Baden-Württemberg ist Vorreiter bei der Akademisierung von Gesundheitsfachberufen. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 1.060 Studienplätze im Zuge verschiedener Ausbauprogramme gefördert. Absolventinnen und Absolventen dieser Studiengänge sind inzwischen in vielfältigen Positionen der Versorgung, Forschung und Lehre tätig. Die Hochschulstandorte und Praxiseinrichtungen entwickeln darüber hinaus zukunftsweisende Konzepte und neue Aufgabenprofile für akademisiertes Fachpersonal.
Neue Herausforderungen meistern
Die Gesundheitsversorgung im Südwesten steht vor Herausforderungen, die alle Altersgruppen betreffen – von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter. Durch Fortschritte in der medizinischen Diagnostik und Therapie steigt die Lebenserwartung – was jedoch auch zu mehr chronischen Erkrankungen führt. Gleichzeitig ergeben sich bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen, einschließlich der Früh- und Neugeborenen, neue medizinische Möglichkeiten.
Die Einführung neuer Behandlungsmethoden und Technologien über die gesamte Lebensspanne hinweg stellt Fachpersonal in Pflege, Therapie und Hebammenwesen vor neue Herausforderungen und Anforderungen.
Empfehlungen des Wissenschaftsrats
Um auf diese Herausforderungen zu reagieren, fördert die Landesregierung Studienplätze in den Bereichen Pflege, Therapie und Hebammenwissenschaft und orientiert sich damit an den Empfehlungen des Wissenschaftsrats zu hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen.
Akademisierung bedeutet nicht nur hochschulische Ausbildung, sondern auch den Aufbau einer Forschungslandschaft. Pflegefachpersonen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Hebammen werden zukünftig auch promovieren und habilitieren, um Professuren zu besetzen und Forschungsvorhaben zu leiten.
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