Gute Ideen, Know-how und das richtige Umfeld

Forschungs- und Innovationsumfeld

Autonomes Fahren, Foto: Fotolia.de

Die Automobilwirtschaft in Baden-Württemberg steht in den kommenden Jahren vor einem tiefgreifenden Umbruch. Elektrifizierung, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle erfordern eine neues Systemverständnis und neue Formen der Zusammenarbeit über Branchen und Technologiesektoren hinweg. Deshalb hat die Landesregierung den „Strategiedialog Automobilwirtschaft Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen.

Rolle von Wissenschaft und Forschung

Wissenschaft und Forschung sind wesentliche Keimzellen für transformative Prozesse. Sie schaffen mit wissenschaftlicher Aufarbeitung ein Problembewusstsein, entwickeln Lösungsstrategien und bereiten zukünftige Fachkräfte auf den Struktur- und Technologiewandel im Mobilitätssystem vor.

Baden-Württemberg verfügt mit seinen führenden Universitäten, praxisorientierten Hochschulen für angewandte Wissenschaften und international agierenden Forschungseinrichtungen über eine breite Forschungs- und Innovationslandschaft. Unser Ziel ist es deshalb, dass Baden-Württemberg im Jahr 2025 ein international beispielhaftes Innovationsumfeld für die zukünftige Mobilität bietet.

Gute Ideen und Know-how als Basis für erfolgreiche Innovation

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst begleitet den Strategiedialog Automobilwirtschaft in der Themensäule „Forschungs- und Innovationsumfeld“. Aus verschiedenen Perspektiven wird hinterfragt, wie Forschung und Innovation zum Erfolg der Transformation beitragen kann.

Der Campus als Labor für die Mobilität von morgen

Insbesondere in den Ballungsräumen sind aufgrund der dort zunehmenden Verkehrsdichte neue Mobilitätslösungen dringend gefragt. Es geht um gesündere Luft, weniger Lärm und mehr Lebensqualität in den Städten. Die Mobilitätslösungen sollen möglichst emissionsfrei sein, das Klima schonen, aber auch Staus vermeiden. Auch wissenschaftliche Dynamik und wachsende Studierendenzahlen erfordern stetig weiteren Flächenbedarf auf dem Campus selbst und ziehen damit das entsprechende Verkehrsaufkommen nach sich. Deshalb sind intelligente, ökologische Mobilitätslösungen für die wachsenden Campus-Areale notwendig. Der Universitäts- und Forschungscampus steht somit selbst als Experimentierraum für zukunftsfähige Lösungen im Fokus und ist damit Forschungsstandort und Forschungsgegenstand zugleich.

„Der Campus ist als Experiment in der Praxis bestens geeignet, um Mobilitätskonzepte für die Zukunft zu testen.“
Ministerin Theresia Bauer

 

Das Wissenschaftsministerium hat deshalb den Ideenwettbewerb „Mobilitätskonzepte für den emissionsfreien Campus“ gestartet. Die teilnehmenden Hochschulen entwickeln hier zunächst unter Einbindung von Stakeholdern wünschenswerte, lokal angepasste Mobilitätskonzepte, die anschließend in die weitere Infrastrukturplanung der Hochschulen einfließen. Die Gewinner des Ideenwettbewerbs bekommen die Chance, dass die infrastrukturellen Voraussetzungen für ihre Mobilitätskonzepte mit Priorität geschaffen werden.

Nach einem Jahr intensiven Arbeitens präsentierten die teilnehmenden Hochschulen ihre Mobilitätskonzepte im Rahmen einer von Experten geleiteten Begutachtung. Kriterien der Bewertung waren: Strahlkraft des Wettbewerbsbeitrags über die Hochschulen hinaus, Praktikabilität/Umsetzbarkeit/Nachhaltigkeit, Verkehrliche Wirksamkeit und Wirksamkeit zur Emissionsreduktion, Qualität der Stakeholderbeteiligung und Hochschule als Innovationsplattform.

Am 10. Dezember 2019 werden die besten vier Konzepte im Rahmen einer Prämierungsveranstaltung an der Hochschule für Technik in Stuttgart ausgezeichnet - mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 750.000 Euro. Damit können die Hochschulen bereits die nächsten Umsetzungsmaßnahmen für ihre Konzepte realisieren.

Mehr zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie hier.

 

 

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen die Vorderachse mit Elektromotor (Bild: © dpa).
  • Einfach erklärt

Was ist ein Strategiedialog?

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft BW soll der über Branchengrenzen hinweg Innovationspotenziale eröffnen. Aber wie ist der Dialog aufgebaut und wer nimmt alles daran teil? Unsere Bilderstrecke erklärt die wichtigsten Details im Überblick.

Zwei Stadtbahnen der Stuttgarter Straßenbahnen AG stehen in Stuttgart an der Haltestelle Erwin-Schöttle-Platz (Bild: © dpa).
  • Zeitstrahl

Was läuft beim Strategiedialog?

Auf sechs Themenfeldern erarbeiten die Teilnehmer Lösungsansätze für die Zukunft der Automobilwirtschaft und Mobilität in Baden-Württemberg. Seit dem Auftakt des Strategiedialogs im Mai 2017 haben die einzelnen Gruppen die Arbeit aufgenommen.

Ansprechpartner : Geschästsstelle e-mobil BW