Große Landesausstellungen

Herausragende Themen

Große Landesausstellungen

  • Große Landesausstellung 2016/17 "Die Schwaben. Zwischen Mythos und Marke", Landesmuseum Württemberg

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  • Große Landesausstellung 2016 "Naturdetektive"_Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart

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  • Große Landesausstellung 2016 "4.000 Jahre Pfahlbauten", ALM und Landesamt für Denkmalpflege_Blick in die Pfahlbausiedlung Hornstaad an der Spitze der Halbinsel Höri am Bodensee, um 3910 v. Chr. © Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg, A. Kal

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  • Große Landesausstellung 2016 "Gutes böses Geld", Staatliche Kunsthalle Baden-Baden_Goldbarren_Alicja Kwade

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  • Große Landesausstellung 2015 "Karl Wilhelm 1679-1738", Badisches Landesmuseum Karlsruhe, Foto: ONUK

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  • Große Landesausstellung 2015 "Die Meistersammlerin. Karoline Luise von Baden", Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Foto: SKK

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  • Große Landesausstellung 2014 "Oskar Schlemmer. Visionen einer neuen Welt", Figurinen zum Triadischen Ballett, 1922, veschiedene Materialien, Staatsgalerie Stuttgart, Leihgabe der Freunde der Staatsgalerie, Foto: Staatsgalerie Stuttgart

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  • Große Landesausstellung 2014 "Erster Weltkrieg", Foto: Haus der Geschichte/Werner Kuhnle

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Die Tradition Großer Landesausstellungen geht auf das Jahr 1977 zurück, als anlässlich des 25-jährigen Landesjubiläums die außerordentlich erfolgreiche Staufer-Ausstellung stattfand. Die Ausstellungen sind überregional beachtete Großprojekte, die entweder Themen zu Kultur und Geschichte des Landes behandeln oder einen besonderen Landesbezug haben. Bedeutende Beispiele der letzten Jahre sind die besonders erfolgreichen Ausstellungen "Camille Corot - Natur und Traum" in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und "Die Welt der Kelten. Zentren der Macht - Kostbarkeiten der Kunst" im Jahr 2012/13 organisiert vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg und dem Landesmuseum Württemberg. Besondere Aufmerksamkeit beim Publikum hat auch die vom Linden-Museum durchgeführte Ausstellung "Inka - Könige der Anden" in 2013/14 erlangt.

Laufende und geplante Große Landesausstellungen bis 2020

2017 GLA 2017

  • Die Schwaben. Zwischen Mythos und Marke
    22. Oktober 2016 bis 23. April 2017 - Landesmuseum Württemberg

    Gegenstand der Ausstellung werden nicht nur Kunst, Kultur und Geschichte der letzten 1800 Jahre sein, sondern auch Erscheinungen, die verschiedenste Facetten der Entwicklung gesellschaftlichen Zusammenlebens zeigen. Orientiert am populären Erzählstoff „Die sieben Schwaben“, in dem die sieben Protagonisten stellvertretend für sieben Charaktertypen stehen, gibt es eine Annäherung in sieben Schritten an das Ausstellungsthema. 
    Landesmuseum Württemberg: Die Schwaben

    2 Räder - 200 Jahre. Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrades
    11. November 2016 bis 25. Juni 2017 - TECHNOSEUM Mannheim

     Im Juni 2017 jährt sich zum 200. Mal die erste Ausfahrt des Freiherrn von Drais in Mannheim mit der "Draisine", die den Anfang der Automobilität, des Selbstfahrens, markiert. Die Laufmaschine des Freiherrn von Drais emanzipiert den Menschen von der tierischen Muskelkraft als Antriebsmittel der Mobilität. Die "Draisine" hat sich letztendlich aber nicht durchgesetzt. Dies blieb späteren Fahrradentwicklungen und den Automobilen von Carl Benz und Gottlieb Daimler vorbehalten. Die Ausstellung zu 200 Jahre Drais zeichnet vom Jubiläum der Erfindung (der Jungfernfahrt) ausgehend die Entwicklung der Mobilität nach, zeigt die aktuelle Situation auf und fragt nach ihrer Zukunft. Sie stellt Fragen, die in der Ausstellung entweder beantwortet werden oder zu denen der aktuelle Stand der Entwicklung dargestellt wird: Ist die Automobilität ein technisches, soziales und wirtschaftliches Zukunftsmodell? Wie sehen Erhaltungsstrategien aus? Welche Alternativen und Gegenentwürfe gibt es?  
    Technoseum Mannheim

    Der Meister von Meßkirch. Katholische Pracht in der Reformationszeit
    8. Dezember 2017 bis 2. April 2018 - Staatsgalerie Stuttgart

    Das Jahr 2017 wird im Zeichen von Reformationsjubiläum und Glaubensspaltung stehen. Aus diesem Grund möchte die Staatsgalerie Stuttgart mit der Großen Landesausstellung zum Meister von Meßkirch einen bedeutenden Beitrag zur Vielfalt und Koexistenz der Religionen in Vergangenheit und Gegenwart leisten. Mit den Mitteln der Museumsstiftung Baden-Württemberg und Unterstützung der Kulturstiftung der Länder sowie der Ernst von Siemens Kunststiftung konnten 2012 Hauptwerke des Meisters von Meßkirch für Karlsruhe und Stuttgart gesichert werden. Der Wildensteiner Altar ist seither ein Höhepunkt der Staatsgalerie Stuttgart und wird Ausgangspunkt für diese erste monographische Ausstellung des Künstlers sein. Die Präsentation der eigenen Bestände soll durch bedeutende nationale und internationale Leihgaben ergänzt werden. Zum ersten Mal überhaupt wird somit nahezu das gesamte Oeuvre des Meisters von Meßkirch an einem Ort erlebbar und bildet damit die Grundlage für weitere Forschungen. 
    Staatsgalerie Stuttgart

2018 GLA 2018

  • Eiszeit am Oberrhein - Klima, Flora, Fauna, Mensch
    Juni 2018 bis Januar 2019 - Naturkundemuseum Karlsruhe

    Erstmalige, überregionale und multinationale Ausstellung über die Geschichte von der Eiszeit bis heute unter besonderer Berücksichtigung der Pamina-Region und deren kulturelle Besonderheiten auf der Grundlage ihrer Geologie. Das Pleistozän, die Eiszeit, ist eine der wichtigsten geologischen Einheiten am Oberrhein. Anlass ist das dreißigjährige Jubiläum der Weißenburger Erklärung zur Pamina-Region am 12. Dezember 1988. Außerdem verfügt das SMNK über eine deutschlandweit und international anerkannte, reichhaltige Sammlung eiszeitlicher Objekte (z.B. Daxlandener Nashorn, fossiles Einhorn, Fragment eines Mammutstoßzahns aus einer zeitgenössischen Apotheke des 18. Jhdt.), an denen aktuell und mit starkem Regionalbezug geforscht wird. Auch Überreste des frühen Homo sapiens aus dem Oberrheingraben werden ausgestellt. Ein Eiszeitlager rundet die Ausstellung ab.

    So viel Anfang war nie. Die Anfänge der Weimarer Republik im Südwesten
    Oktober 2018 bis März 2019 - Haus der Geschichte Baden-Württemberg

    Am 3.10.1918 wurde Prinz Max von Baden zum letzten kaiserlichen Reichskanzler ernannt. Trotzdem vermochte er den Untergang der Monarchien nicht zu verhindern. In den darauffolgenden Jahren konnte sich die neue Demokratie trotz einer Vielzahl von Problemen (Waffenstillstand, Folgen des Versailler Vertrags, Hyperinflation u.a.) gerade im Südwesten behaupten. Dazu kam ein Neuanfang in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Zumeist werden die ersten Jahre der Weimarer Republik nur als Ursachen für das Scheitern der Demokratie in den frühen dreißiger Jahren bewertet und als Kampf mit dem Bolschewismus. Dabei kommen der Aufbruch unter schwierigsten Umständen und die Leistungen der Menschen in allen Bereichen viel zu kurz. Die Große Landesausstellung will anlässlich des 100. Jahrestags des Beginns einer demokratischen Regierung im Südwesten gedenken und die Leistungen der ersten fünf Jahre würdigen, die bisher zu sehr vom Scheitern der Weimarer Republik 1933 überdeckt wurden - denn so viel demokratischer Anfang war nie im Südwesten.

    Leben im Bernsteinwald
    Oktober 2018 bis Mai 2019 - Naturkundemuseum Stuttgart

    Die Bernsteinsammlung des SNMS zählt zu den zehn bedeutendsten Sammlungen in der Welt. Im Bernstein sind winzige und filigrane Lebewesen in ihrer natürlichen Körperform bis ins kleinste Detail erhalten, so dass es scheint, als ob sie eben noch gelebt hätten. Bernstein ermöglicht deshalb einen einzigartigen Einblick in die Geschichte des Lebens auf der Erde. Die eingeschlossenen Lebewesen liefern Hinweise zur Rekonstruktion vergangener Lebenswelten und verschiedene Schlüssel zur Erforschung der Evolutions- und Klimageschichte der Erde. Darüber hinaus übt Bernstein eine ästhetische Faszination auf den Menschen aus (Schmuck, Kunsthandwerk). In der Ausstellung sollen exemplarisch vier verschiedene Bernsteinwälder als Rekonstruktionen gezeigt werden.

2019 GLA 2019

  • Der Balkan - Schnittstelle der Kulturen
    Dezember 2018 bis Mai 2019 - Badisches Landesmuseum

    Anlass der Ausstellung ist das 100. Gründungsjubiläum des Badischen Landesmuseums Karlsruhe (Gründungsdatum: 21.11.1919). In der Ausstellung soll die "Türkenbeute" präsentiert werden, zu der qualitativ hochwertige Objekte aus Ungarn, Siebenbürgen und Polen gehören. Deren Gebiete gehörten im 16./17. Jhdt. entweder dem Osmanischen Reich an, waren ihm tributpflichtig oder trieben als direkte Nachbarn an seinen äußersten Grenzen u.a. regen Handel. Die entscheidende Schlacht bei Slankamen (1691) im heutigen Serbien und die Befreiung fast ganz Ungarns, Siebenbürgens, weite Landstriche Serbien und der Walachei begründeten die Legende um den badischen Türkenlouis; die "Türkenbeute" besitzt seit dem 18. Jahrhundert eine besondere Bedeutung für Baden. Die historischen Verflechtungen auf dem Balkan als Schnittstelle der Kulturen sind heute durch politische Unwägbarkeiten des letzten Jahrhunderts aus dem Blickfeld gerückt. Die Exponate der Türkenbeute zeigen auf, dass Gebieten, die zu den Mitgliedstaaten der EU gehören, Ausdruck eines früheren Kulturtransfers sind. Die Ausstellung wird die wechselseitigen Beziehungen zwischen dem Osmanischen und Mittel- und Westeuropa beleuchten und aufzeigen.

    Macht der Mode - Mode der Macht. Von Hermelinmänteln, Roben und Lederjacken
    Oktober 2019 bis April 2020 - Landesmuseum Württemberg

    Die Modesammlung des Landesmuseums Württemberg, die einer der umfangreichsten und vielseitigsten in Deutschland ist, bildet die Grundlage für die Große Landesausstellung zur Rolle der Kleidung als identitätsstiftendes Merkmal in der Kulturgeschichte Europas vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Exponate aus verschiedenen Kulturepochen machen deutlich, dass Kleidung und Mode verschiedenste Themen gesellschaftlicher und kulturgeschichtlicher Fragestellungen diskutieren und seit vielen Jahrhunderten das Mittel erster Wahl sind, wenn es darum geht, Zugehörigkeiten zu bestimmten Gruppen, Zeiten, Strömungen und Identitätsentwürfen auszudrücken. Aufgrund der thematischen Herangehensweise und einer Objektvielfalt, die Kleidung aus vergangenen Zeiten bis hin zur Gegenwart berücksichtigt, werden auch Objekte aus den Abteilungen Volkskunde und Archäologie einbezogen.  

    Azteken
    Oktober 2019 bis April 2020 - Linden-Museum 

    Die Azteken sind neben den Inka und den Maya die berühmteste Kultur des Alten Amerika. Im Jahr 2019 jährt sich die Eroberung des Aztekenreiches durch den Spanier Hernán Cortez zum 500sten Mal. Dieses Jubiläum soll zum Anlass genommen werden, zwei Federschilde der Azteken aus dem Landesmuseum Württemberg, von denen es weltweit nur vier gibt, zusammen mit weiteren Objekten aus der Sammlung des Linden-Museums sowie von europäischen und internationalen Leihgebern in einer Ausstellung zu präsentieren. Im Zentrum der Ausstellung soll die Hauptstadt der Azteken, Tenochtitlán, und damit das Thema Urbanisierung stehen. Die Eroberung der Hauptstadt durch Hernán Cortez sowie die überregionalen Fernhandelsbeziehungen der Azteken und ein Blick auf das Europa des 16. Jhdt., aus dem eine Vielzahl an Informationen über die Azteken stammt, sollen in der Ausstellung ebenfalls beleuchtet werden.

2020 GLA 2020

  • Hans Baldung Grien
    1. oder 2. Halbjahr 2020 - Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

    Die Werke von Hans Baldung Grien (geboren vermutlich in Schwäbisch Gmünd) zählen seit Gründung des Museums zu den größten Attraktionen der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Dazu gehören eine Reihe von Gemälden aus unterschiedlichen Schaffensperioden sowie zahlreiche Zeichnungen und Holzschnitte. Griens schöpferische Phantasie ermöglichte der Kunst ganz neue Themen zu erschließen und traditionelle Motive auf ungewöhnliche, gleichwohl überzeugende Weise zu formulieren: zart und einfühlsam, kraftvoll, leidenschaftlich, mitunter auch geheimnisvoll. In der Großen Landesausstellung sollen Leihgaben aus bedeutenden Museen Europas und der USA mit den eigenen Beständen zusammengeführt werden, um die Vielseitigkeit und Originalität dieses bis heute faszinierenden Renaissancekünstlers anschaulich zu machen.

    Klöster und Klosteranlagen in Südwestdeutschland in Früh- und Hochmittelalter als Lebensraum und Wirtschaftsfaktor
    September 2020 bis Februar 2021 - Archäologisches Landesmuseum

    Südwestdeutschland ist die Heimat einer Vielzahl bedeutender Klöster der Frühzeit, von denen einige sogar als Welterbe der Unesco ausgezeichnet wurden. Beispiele sind Reichenau, St. Gallen, Schuttern, Schwarzach, Gengenbach, Esslingen, Hirsau, St. Blasien, Alpirsbach, Schaffhausen, Heiligenberg bei Heidelberg u.v.m.. Der Fokus der Ausstellung soll auf die Alltagskultur, das Leben der Mönche sowie das wirtschaftlich-handwerkliche Wirken in und außerhalb der Klöster mit ihren diversen Einrichtungen wie Getreidemühlen, Stampfen oder Hammerwerken gelenkt werden. Hierzu gehört auch die Präsenz innerhalb der mittelalterlichen Städte, die sog. Stadthöfe, die für den Vertrieb der klösterlichen Überschussproduktion von großer Bedeutung waren. In diesem Zusammenhang wird auch auf das enorme Innovationspotential der klösterlichen Gemeinschaften im Bereich von Ackerbau, Bauwesen und Technik eingegangen. Auch das Ausgreifen der Klöster in die umgebende Landschaft, ihre wirtschaftliche Verzahnung mit der Region wird thematisiert werden.


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