerinnen Verbindungen zu Hochschulen knüpfen und sich für eine Professur an diesen Hochschularten qualifizieren. Auf diese Weise soll der Anteil an Professorinnen erhöht werden.
  • Das Professorinnenprogramm hat zum Ziel, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern. Gleichzeitig werden über das Programm auch Gleichstellungsmaßnahmen an den Hochschulen unterstützt.
  • Das Programm Professorinnen ESF Plus - Erhöhung des Anteils von Frauen auf HAW-, DHBW- und KMH-Professuren zielt darauf ab, mehr Frauen für den Beruf der Professorin an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), der Dualen Hochschule (DHBW) sowie an den Kunst- und Musikhochschulen (KMH) zu begeistern und sie mit Mentoring- und Beratungsangeboten auf ihrem spezifischen Karriereweg zu unterstützen.
    Über das Programm werden das Verbundprojekt Traumberuf Professorin Plus unter Federführung der HAW Karlsruhe und das Verbundprojekt EAST-Donau unter der Leitung der HAW Albstadt-Sigmaringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in Höhe von knapp 1 Millionen Euro gefördert.