Forschungs- und Innovationsumfeld

Gute Ideen, Know-how und das richtige Umfeld

Forschungs- und Innovationsumfeld

  • Autonomes Fahren, Foto: Fotolia.de

    Bild: Autonomes Fahren, Foto: Fotolia.de

Die Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg steht in den kommenden Jahren vor einem tiefgreifenden Umbruch. Elektrifizierung, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle erfordern eine neues Systemverständnis und neue Formen der Zusammenarbeit über Branchen und Technologiesektoren hinweg. Deshalb hat die Landesregierung den „Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen.

Rolle von Wissenschaft und Forschung

Wissenschaft und Forschung sind wesentliche Keimzellen für transformative Prozesse. Sie schaffen mit wissenschaftlicher Aufarbeitung ein Problembewusstsein, entwickeln Lösungsstrategien und bereiten zukünftige Fachkräfte auf den Struktur- und Technologiewandel im Mobilitätssystem vor.

Baden-Württemberg verfügt mit seinen führenden Universitäten, praxisorientierten Hochschulen für angewandte Wissenschaften und international agierenden Forschungseinrichtungen über eine breite Forschungs- und Innovationslandschaft. Unser Ziel ist es deshalb, dass Baden-Württemberg im Jahr 2025 ein international beispielhaftes Innovationsumfeld für die zukünftige Mobilität bietet.

Gute Ideen und Know-how als Basis für erfolgreiche Innovation

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst begleitet den Strategiedialog Automobilwirtschaft in der Themensäule „Forschungs- und Innovationsumfeld“. Aus verschiedenen Perspektiven wird hinterfragt, wie Forschung und Innovation zum Erfolg der Transformation beitragen kann.

Themensäule Forschungs- und Innovationsumfeld

  • In dieser Funktion arbeitet eine Kern-Arbeitsgruppe (Kern-AG) mit zehn Mitgliedern unter der Leitung von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Prof. Marion Weissenberg-Eibl vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Diese haben bereits Handlungsfelder festgelegt, um Innovationstreiber zu identifizieren sowie das Innovationsumfeld in Baden-Württemberg weiterzuentwickeln. Handlungsfelder sind z.B. der Austausch zwischen den Akteuren in einer Branche und über Branchengrenzen hinweg, Kooperationsformen und Durchlässigkeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die Innovationskultur sowie die Dynamik des Innovationssystems.

    Die Mitglieder der Kern-AG führen gleichzeitig auch Expertengespräche mit verschiedensten Akteuren innerhalb und außerhalb des Strategiedialogs. Hieraus werden Best-Practice-Beispiele identifizieren und in der Umsetzung zu begleitet.

Querschnittsfeld Wissenschaft und Forschung

  • Experten sind in allen Themensäulen gefragt. Daher wird neben einer eigenen thematischen Bearbeitung in der Themensäule fachlicher Input gegeben, beispielsweise in technologischen oder ökonomischen Fragestellungen.

     

Der Campus als Labor für die Mobilität von morgen

Insbesondere in den Ballungsräumen sind aufgrund der dort zunehmenden Verkehrsdichte neue Mobilitätslösungen dringend gefragt. Es geht um gesündere Luft, weniger Lärm und mehr Lebensqualität in den Städten. Die Mobilitätslösungen sollen möglichst emissionsfrei sein, das Klima schonen, aber auch Staus vermeiden. Auch wissenschaftliche Dynamik und wachsende Studierendenzahlen erfordern stetig weiteren Flächenbedarf auf dem Campus selbst und ziehen damit das entsprechende Verkehrsaufkommen nach sich. Deshalb sind intelligente, ökologische Mobilitätslösungen für die wachsenden Campus-Areale notwendig. Der Universitäts- und Forschungscampus steht somit selbst als Experimentierraum für zukunftsfähige Lösungen im Fokus und ist damit Forschungsstandort und Forschungsgegenstand zugleich.

»Der Campus ist als Experiment in der Praxis bestens geeignet, um Mobilitätskonzepte für die Zukunft zu testen.«

Ministerin Theresia Bauer

Das Wissenschaftsministerium hat deshalb den Ideenwettbewerb „Mobilitätskonzepte für den emissionsfreien Campus“ gestartet. Die teilnehmenden Hochschulen entwickeln hier zunächst unter Einbindung von Stakeholdern wünschenswerte, lokal angepasste Mobilitätskonzepte. Diese werden in einer gemeinsamen Ausstellung voraussichtlich im Herbst 2019 öffentlich präsentiert. Damit gibt die Ausstellung einen Ausblick auf die angestrebten Mobilitätslösungen von morgen. Die Konzepte werden anschließend in die weitere Infrastrukturplanung der Hochschulen einfließen und entwickeln dadurch Steuerungscharakter für die nächsten Jahrzehnte. Die Gewinner des Ideenwettbewerbs bekommen die Chance, dass die infrastrukturellen Voraussetzungen für ihre Mobilitätskonzepte mit Priorität geschaffen werden.


Ansprechpartner

Geschästsstelle e-mobil BW

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